Die ukrainischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben mehrere Einrichtungen im russisch besetzten Hafen von Mariupol attackiert und dessen Kapazitäten erheblich eingeschränkt. Der Hafen ist nach Angriffen auf die Energie-, Reparatur- und Verwaltungsinfrastruktur ohne Strom, wie die Drohnenstreitkräfte Kiews mitteilten. Die Nutzung des Standorts als militärischer Logistikknotenpunkt sei dadurch „erheblich eingeschränkt“.
Russland: Explosionen an Gaspipeline in Dagestan
In der russischen Kaukasus-Republik Dagestan kam es in der Stadt Kisiljurt zu drei Explosionen an einer Gaspipeline. „Nach vorläufigen Informationen kam es an einer Gasfernleitung mit einem Durchmesser von 1200 Millimetern zu drei Explosionen“, zitierte die Nachrichtenagentur Tass das regionale Katastrophenschutzministerium. Informationen über Opfer oder Schäden lagen zunächst nicht vor. In der Industriezone der Stadt brach ein Feuer aus, das offenbar eine Gasverteilerstation erfasste.
Bulgarien stellt Waffenlieferungen an Ukraine ein
Bulgarien will keine Waffen mehr an die Ukraine liefern und fordert Verhandlungen zwischen Kiew und Moskau. Der neue Verteidigungsminister Dimitar Stojanow kündigte dies an. „Es ist nicht geplant, dass die bulgarische Seite der ukrainischen Armee weitere Waffen liefert“, sagte er. Es sei an der Zeit, einen gerechten Frieden zu suchen. Bulgarien hatte der Ukraine in den Jahren 2024 und 2025 unter anderem Panzerabwehrraketen, gepanzerte Fahrzeuge und Haubitzen geliefert.
EU plant 21. Sanktionspaket gegen Russland
Die Europäische Union will mit einem neuen Sanktionspaket den russischen Finanzsektor ins Visier nehmen. Der Vorschlag sieht Strafmaßnahmen gegen fast 90 Banken sowie Krypto-Netzwerke vor, wie EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas mitteilte. Zudem sollen die Drohnenproduktion, Ölhändler und Raffinerien getroffen werden. Rund 170 Personen und Organisationen stehen auf der neuen Sanktionsliste. Die Botschafter der EU-Staaten sollen über den Vorschlag beraten.
Polen fordert Beteiligung an Ukraine-Gesprächen
Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk forderte eine Teilnahme seines Landes an allen Gesprächen über ein Ende des Ukraine-Kriegs. „Alle Vereinbarungen, an denen Polen nicht beteiligt ist, sind für Polen nicht bindend“, sagte Tusk. Er zeigte sich unzufrieden über das sogenannte E3-Format aus Großbritannien, Frankreich und Deutschland, das andere europäische Verbündete ausschließe.
Brand in Öllager in Krasnodar gelöscht
Ein durch einen ukrainischen Angriff ausgelöster Brand in einem Öldepot in der russischen Oblast Krasnodar ist gelöscht worden. Die Behörden hatten das Feuer in der Stadt Ust-Labinsk auf einen ukrainischen Drohnenangriff zurückgeführt.
EU plant Einreiseverbot für russische Ukraine-Kämpfer
Das nächste EU-Sanktionspaket soll eine umfassende Visasperre für russische Soldaten umfassen. „Wir schlagen vor, jedem die Einreise in die EU zu verbieten, der seit Kriegsbeginn in den russischen Streitkräften gedient hat“, kündigte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an.
Russland: EU noch nicht bereit zur Vermittlung
Die EU ist nach Einschätzung Russlands noch nicht bereit, als Vermittler eines Friedens mit der Ukraine zu fungieren. Die EU scheine sich eher darauf zu konzentrieren, den Krieg zu verlängern, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow.
Selenskyj zu Treffen nordischer Staaten in Estland
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist zu einem Treffen der Regierungschefs der nordischen und baltischen Staaten in Estland eingetroffen. Estland hat derzeit den rotierenden Vorsitz der NB8 inne.
Ukraine zielt auf Straßenverbindung zur Krim
Die ukrainische Armee attackiert weiter eine wichtige Straßenverbindung auf die Krim. Die Brücke von Tschonhar sei die zweite Nacht in Folge durch Drohnenangriffe beschädigt worden. Die Angriffe zielen darauf ab, die Krim militärisch abzuriegeln.
IfW schlägt Strafzoll auf Russland-Handel vor
Wirtschaftsforscher des Kieler Instituts für Weltwirtschaft schlagen einen Strafzoll auf den verbliebenen Handel zwischen der EU und Russland vor. Mit den Einnahmen solle die Ukraine unterstützt werden. Ein solcher „Ukraine-Unterstützungszoll“ könne jährlich zwischen elf und 16 Milliarden Euro einbringen.
Russland und Belarus zu Atomwaffeneinsatz bereit
Russland und Belarus sind nach russischen Angaben jederzeit bereit, alle verfügbaren Mittel einschließlich Atomwaffen einzusetzen, um ihre Sicherheit zu gewährleisten.
Drei Tote bei russischem Angriff auf Region Charkiw
Bei einem russischen Angriff auf die Stadt Tschuhujiw in der Region Charkiw wurden drei Menschen getötet. Rettungskräfte löschten ein Feuer.
Selenskyj: Positives Gespräch mit US-Gesandten
Selenskyj führte ein positives Gespräch mit den US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner über eine Beilegung des Ukraine-Kriegs. Man habe über die Aussichten auf Gespräche beim kommenden G7-Gipfel gesprochen.
Moskau gibt Kraftstoff-Probleme zu
Das russische Energieministerium räumte Probleme bei der Kraftstoffversorgung infolge ukrainischer Angriffe ein. Ein Stab soll eine stabile Versorgung sicherstellen.
Tote und Verletzte nach russischen Angriffen
Durch russische Angriffe sind in der Ukraine mindestens drei Zivilisten getötet und viele weitere verletzt worden. In Saporischschja starben zwei Menschen, in Sumy ein Mann. In Slowjansk gab es sieben Verletzte.
EU: Sanktionen kosten Russland bis zu 1,5 Billionen Dollar
Westliche Sanktionen haben Russland nach EU-Angaben schätzungsweise 1,2 bis 1,5 Billionen Dollar gekostet. Weitere Sanktionen gegen über 80 Akteure sind in Vorbereitung.
Putin lehnt Verhandlungen ab
Die russische Führung hat die neue Initiative für Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Krieges abgelehnt. Kremlsprecher Peskow warf den europäischen Staaten Doppelzüngigkeit vor.
Chodorkowski zu zehn Jahren Haft verurteilt
Die russische Justiz hat den Kremlkritiker Michail Chodorkowski in Abwesenheit zu zehn Jahren Haft verurteilt. Ihm wurde vorgeworfen, angebliche Unwahrheiten über die russische Armee verbreitet zu haben.
EU überweist weitere Milliardenhilfen an Ukraine
Die EU hat der Ukraine weitere Finanzhilfen in Höhe von knapp 2,8 Milliarden Euro ausgezahlt. Die Gelder sollen für soziale und humanitäre Bedarfe verwendet werden.
Ukraine meldet Angriffe auf russische Ölanlagen
Das ukrainische Militär griff das Öldepot Gruschowa und eine Pumpstation in der Region Wolgograd an. An beiden Anlagen brachen Brände aus.
Ukraine meldet Rückeroberung von mehr als 600 Quadratkilometern
Die ukrainischen Streitkräfte haben seit Anfang 2026 mehr als 600 Quadratkilometer Land von Russland zurückerobert. Allein im Mai habe die Ukraine 100 Quadratkilometer mehr unter Kontrolle gebracht, als sie verloren habe.
Drohnentrümmer in Moldau entdeckt
In der Republik Moldau wurden Trümmer einer Drohne auf einem Feld unweit der ukrainischen Grenze gefunden. Die Herkunft wird noch untersucht.



