Rudi Völler sorgt mit „Nackter Kanone“ für Lacher bei Pressekonferenz
Völler spricht von „Nackter Kanone“ – Lacher

Winston-Salem – Ein amüsanter Moment sorgte bei der Pressekonferenz der deutschen Nationalmannschaft für Heiterkeit. Rudi Völler, der Sportdirektor des DFB, sprach plötzlich von der „Nackten Kanone“ und sorgte damit für Lacher unter den Journalisten.

Die Verwechslung des Jahrhunderts

Völler, der bereits 1994 als Spieler an der Weltmeisterschaft in den USA teilnahm, erinnerte sich an den denkwürdigen 17. Juni 1994. Damals fiel das erste WM-Spiel der Deutschen gegen Bolivien (1:0) in den Schatten einer spektakulären Verfolgungsjagd. Football-Star O.J. Simpson floh in einem weißen Jeep vor der Polizei von Los Angeles, nachdem er des Mordes an seiner Ex-Frau Nicole Brown Simpson und deren Bekannten Ronald Goldman verdächtigt wurde.

„Das mit O.J. Simpson habe ich natürlich mitbekommen. Wir als Europäer, wir Spieler, wir kannten ihn ja auch nicht“, sagte Völler. „Ich glaube, es gab irgendwann mal einen Film, da hat er mitgespielt – die ‚Nackte Kanone‘, wir kennen ihn alle.“ Tatsächlich war Simpson jedoch nicht in der Filmkomödie „Die nackte Kanone“ zu sehen, sondern in anderen Produktionen. Die Verwechslung sorgte für Schmunzeln im Raum.

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Ein Spektakel vor 32 Jahren

Völler beschrieb die Ereignisse von damals lebhaft: „All dieser Konvoi, all die Polizeiwagen, hinter seinem weißen Jeep herfuhren. Und alle haben gedacht: Warum hält er denn jetzt nicht an? Das war ein Spektakel.“ Die Verfolgungsjagd wurde live im Fernsehen übertragen und überstrahlte die WM-Eröffnungsspiele.

Der Fall Simpson entwickelte sich zu einem der bekanntesten Gerichtsverfahren der USA. Der blutige Handschuh, der als Beweisstück diente, passte Simpson nicht, und so wurde er 1995 überraschend freigesprochen. In einem späteren Zivilverfahren wurde er jedoch zu einer Zahlung von 33,5 Millionen Dollar verurteilt. Wegen eines bewaffneten Raubüberfalls landete Simpson schließlich im Gefängnis, aus dem er 2017 vorzeitig entlassen wurde. Er starb im Jahr 2024.

Völlers Blick auf die WM 2026

Der Sportdirektor nutzte die Pressekonferenz auch, um auf die bevorstehende WM in den USA zu blicken. „Wir sind bereit“, betonte er. „Die Mannschaft ist fokussiert, und wir wollen an die Erfolge vergangener Turniere anknüpfen.“ Der lustige Ausrutscher mit der „Nackten Kanone“ lockerte die Stimmung auf und zeigte die lockere Art des 66-Jährigen.

Die deutsche Nationalmannschaft startet in den kommenden Tagen in ihr erstes Spiel. Die Vorfreude ist groß, und Völlers Anekdote wird sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.

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