Ukraine-Krieg: EU-Spitzen beraten mit Selenskyj über Friedensverhandlungen
Ukraine: EU-Spitzen beraten mit Selenskyj über Frieden

EU-Spitzen beraten mit Selenskyj über Friedensverhandlungen

Die Regierungschefs von Deutschland, Großbritannien und Frankreich planen einem Bericht von Bloomberg zufolge ein Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, um über Möglichkeiten zur Aufnahme von Friedensverhandlungen mit Russland zu beraten. Das persönliche Gespräch soll am Sonntagabend in Großbritannien stattfinden. Bloomberg beruft sich dabei auf informierte Quellen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte zuvor beim Westbalkangipfel der EU angedeutet, dass europäische Regierungschefs Selenskyj in den kommenden Tagen treffen könnten. „Wir waren immer für direkte Verhandlungen zwischen der Ukraine und dem Kreml“, so Macron. Die Europäer könnten dabei unterstützend wirken.

Selenskyj hatte Putin am Donnerstag in einem offenen Brief zu Friedensverhandlungen aufgefordert. Die russische Wirtschaft gilt nach mehr als vier Jahren Krieg als geschwächt. Ukrainische Drohnenangriffe dringen zunehmend ins russische Landesinnere vor und beschädigen die Öl-Infrastruktur.

Fünf Aserbaidschaner bei Angriff im Asowschen Meer getötet

Im Asowschen Meer sind bei einem Drohnenangriff auf zwei Frachtschiffe fünf aserbaidschanische Seeleute ums Leben gekommen. Drei weitere wurden verletzt, wie das aserbaidschanische Außenministerium mitteilte. Auf den Schiffen befanden sich insgesamt 25 aserbaidschanische Staatsbürger, die Schiffe selbst gehören jedoch nicht zu Aserbaidschan. Das Asowsche Meer ist ein Teil des Schwarzen Meeres und wird von der Ukraine und Russland umschlossen. Seit der russischen Invasion hat die Ukraine jedoch keinen Zugang mehr zu diesem Gewässer.

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Regionale Waffenruhe für Reparaturen am AKW Saporischschja

Die Ukraine und Russland haben sich erneut auf eine begrenzte Waffenruhe geeinigt, um wichtige Reparaturen am Atomkraftwerk Saporischschja zu ermöglichen. Dies gab die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien bekannt, die zwischen den Konfliktparteien vermittelt hatte. Während der Feuerpause soll eine Stromleitung wiederhergestellt werden, um das Risiko eines nuklearen Unfalls zu verringern.

Vier Tote bei russischem Drohnenangriff nahe Kiew

Bei einem russischen Drohnenangriff auf eine Lebensmittelfabrik nahe Kiew wurden nach ukrainischen Angaben vier Menschen getötet und sieben verletzt. Der regionale Gouverneur Mykola Kalaschnyk teilte auf Telegram mit, dass zwei weitere Personen unter den Trümmern vermutet werden. Der Angriff verursachte zudem ein Feuer in einem Verwaltungsgebäude des Betriebs, der Babynahrung herstellt. Rettungskräfte sind weiterhin im Einsatz.

Wadephul ruft Putin zu Verhandlungen mit Europäern auf

Außenminister Johann Wadephul hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin eindringlich zu Verhandlungen über eine Friedenslösung in der Ukraine unter Beteiligung der Europäer aufgefordert. „Es ist jetzt an der Zeit, an den Verhandlungstisch zu kommen“, appellierte der CDU-Politiker beim Treffen mit seinem mexikanischen Kollegen Roberto Velasco in Mexiko-Stadt. „Ich glaube, alle sehen, dass der Konflikt in einer Phase ist, die dringend nach einem Ende verlangt.“ Vor dem Hintergrund stockender US-Vermittlungsbemühungen hatte Selenskyj zuvor in einem offenen Brief direkte Friedensgespräche angeboten.

USA: Ukraine-Hilfen nehmen erste Hürde – Trump könnte bremsen

Das US-Repräsentantenhaus hat einen Gesetzentwurf über weitere Ukraine-Hilfen und neue Sanktionen gegen Russland verabschiedet. Das Vorhaben sieht eine Milliarde Dollar an Hilfsgeldern und bis zu acht Milliarden Dollar an Krediten für Kiew vor. Zudem sind strenge Sanktionen gegen den russischen Finanz-, Öl- und Bergbausektor geplant. Einige Republikaner setzten sich über den Willen der eigenen Parteiführung hinweg, um die Abstimmung zu erzwingen. Der Weg des Vorhabens ist jedoch ungewiss: Es muss noch vom Senat gebilligt werden, und US-Präsident Donald Trump dürfte sein Veto einlegen.

Ukraine: Tote und Verletzte bei Gleitbombenangriff auf Saporischschja

Bei einem russischen Angriff auf die südostukrainische Region Saporischschja ist nach Angaben des Gouverneurs eine Frau ums Leben gekommen. Elf weitere Menschen wurden bei dem Angriff mit Gleitbomben verletzt, teilte Gouverneur Iwan Fedorow auf Telegram mit. Am Abend herrschte dort immer wieder Luftalarm.

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Insider: Pentagon dürfte Raketen-Lieferung an Deutschland absagen

Das US-Verteidigungsministerium wird einem Medienbericht zufolge die geplante Lieferung von „Tomahawk“-Marschflugkörpern an Deutschland absagen. Grund dafür sei die Sorge von US-Regierungsvertretern, dass Russland die Stationierung der Präzisionswaffen als Eskalation betrachten und Vergeltung üben könnte, wie „Politico“ unter Berufung auf Insider berichtet. Zudem sorgt sich die US-Regierung um ihre eigenen schrumpfenden Bestände, da in den ersten Wochen des Iran-Krieges Tausende „Tomahawk“- und „Patriot“-Lenkwaffen verschossen wurden.

Putin: Warnung vor russischer Bedrohung sei Unsinn

Kremlchef Wladimir Putin hat die im Westen verbreiteten Warnungen vor einer russischen Gefahr und einem möglichen Angriff auf ein Nato-Land als „Unsinn“ zurückgewiesen. „Aber meiner Meinung nach ist es nicht nur Unsinn – es ist eine bewusste Provokation“, sagte Putin bei einem Treffen mit Vertretern internationaler Nachrichtenagenturen. Es werde gezielt eine Bedrohungslage heraufbeschworen, „die in Wirklichkeit gar nicht existiert“. Ziel sei es, die Bevölkerung der eigenen Länder dazu zu zwingen, mehr Geld für die Verteidigung auszugeben. „Jeder, der denkt, dass Russland das Territorium der Nato überfallen könnte, sollte sich die Frage stellen: Wozu?“, so Putin.

Selenskyj schlägt Putin Treffen vor – Warnung vor Fortsetzung des Krieges

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat dem russischen Staatschef Wladimir Putin in einem offenen Brief ein Treffen vorgeschlagen, um ein Ende des Krieges zu vereinbaren. Die Mehrheit der Russen sei der ukrainischen Raketen- und Drohnenangriffe, der Inflation und der Treibstoffknappheit überdrüssig und bereit für den Frieden, erklärte Selenskyj. Sollte Putin nicht zu dem Schluss kommen, dass es Zeit für ein Kriegsende sei, werde die Ukraine weiter um ihre Existenz kämpfen. Dies könne Putins Machtposition gefährden. „Es ist eine Tatsache in der russischen Geschichte, die Sie gut kennen: Wenn Russland müde wird, steht ein Wandel bevor“, heißt es in dem Schreiben.

Putin: Schröder wäre guter Vermittler zwischen Russland und Europa

Der russische Präsident Wladimir Putin hat den früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder als möglichen Mittelsmann zwischen Russland und Europa ins Spiel gebracht. „Wer sonst als Schröder könnte als Vermittler auftreten?“, sagte Putin vor Journalisten in St. Petersburg. Schröder sei vertrauenswürdig und kein Freund, sondern ein deutscher Staatsmann, der seine eigenen Ansichten habe und bereit sei, für diese einzustehen. Moskau versuche Europa jedoch nicht vorzuschreiben, wen es für Gespräche mit Russland benennen solle.

Putin: Russland zu diplomatischer Lösung des Ukraine-Kriegs bereit

Der russische Präsident Wladimir Putin ist nach eigenen Worten zu einer diplomatischen Lösung des Ukraine-Kriegs bereit. Dabei wolle er sich an Kompromisse halten, auf die er sich mit US-Präsident Donald Trump bei einem Treffen in Alaska verständigt habe, sagte Putin am Rande eines Wirtschaftsforums. Wenn auch die ukrainische Seite diesen nicht näher bezeichneten Vereinbarungen zustimme, werde der Konflikt schnell enden. Notfalls werde Russland die Ukraine aber auf dem Schlachtfeld besiegen. Putin bekräftigte seine Forderung, dass die Ukraine für Frieden den Rest der ostukrainischen Donbass-Region aufgeben müsse. Russland kontrolliere inzwischen die Region Luhansk vollständig und Donezk zu mehr als 85 Prozent.

Ukraine sieht Waffenexport als langfristige Einnahmequelle

Die Ukraine strebt eine stärkere Orientierung ihrer Rüstungsindustrie auf den Export an. „Der Waffenexport soll zu einer dauerhaften Quelle wirtschaftlicher Stärke für die Ukraine werden“, sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videobotschaft. Sicherheitsrat, Verteidigungsministerium und Parlament sollen demnach unter Berücksichtigung des eigenen Waffenbedarfs unverzüglich die gesetzliche Basis für eine Waffenausfuhr ausarbeiten. Gleichzeitig hofft Selenskyj noch im Juni auf den Erhalt erster Gelder aus einem Kredit der Europäischen Union über 90 Milliarden Euro, die auch für Rüstungszwecke verwendet werden sollen.

Putin lehnt EU-Staaten als Vermittler im Ukraine-Krieg ab

Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Vorstellung zurückgewiesen, dass EU-Staaten bei Friedensgesprächen zwischen Russland und der Ukraine als Vermittler auftreten könnten. „Vermittlung setzt Neutralität voraus. Wo ist hier die Neutralität?“, fragte er bei einem Treffen mit Vertretern internationaler Nachrichtenagenturen am Rande des Wirtschaftsforums in St. Petersburg.

Putin: Russland zu Erdgaslieferungen durch Nord Stream bereit

Russland ist nach den Worten von Präsident Wladimir Putin bereit, die Erdgaslieferungen nach Deutschland durch die Pipeline Nord Stream wieder aufzunehmen. Die Entscheidung darüber liege nun bei der Bundesregierung in Berlin, sagte Putin. Die Pipeline war 2022 bei Unterwasser-Explosionen schwer beschädigt worden.

Putin zeigt sich weiter siegesgewiss bei Wirtschaftsforum

Kremlchef Wladimir Putin beharrt auf seiner Forderung nach einer vollständigen russischen Kontrolle der Gebiete Donezk und Luhansk als Voraussetzung für einen Frieden in der Ukraine. Die Forderung sei kein Widerspruch zu der postulierten Dialogbereitschaft, sagte Putin beim Treffen mit ausländischen Nachrichtenagenturen. Der russische Präsident wiederholte dabei alte Thesen: Russland greife auf ganzer Front an, sagte er. Der Ukraine wiederum fehlten Soldaten, weil die monatlichen Verluste und Desertationen bei weitem die Neurekrutierungen überstiegen. Das Defizit bezifferte er auf insgesamt 30.000 Mann pro Monat. Die Zahl von 15.000 laut Putin in die ukrainische Armee gepressten Rekruten steht dabei im Widerspruch zu den offiziellen Angaben aus Kiew. Danach werden mehr als 30.000 pro Monat neu gewonnen. Der russische Präsident verwies zur Begründung seiner Forderung nach dem gesamten Donbass auch auf Gebietsgewinne, die das russische Militär seinen Angaben nach ständig mache. Dabei liegt die von ihm angegebene Zahl von 2.440 Quadratkilometern ebenfalls deutlich über Kiews Angaben. Nach Berechnungen regierungsnaher ukrainischer Militärbeobachter hat die russische Armee mit abnehmendem Tempo seit Jahresbeginn knapp 700 Quadratkilometer erobert.

Tote nach russischem Angriff im Gebiet Sumy

Bei einem russischen Angriff auf das grenznahe nordostukrainische Gebiet Sumy sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Vier verletzte Frauen seien in Krankenhäuser gebracht worden, teilte Militärgouverneur Oleh Hryhorow bei Telegram mit. Zu den näheren Umständen der Attacke machte er keine Angaben. Die betroffene Siedlung Jampil ist nur etwa 20 Kilometer von der russischen Grenze entfernt.

Babis schlägt Merz als Verhandler mit Putin vor

Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis hat Bundeskanzler Friedrich Merz als Unterhändler mit Moskau vorgeschlagen. „Merz soll die EU in allen Gesprächen mit Russland über die Ukraine vertreten“, zitierte die Nachrichtenagentur CTK Babis. In deutschen Regierungskreisen hieß es am Mittwoch, dass sich ein Fenster für Gespräche mit Russland öffne, es bis dahin aber noch Monate dauern werde. Deutschland wolle keinen Alleingang, die E3 mit Frankreich und Großbritannien werde eine wichtige Rolle spielen.

Französisches Militär berichtet über etliche Provokationen Russlands über Ostsee

Französische Kampfflugzeuge sind in der vergangenen Woche im Rahmen eines Nato-Einsatzes elf Mal aufgestiegen, um russische Militärmaschinen über der Ostsee abzufangen. Die hohe Zahl an Abfangeinsätzen könne ein Signal sein, dass Russland in der Woche seines Wirtschaftsforums in St. Petersburg seine Muskeln spielen lassen wolle, sagte der Sprecher der französischen Streitkräfte und sprach von Provokationen. Die französische Einheit, die im Rahmen der Nato-Luftraumüberwachung im Baltikum eingesetzt ist, habe mehrere russische Militärflugzeuge abgefangen, die ohne Flugpläne oder Funkkontakt flogen. Der Nato-Einsatz „Baltic Air Policing“ sichert den Luftraum der drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen.

Ukraine hat Schießpulverfabrik in russischem Rjasan angegriffen

Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben eine Schießpulverfabrik in der russischen Oblast Rjasan angegriffen. Als Folge des Angriffs sei ein Feuer ausgebrochen, das eine Fläche von 400 Quadratmetern umfasse, teilte der ukrainische Generalstab auf Telegram mit. Rjasan liegt nicht an der Grenze zur Ukraine, sondern weiter im Landesinneren südlich von Moskau.

Moskau: Erwarten wieder Kontakt zu Kushner und Witkoff

Der russische Investitionsbeauftragte Kirill Dmitrijew rechnet der staatlichen russischen Nachrichtenagentur RIA zufolge damit, dass es noch in dieser Woche Kontakt zu den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner geben wird. Die beiden hatten zwischen Russland und der Ukraine vermittelt. Die Friedensbemühungen gerieten ins Stocken, nachdem die USA und Israel am 28. Februar den Krieg gegen den Iran begonnen hatten.

Russland: Tote und Verletzte bei Angriff auf die Krim

Bei einem neuen ukrainischen Drohnenangriff auf die von Russland annektierte Halbinsel Krim im Schwarzen Meer sind nach Angaben der Behörden mindestens vier Menschen getötet und neun weitere verletzt worden. Der von Moskau eingesetzte Chef der Halbinsel, Sergej Aksjonow, teilte auf Telegram mit, dass in der Krim-Hauptstadt drei Menschen getötet und sieben verletzt worden seien. Später meldete er noch einen Toten und zwei Verletzte nach einem ukrainischen Drohnenangriff auf einen Nahverkehrszug. Russland hatte die Krim 2014 annektiert und nutzt sie als Aufmarschgebiet für seine Truppen. Kiew will mit den Drohnenangriffen den militärischen Nachschub stören.

Ukraine: Weiter systematische Angriffe auf Infrastruktur

Russland setzt nach ukrainischen Angaben seine systematischen Angriffe auf die Logistik-Infrastruktur der Ukraine fort. Allein im April habe es mehr als 500 Drohnenangriffe gegeben, schrieb der stellvertretende Ministerpräsident Olexij Kuleba auf Telegram. Demnach würden die ukrainischen Häfen praktisch jeden zweiten Tag angegriffen. Trotz der Angriffe funktioniere der ukrainische See-Exportkorridor jedoch weiter. Die Seehäfen des Landes hätten im laufenden Jahr 2025 bislang fast 35 Millionen Tonnen Fracht umgeschlagen.

Russland: Drei Tote bei Angriff auf Krim-Stadt Simferopol

Bei einem ukrainischen Angriff auf die Stadt Simferopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim wurden nach russischen Angaben drei Menschen getötet und sieben weitere verletzt. Dies teilte der von Moskau eingesetzte Gouverneur Sergej Aksjonow auf Telegram mit. Um welche Art von Angriff es sich handelte, ließ er offen.

Ukraine: EU-Staaten geben grünes Licht für erste Phase der Beitrittsgespräche

Alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union haben der Ukraine zufolge der Eröffnung der ersten Phase der Beitrittsgespräche mit der Ukraine und der Republik Moldau zugestimmt. Dies teilte die ukrainische Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko auf der Plattform X mit. „Großartige Neuigkeiten. Wir sind der EU-Mitgliedschaft einen Schritt näher gekommen und bewegen uns stetig auf unser Ziel zu“, schrieb sie.