WM-Schiedsrichter aus Somalia darf nicht in die USA einreisen
Die Vereinigten Staaten haben dem für die Fußball-Weltmeisterschaft vorgesehenen Schiedsrichter Omar Artan aus Somalia die Einreise verweigert. Der Referee, der als erster Somali überhaupt bei einer WM pfeifen sollte, wurde bei seiner Ankunft in Miami abgewiesen. Die US-Grenzschutzbehörde CBP bestätigte den Vorfall, ohne Artan namentlich zu nennen. Es heißt jedoch, dass ein Reisender aus Somalia, der als WM-Schiedsrichter identifiziert wurde, aufgrund von Sicherheitsbedenken nicht einreisen durfte.
Einreise in Miami verweigert
Artan war am Samstag von Istanbul aus nach Miami gereist. Bei der Einreisekontrolle entschieden die Beamten der CBP, dass eine weitergehende Sicherheitsüberprüfung notwendig sei. Die Behörde betonte, dass jede Einreiseentscheidung individuell getroffen werde und die Beamten befugt seien, Reisende zu befragen, zu durchsuchen und gemäß US-Gesetzen zu handeln. Artan wurde letztlich die Einreise verweigert.
Die FIFA reagierte auf eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur zunächst nicht zu dem Vorfall. Artan selbst hatte sich in einem am Montag veröffentlichten Beitrag von Al Jazeera noch voller Vorfreude über seine WM-Teilnahme geäußert. „Es ist eine große Ehre, als erster Somali dabei zu sein“, sagte er. „Ich hoffe, ich werde dort fantastisch sein.“
Bereits zuvor irakischer Stürmer befragt
Bereits am Freitag war der irakische Stürmer Aymen Hussein bei seiner Einreise in Chicago mehreren Stunden lang von der Grenzschutzbehörde befragt worden. Laut CBP durfte Hussein nach der Kontrolle einreisen. Ein zweiter Reisender, ein Fotograf und kein Spieler, wurde jedoch aufgrund von Sicherheitsbedenken abgewiesen. Die Vorfälle werfen Fragen zu den Einreisebestimmungen für WM-Teilnehmer auf.



