Natalie Imbruglia: Künstliche Befruchtung war „ziemlich brutal“
Natalie Imbruglia: Künstliche Befruchtung war brutal

Popstar Natalie Imbruglia (51), weltbekannt durch ihren Hit „Torn“, spricht nur selten über ihr Privatleben. Jetzt macht sie eine Ausnahme und gewährt Einblicke in ihren schwierigen Weg zur Mutterschaft. Im Jahr 2019 brachte sie ihren Sohn Max Valentine zur Welt. Da sie damals keinen Partner hatte, entschied sie sich für eine Samenspende. Diese Entscheidung brachte ihr zwar das ersehnte Mutterglück, war aber alles andere als einfach.

Emotionale Achterbahnfahrt

Im Podcast „How To Fail with Elizabeth Day“ erzählt Imbruglia: „Es gab vieles, was ich über diesen Prozess nicht wusste oder verstand.“ Sie habe „viel emotionalen Schmerz“ erlebt. Über die Rückschläge sagt sie: „Es heißt einfach nur: ‚Tut uns leid, es hat nicht geklappt‘ – und dann ist Schluss. Dann liegt eine ganze Zeitspanne vor einem, in der man sich wieder fangen muss. Darüber wird kaum gesprochen. Ich glaube nicht, dass man mental darauf vorbereitet ist.“ Ihr Fazit über die Kinderwunschbehandlung: „Es war ziemlich brutal.“

Die Qual des Wartens

Nach jedem Embryonentransfer musste sie zwei Wochen warten, um Gewissheit zu haben: War die künstliche Befruchtung erfolgreich? Eine Tortur für die Sängerin, die sich so lange ein Kind gewünscht hatte. Als es endlich klappte, dachte sie sofort an all die Frauen, die noch immer auf dieses Ergebnis warten. „Als ich erfuhr, dass ich schwanger war, musste ich tatsächlich sofort an all die Frauen auf der Welt denken, die noch immer auf dieses Ergebnis warteten“, erinnert sich Imbruglia.

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Vorurteile und Unterstellungen

Die Sängerin berichtet auch über viele Vorurteile – allen voran den Vorwurf, sie habe sich bewusst gegen eine Beziehung und für eine Samenspende entschieden. „An alle Männer da draußen: Das ist absoluter Unsinn“, stellt Imbruglia klar. „Es war nicht nach dem Motto: ‚Ich brauche keinen Mann‘ oder ‚Frauen können das auch ohne einen Mann an ihrer Seite schaffen‘.“ Sie fährt fort: „Das hat mich wirklich geärgert – denn so war es gar nicht. Wir befinden uns einfach in einer Situation, in der die biologische Uhr tickt und man eine Entscheidung treffen muss. Gott sei Dank gibt es die moderne Medizin, die uns diese Möglichkeit eröffnet. Frauen vor uns hatten diese Option nicht.“

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