Das US-Militär hat im Persischen Golf einen unbeladenen Öltanker mit einer Rakete vom Typ Hellfire angegriffen und außer Gefecht gesetzt. Der Angriff ereignete sich vor der iranischen Insel Kharg, die für Teherans Ölexport von großer Bedeutung ist. Das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando Centcom teilte auf der Plattform X mit, das Schiff habe versucht, einen iranischen Hafen anzulaufen.
Blockade seit April
Die USA hatten am 13. April eine Blockade des gesamten Schiffsverkehrs verhängt, der in iranische Häfen ein- und ausläuft. Laut Centcom haben US-Streitkräfte im Rahmen dieser Maßnahme bislang sechs Handelsschiffe außer Gefecht gesetzt und 122 umgeleitet. Der jüngste Angriff auf den Tanker unter der Flagge Botsuanas erfolgte, nachdem die Besatzung wiederholte Warnungen über einen Zeitraum von 24 Stunden ignoriert hatte.
Hellfire-Rakete trifft Maschinenraum
Ein US-Flugzeug feuerte eine Hellfire-Rakete in den Maschinenraum des Schiffes, wodurch der Tanker manövrierunfähig wurde. Ein veröffentlichtes Video zeigt den Einschlag des Geschosses und aufsteigenden Rauch. Das Militär betonte, dass der Angriff verhindert habe, dass der Tanker den Iran erreicht.
Verhandlungen stocken
Derzeit ruhen die Gespräche zwischen Teheran und Washington zur Beendigung des Iran-Kriegs. Seit Anfang April gilt eine Waffenruhe, doch iranische Nachrichtenagenturen berichten, dass seit mehreren Tagen keine Gespräche mehr stattfinden. US-Präsident Donald Trump erklärte hingegen, die Verhandlungen dauerten an, und bezeichnete andere Berichte als falsch und irreführend.



