Ukraine und Russland einigen sich auf Waffenruhe für AKW Saporischschja
Waffenruhe für AKW Saporischschja vereinbart

Begrenzte Waffenruhe für Reparaturen am AKW Saporischschja

Die Ukraine und Russland haben sich erneut auf eine zeitlich und räumlich begrenzte Waffenruhe geeinigt, um dringend benötigte Reparaturen am Atomkraftwerk Saporischschja durchzuführen. Dies gab die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien bekannt, die zwischen den Konfliktparteien vermittelt hatte.

Das größte Kernkraftwerk Europas, das sich in der Südukraine befindet und von russischen Truppen besetzt ist, benötigt eine zuverlässige Stromversorgung, um die Kühlung des radioaktiven Materials sicherzustellen und einen Atomunfall zu verhindern. Derzeit ist die Anlage nur noch an eine einzige Stromleitung angeschlossen, was ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellt.

Reparatur einer zweiten Stromleitung geplant

Während der vereinbarten Waffenruhe soll nach Angaben der IAEA eine zweite Stromleitung wiederhergestellt werden. Vor dem Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 war das AKW Saporischschja an insgesamt zehn Leitungen angeschlossen. Die Reparaturarbeiten sind jedoch äußerst anspruchsvoll, da sich die Schadstellen auf hohen Masten in unmittelbarer Nähe der Frontlinie befinden.

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Nach umfangreichen Entminungsarbeiten werden Techniker aus der Ukraine und Russland in den kommenden Tagen das Projekt gemeinsam durchführen. IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi hat seit Ende 2025 insgesamt sechs solcher zeitlich und räumlich begrenzten Waffenruhen für das AKW ausgehandelt, um dringende Reparaturen zu ermöglichen.

Wiederholte Kriegshandlungen gefährden AKW

Das größte Atomkraftwerk Europas ist immer wieder von Kriegshandlungen betroffen. Zuletzt wurde die Anlage von einer Drohne attackiert. Moskau und Kiew geben sich gegenseitig die Schuld für die Zwischenfälle. Die IAEA warnt seit langem vor den katastrophalen Folgen eines möglichen Atomunfalls in der kriegsgebeutelten Region.

Die erneute Waffenruhe zeigt, dass trotz des anhaltenden Konflikts eine Zusammenarbeit in sicherheitskritischen Bereichen möglich ist. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Lage am AKW Saporischschja weiterhin mit großer Sorge.

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