Trump bricht NBC-Interview wutentbrannt ab: „Sie sind korrupt“
Trump bricht NBC-Interview ab: „Sie sind korrupt“

Eklat im US-Fernsehen: Trump bricht Interview ab

US-Präsident Donald Trump hat ein Fernsehinterview mit dem Sender NBC vorzeitig und wutentbrannt beendet. Der Grund: Die Journalistin Kristen Welker konfrontierte ihn mit seinen unbelegten Behauptungen über manipulierte Wahlen in den USA. Das Gespräch in der Sendung „Meet the Press“ eskalierte, als Trump erneut die Legitimität der Präsidentschaftswahl 2020 anzweifelte, die er gegen Joe Biden verloren hatte.

Vorwürfe der Wahlmanipulation ohne Beweise

Trump behauptete in dem Interview, die Vorwahlen in Kalifornien seien manipuliert worden und wiederholte seine altbekannte Verschwörungserzählung von der angeblich gestohlenen Wahl 2020. Welker wies ihn darauf hin, dass es für diese Behauptungen keinerlei Beweise gebe. „Alles, was ich tun muss, ist hinzuschauen“, entgegnete Trump daraufhin. Die Journalistin blieb hartnäckig: „Das ist kein Beweis.“

Wutausbruch und Abbruch des Gesprächs

Die Stimmung kippte endgültig, als Trump in Rage geriet und Welker sowie den Sender beschimpfte: „Sie sind korrupt, und Meet the Press ist korrupt, und ebenso ABC und NBC und CNN – einseitige, korrupte Sender. Beenden wir es, denn ich habe genug.“ Mit diesen Worten stand der Präsident auf und verließ das Studio. Welker versuchte noch, das Interview zu retten, doch Trump ließ sich nicht umstimmen.

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Weitere Themen: Iran-Krieg und Benzinpreise

Trotz des abrupten Endes gelang es Welker, Trump zuvor zu weiteren wichtigen Themen zu befragen, darunter der Iran-Krieg und die Benzinpreise. Dabei schloss Trump eine Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte im Vorfeld einer Einigung mit Teheran kategorisch aus. „Nein. Das kommt später“, sagte er in dem bereits am Freitag aufgezeichneten und am Sonntag ausgestrahlten Interview. „Wenn sie sich gut benehmen, wenn sie einen guten Job machen, beginnen wir mit den Gesprächen.“

Hintergrund: Iran verlangt Freigabe von Geldern

Iran macht seinerseits jede Einigung mit den USA auf eine dauerhafte Beendigung des Krieges davon abhängig, dass ein Teil der eingefrorenen Gelder freigegeben wird. Im Rahmen westlicher Sanktionen sind iranische Vermögenswerte in Milliardenhöhe im Ausland blockiert. Der Militärberater von Irans oberstem Führer, Mohsen Resai, machte am Samstag den Streit um die eingefrorenen Vermögenswerte für das Stocken der Friedensgespräche verantwortlich und verlangt die Freigabe der Gelder.

US-Finanzministerium erwägt alternative Verwendung

Wie die Nachrichtenagentur AFP aus mit dem Fall vertrauten Kreisen erfuhr, erwägt das US-Finanzministerium, die iranischen Vermögenswerte für die Entschädigung der durch den Iran angegriffenen Golfstaaten zu nutzen. Dies würde den Druck auf Teheran weiter erhöhen.

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