Dokumentenaffäre: Trump-Kritiker Bolton will sich schuldig bekennen
Trump-Kritiker Bolton: Schuldbekenntnis geplant

Der frühere Nationale Sicherheitsberater der USA, John Bolton, will sich im Verfahren um den Umgang mit geheimen Dokumenten offenbar schuldig bekennen. Medienberichten zufolge ist das Schuldbekenntnis Teil einer Einigung mit der Staatsanwaltschaft. Unter anderem CNN und die New York Times berichteten unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen darüber. Bolton war in Trumps erster Amtszeit als Sicherheitsberater tätig und gilt heute als einer der bekanntesten Kritiker des Präsidenten.

Vorwürfe gegen Bolton

Dem 77-Jährigen wird vorgeworfen, während seiner Zeit als Trumps Nationaler Sicherheitsberater vertrauliche Informationen weitergegeben und streng geheime Dokumente unrechtmäßig in seinem Haus aufbewahrt zu haben. Ein Verhandlungstermin ist für Ende Juni angesetzt. Noch im Oktober 2025 hatte Bolton auf nicht schuldig plädiert. Gerichtsdokumenten des zuständigen Gerichts in Greenbelt im Bundesstaat Maryland zufolge ist am 26. Juni ein Verhandlungstermin angesetzt, bei dem der 77-Jährige für ein erneutes Plädoyer vorgeladen ist.

Einigung mit der Staatsanwaltschaft

Teil der geplanten Vereinbarung ist laut Medien eine Zahlung Boltons von über 2 Millionen US-Dollar, was rund 1,7 Millionen Euro entspricht. Laut New York Times muss das Gericht der Einigung noch zustimmen. Trotz der Einigung könnten Bolton bis zu fünf Jahre Haft drohen.

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Boltons Werdegang und Kritik an Trump

Bolton war in Trumps erster Amtszeit (2017-2021) zeitweise dessen Nationaler Sicherheitsberater. Der langjährige Diplomat, der als außenpolitischer Hardliner gilt, trat nach rund eineinhalb Jahren im Amt im Streit mit Trump zurück. Anschließend wurde er zu einem seiner schärfsten Kritiker. Im Jahr 2020 veröffentlichte Bolton ein Enthüllungsbuch, in dem er ein vernichtendes Bild von Trump zeichnete. Die Trump-Regierung hatte vergeblich versucht, die Publikation zu stoppen.

Ein Schuldeingeständnis Boltons dürfte als Sieg des US-Präsidenten gewertet werden, da dieser immer wieder versucht, prominente Gegner offiziell von der Justiz beschuldigen zu lassen. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Anklage wegen angeblicher Falschaussage gegen den ehemaligen FBI-Direktor James Comey Schlagzeilen gemacht, die auf Druck Trumps zustande gekommen sein soll.

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