Bei einem nichtöffentlichen Frühstück im Bundestag hat der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Sinan Selen, eindringlich vor der Unterwanderung deutscher Institutionen durch islamistische Organisationen gewarnt. Wie BILD exklusiv erfuhr, betonte Selen, dass diese Gruppen gezielt versuchten, Einfluss auf politische Entscheidungen zu nehmen.
Deutliche Worte hinter verschlossenen Türen
Die Teilnehmer der Veranstaltung zeigten sich überrascht über die Klarheit, mit der Selen die Gefahren beschrieb. Der Verfassungsschutz-Chef machte deutlich, dass die Islamisten nicht nur im Verborgenen agierten, sondern systematisch versuchten, in Parlamente, Behörden und andere staatliche Stellen einzudringen.
Besorgniserregende Erkenntnisse
Nach Informationen von BILD sind die Methoden der Islamisten vielfältig: Sie reichen von der gezielten Ansprache von Politikern über die Unterwanderung von Parteien bis hin zur Besetzung von Positionen in öffentlichen Einrichtungen. Selen forderte daher ein entschlosseneres Vorgehen der Sicherheitsbehörden und eine stärkere Sensibilisierung der Öffentlichkeit.
Die Warnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Bedrohung durch islamistischen Extremismus in Deutschland weiterhin hoch ist. Der Verfassungsschutz beobachtet die Szene intensiv und sieht in der strategischen Unterwanderung eine neue Qualität der Gefahr.



