Trump erneut enttäuscht über Deutschland – Rutte nimmt Berlin in Schutz
Trump enttäuscht über Deutschland – Rutte verteidigt Berlin

US-Präsident Donald Trump hat sich bei einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte erneut enttäuscht über Deutschland geäußert. Bei einem gemeinsamen Auftritt im Weißen Haus am Mittwoch beklagte Trump, die USA hätten hunderte Millionen Dollar für die in Deutschland stationierten Truppen gezahlt. Im Iran-Krieg habe er Berlin um Unterstützung gebeten: „Gebt uns einen kleinen Stups, gebt uns ein kleines Küsschen“, sagte er. „Aber sie haben nein gesagt.“

Rutte verteidigt Deutschland

Nato-Generalsekretär Mark Rutte zeigte grundsätzlich Verständnis für Trumps Verärgerung über die aus seiner Sicht mangelnde Unterstützung durch die Verbündeten im Iran-Krieg. Es handele sich jedoch um „Einzelfälle“, sagte der Niederländer. Deutschland etwa habe gegenüber den USA „seine bilateralen Verpflichtungen erfüllt“. Zudem habe die Bundesregierung die Verteidigungsausgaben wie von Trump verlangt deutlich gesteigert.

Gipfelvorbereitung und Ukraine-Unterstützung

Bei dem Treffen mit Rutte ging es nach Nato-Angaben um die Vorbereitung des Gipfels am 7. und 8. Juli in der türkischen Hauptstadt Ankara. Vor dem Treffen hatte Rutte per Videoschalte an einem Treffen der E5-Gruppe zur Unterstützung der Ukraine in Berlin teilgenommen.

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Angespanntes Verhältnis zwischen USA und Nato-Verbündeten

Das Verhältnis zwischen den USA und den anderen Nato-Verbündeten ist seit längerem angespannt. Trump hat die europäischen Länder wiederholt gedrängt, mehr Verantwortung für ihre eigene Verteidigung zu übernehmen. Zudem kritisierte er Länder wie Italien und Deutschland dafür, die USA im Iran-Krieg nicht ausreichend unterstützt zu haben. Zuletzt bekräftigte er seine Drohung, sie im Ernstfall nicht zu verteidigen.

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