Trump verlangt Nachbesserungen am Iran-Abkommen
Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über ein Rahmenabkommen zur Verlängerung der Waffenruhe stocken erneut. US-Präsident Donald Trump hat laut übereinstimmenden Medienberichten Änderungen an dem bereits ausgehandelten Entwurf gefordert. Die New York Times berichtet unter Berufung auf eingeweihte Kreise, dass Trump den überarbeiteten Entwurf an Teheran geschickt habe. Der genaue Inhalt der Änderungen ist jedoch unklar.
Laut dem Nachrichtenportal Axios will Trump mehrere Punkte des Abkommens verschärfen, die ihm persönlich wichtig sind. Dies könnte die Gespräche um mehrere Tage verzögern. Ein hochrangiger US-Beamter erklärte, man sei bereit zu warten, bis der Präsident bekomme, was er verlange. „Es könnte eine Woche dauern, es könnte schneller gehen, es könnte auch länger dauern. Wir hoffen, zum Wochenwechsel etwas vorweisen zu können“, so der Beamte.
Streitpunkt eingefrorene Vermögen
Ein zentraler Streitpunkt ist die Freigabe eingefrorener iranischer Auslandsvermögen in Höhe von über 100 Milliarden US-Dollar. Die New York Times schreibt, dass Trump dies als „bittere Pille“ betrachte, insbesondere da er frühere US-Präsidenten für Sanktionslockerungen an den Iran kritisiert hatte. Iranische Medien und Beobachter betonen, dass eine vorläufige Einigung für Teheran entscheidend von der Freigabe dieser Gelder abhängt.
Zudem hat Trump laut Axios noch nicht den geplanten Umgang mit iranischen Beständen hoch angereicherten Urans gebilligt. Auch die Formulierungen zur vollständigen Wiedereröffnung der Straße von Hormus für den Schiffsverkehr seien noch nicht abgesegnet.
Drohung mit Militäroperationen
In einem Interview mit Fox News drohte Trump mit einem Wiederaufflammen des Iran-Krieges. Er bevorzuge ein Abkommen, sei aber bereit, zu Militäroperationen zurückzukehren. Verteidigungsminister Pete Hegseth bekräftigte diese Drohung auf einem Forum in Singapur: „Unsere Bestände sind mehr als ausreichend – sowohl vor Ort als auch weltweit. Wenn es notwendig ist, können wir wieder starten.“
Verhandlungen in einer Höhle
Die Kommunikation mit dem Iran gestaltet sich schwierig. Ein hochrangiger Regierungsbeamter wurde von Axios zitiert: „Sie sitzen buchstäblich in Höhlen und nutzen keine E-Mails.“ Trump sei mitgeteilt worden, dass es etwa drei Tage dauern würde, bis die Iraner antworten. Trotz der Hürden zeigte sich der Beamte zuversichtlich: „Es wird eine Einigung geben. Wie schnell, werden wir sehen.“



