Die SPD im Brandenburger Landtag will das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung genauer unter die Lupe nehmen. Geplant ist eine umfassende Dunkelfeldstudie, die Aufschluss über die tatsächliche Kriminalitätsbelastung geben soll. Dies gab der innenpolitische Sprecher der Fraktion, Uwe Adler, in Potsdam bekannt.
Studie soll Dunkelziffer von Straftaten erfassen
Im Fokus der Untersuchung stehen unter anderem das Anzeigeverhalten der Bürger, ihre Opfererfahrungen und das persönliche Sicherheitsempfinden. Mit diesen Daten könne die polizeiliche Kriminalstatistik sinnvoll ergänzt werden, erklärte Adler. So entstehe ein differenzierteres Lagebild der Kriminalität im Land Brandenburg. Belastbare Aussagen zum subjektiven Sicherheitsgefühl der Menschen seien ebenso möglich wie die Aufdeckung von Diskrepanzen zwischen gefühlter und tatsächlicher Sicherheitslage.
Ausgewählte Deliktbereiche im Visier
Die Studie soll sich auf bestimmte Deliktbereiche konzentrieren, darunter Partnerschaftsgewalt, Straftaten im digitalen Raum, Sexualdelikte und Hasskriminalität. Adler betonte, dass in der Vergangenheit populistische Kräfte versucht hätten, die Sicherheitslage zu überspitzen und gezielt auf das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen einzuwirken. Die Untersuchung solle daher ein empirisches Gegengewicht und einen argumentativen Gegenpol zu solchen Narrativen bieten.
Die SPD erhofft sich von der Studie nicht nur eine bessere Datengrundlage für die Sicherheitspolitik, sondern auch eine Versachlichung der Debatte. Die Ergebnisse sollen in die politische Arbeit einfließen und dazu beitragen, das Sicherheitsgefühl der Brandenburger nachhaltig zu stärken.



