Iran-Krieg: Rubio widerspricht Netanjahus Gaza-Vorstoß – Trump bekräftigt Gespräche
Rubio: Netanjahus Gaza-Vorstoß nicht in Trumps Plan

Rubio: Netanjahus Gaza-Vorstoß nicht Teil von Trumps Plan

US-Außenminister Marco Rubio hat sich von Äußerungen des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu distanziert, wonach Israel 70 Prozent des Gazastreifens erobern will. In einer Anhörung im Repräsentantenhaus sagte Rubio am Dienstag, Netanjahus Darstellung sei nicht Bestandteil des 20-Punkte-Plans von Präsident Donald Trump zur Beendigung des Konflikts zwischen Israel und der militant-islamistischen Hamas.

Die Demokratin Rose DeLauro aus Connecticut, ranghöchste Abgeordnete im Haushaltsausschuss, hatte Rubio gefragt, wie die US-Regierung zu dem israelischen Ziel einer weitreichenden Einnahme des Gazastreifens stehe. Rubio entgegnete, der US-Plan ziele darauf ab, die Herrschaft der Hamas zu beenden und das Gebiet wieder aufzubauen. „Wir haben einen Plan – der sieht das nicht vor“, sagte Rubio. Ziel sei ein Gazastreifen, der von einer Instanz regiert werde, die nicht zur Hamas gehöre, erklärte der Außenminister. Dies liege letztlich auch im Interesse Israels.

Trump: Gespräche mit Iran laufen ununterbrochen weiter

US-Präsident Donald Trump bekräftigt ungeachtet gegenteiliger Aussagen aus dem Iran, dass die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran zum Iran-Krieg andauern. „Fake-News-Berichte, wonach die Islamische Republik Iran und die USA vor einigen Tagen die Gespräche eingestellt hätten, sind falsch und irreführend“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. „Die Gespräche zwischen uns laufen ununterbrochen weiter, auch vor vier Tagen, vor drei Tagen, vor zwei Tagen, vor einem Tag und heute.“

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„Wohin sie führen, weiß man nie“, schrieb Trump weiter. Aber er habe dem Iran gesagt: „Es ist an der Zeit, dass ihr auf die eine oder andere Weise einen Deal abschließt. Ihr macht das schon seit 47 Jahren, und das darf nicht länger so weitergehen“, und spielte damit auf die Revolution von 1979 an, bei der die Monarchie durch die Islamische Republik ersetzt wurde.

Irak sucht neue Öl-Exportwege – Pipeline-Lieferungen sollen steigen

Angesichts der Sperrung der Straße von Hormus will der Irak seine Rohölexporte per Pipeline und Lastwagen massiv ausweiten. Die Ausfuhren durch Pipelines sollen in den kommenden zweieinhalb Monaten von 220.000 auf 770.000 Barrel pro Tag steigen, teilt die Regierung mit. Zudem seien Lieferungen per Lkw in Nachbarländer im Umfang von 420.000 Barrel pro Tag geplant. Das Kabinett billigt dafür ein Abkommen mit Syrien, um Rohöl über die Mittelmeerhäfen Banijas und Tartus zu verschiffen.

Netanjahu: Irans Führung solle „aus der Welt verschwinden“

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hält an dem Ziel fest, die iranische Regierung stürzen zu wollen. Die Führung in Teheran sei „dazu bestimmt, aus der Welt zu verschwinden“, sagte er bei einer Zeremonie zum Amtsantritt des neuen Leiters des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad, Roman Gofman. „Und wir werden ihr dabei helfen, dieses Ziel zu erreichen“. Einzelheiten dazu, wie genau dies gelingen soll, ließ er offen. Zu Beginn des Kriegs hatte US-Präsident Donald Trump die iranische Bevölkerung ermutigt, ihre Führung zu stürzen. Später äußerte er sich zu dem Thema nicht mehr. Auch Netanjahu forderte die Menschen im Iran mehrfach dazu auf, sich gegen ihre Regierung aufzulehnen. Beobachter in Israel mutmaßten, Israel sei der Sturz der Führung in Teheran wichtiger als den USA. Seit einiger Zeit, vor allem seit Beginn der Waffenruhe am 8. April, erwähnte Netanjahu einen Machtwechsel im Iran dann auch nicht mehr.

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USA: Iran zu Verhandlungen über weitere Aspekte des Atomprogramms bereit

Der Iran ist nach Angaben von US-Außenminister Marco Rubio bereit, über Aspekte seines Atomprogramms zu verhandeln, die das Land zuvor in Gesprächen ausgeklammert habe. Dies sei jedoch keine Garantie für eine Übereinkunft zur Beendigung des Krieges, sagt Rubio vor Abgeordneten in Washington. Erste Voraussetzung für die laufenden Gespräche sei, dass die Regierung in Teheran die gesperrte Straße von Hormus wieder öffne und dies auch unmissverständlich bekanntgebe. Zudem müsse sich der Iran zu konkreten Verhandlungen über den Verbleib seines hochangereicherten Urans verpflichten. Eine Lockerung der Sanktionen sei an Bedingungen geknüpft und werde nicht allein für die Öffnung der Meerenge gewährt. Die konventionelle Verteidigung des Irans sei erheblich geschwächt worden, das Land verfüge aber noch über viele Drohnen, erklärt der Minister weiter.

Iran: Keine Gespräche mehr mit USA

Nach Wochen stagnierender Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA berichten iranische Medien von einem Ende der Verhandlungen zwischen den Kriegsparteien. Seit mehreren Tagen fänden keine Gespräche mehr zwischen Teheran und Washington statt, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht. Das Ende der indirekten Verhandlungen mit den USA komme im Zuge des andauernden Kriegs Israels im Libanon, hatte am Montag die iranische Agentur Tasnim berichtet. Solange der Krieg dort weitergehe, gebe es keine Gespräche, hieß es weiter. Israel führt im Libanon Krieg gegen die Hisbollah-Miliz, die vom Iran unterstützt wird. Noch am Montagabend hatte der iranische Verhandlungsführer und Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf auf X geschrieben, sollte „die israelische Aggression gegen den Libanon“ andauern, werde man „nicht nur den Verhandlungsweg stoppen, sondern auch in eine direkte Konfrontation mit dem Feind treten“. US-Präsident Donald Trump hatte auf Truth Social betont, die Gespräche mit Teheran würden in „schnellem Tempo“ fortgeführt. Zudem hatte Trump ein Ende der Kämpfe im Libanon angekündigt. Am Mittwoch sollen politische Gespräche zwischen Israel und dem Libanon in der US-Hauptstadt Washington fortgesetzt werden.

Libanon meldet acht Tote nach israelischen Angriffen

Bei israelischen Drohnenangriffen im Süden des Libanon sind nach libanesischen Angaben acht Menschen getötet worden. Nach Angaben der staatlichen libanesischen Nachrichtenagentur NNA vom Dienstag wurden bei einem Drohnenangriff ein Vater sowie dessen Sohn und Tochter getötet. Die libanesische Armee teilte zudem mit, dass zwei ihrer Soldaten bei einem weiteren Drohnenangriff leicht verletzt wurden. Die NNA meldete weitere tödliche Angriffe in den Orten Dschibschit und Tul sowie nahe Haruf. Dabei seien insgesamt fünf Menschen ums Leben gekommen. Das israelische Militär erklärte jedoch, ihm seien dort keine israelischen Angriffe bekannt. Die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz feuerte Panzerabwehrraketen auf israelische Soldaten im Südlibanon. In mehreren Gebieten im Norden Israels seien Warnsirenen ausgelöst worden, teilte das israelische Militär mit. Verletzte seien nicht gemeldet worden. Die Angriffe erfolgten einen Tag, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, Israel und die Hisbollah hätten einer Deeskalation zugestimmt. Trump hatte nach einem Telefonat mit Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu erklärt, Israel werde keine Truppen nach Beirut entsenden. Die Kämpfe gingen jedoch auf ähnlichem Niveau weiter. Trotz einer im April vereinbarten Waffenruhe greifen sich beide Seiten weiterhin an.

Unicef: Steigende Kosten durch Nahost-Krise bedrohen Kinder-Versorgung

Steigende Transportkosten und unterbrochene Lieferketten infolge der Nahost-Krise bedrohen nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef die Versorgung von Kindern mit lebensrettenden Hilfsgütern. Knapp 100 Tage nach Ausbruch des Iran-Krieges trieben die erhöhte Unsicherheit auf wichtigen Schifffahrtsrouten die Treibstoffpreise und Versicherungsprämien in die Höhe, erklärt Unicef. Zudem behinderten überlastete Ausweichhäfen die Lieferung von Hilfsgütern. Unicef sei wegen der Verzögerungen auf dem Seeweg zunehmend auf teurere Luftfracht angewiesen. Allein im ersten Quartal seien die jährlichen Zuwendungen von Logistikpartnern für Charterflüge fast aufgebraucht, um Hilfsgüter in den Libanon und in den Gazastreifen zu fliegen. Dort komme es zu Verzögerungen von vier bis sechs Wochen. Unicef schätzt, dass sich einige Lieferungen um bis zu sechs Monate verzögern. Die Umleitung von Schiffen um das Kap der Guten Hoffnung verlängere die Lieferzeiten um zwei bis vier Wochen. Die finanziellen Folgen seien erheblich. So sei das Transportbudget von Unicef in Mali im ersten Quartal um 36 Prozent gestiegen, was zu schmerzhaften Kompromissen zwinge. Es müsse abgewogen werden, ob weniger lebensrettende therapeutische Fertignahrung geliefert oder bei Programmen zur Wasserversorgung gespart werde.

Trump soll Netanjahu beschimpft haben

Bei einem Telefongespräch am Montag hat US-Präsident Donald Trump einem Medienbericht zufolge den israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu mit Kraftausdrücken beschimpft. Das berichtete das US-Nachrichtenportal „Axios“. Aus Kreisen um Netanjahu hieß es dagegen, es habe keine persönlichen Angriffe gegeben, das Gespräch sei angespannt verlaufen, habe aber mit Einigungen geendet. Trump beschrieb das Telefonat später auf Truth Social als „produktiv“. Der Auslöser für Trumps Wutausbruch sollen laut den US-Medien Drohungen Israels gewesen sein, angesichts einer Eskalation im Konflikt Israels mit der Hisbollah-Miliz wieder Ziele in der libanesischen Hauptstadt Beirut anzugreifen. Der Iran hatte daraufhin mit einem Abbruch der Verhandlungen mit den USA über ein mögliches Abkommen zur Beendigung des Krieges gedroht. „Du bist total verrückt“ (You're fucking crazy), habe Trump Netanjahu entgegengeschleudert, berichtete „Axios“ unter Berufung auf Insider. Der US-Präsident habe ihm auch Undankbarkeit vorgeworfen und gesagt, ohne ihn säße Netanjahu längst im Gefängnis. „Ich rette deinen Arsch“, sagte Trump demzufolge. „Alle hassen dich jetzt“ zitierte „Axios“ weiter aus Trumps Telefongespräch mit Netanjahu. „Alle hassen Israel wegen dieser Sache.“

Merz ruft zur Beruhigung der Lage im Libanon auf

Bundeskanzler Friedrich Merz ruft zur Beruhigung der Lage im Libanon auf. „Die Bundesregierung sieht die jüngste Eskalation der Gewalt im Süden des Landes mit großer Sorge“, sagte Merz nach einem Treffen mit Ungarns neuem Ministerpräsidenten Peter Magyar in Berlin. „Die Hisbollah muss sofort aufhören, die Menschen in Israel anzugreifen, und sie muss ihre Waffen niederlegen.“ Die Bundesregierung rufe auch Israel dringend dazu auf, die im April vereinbarte Waffenruhe einzuhalten. „Wir ermutigen Israel und Libanon, den eingeschlagenen Weg direkter Gespräche jetzt fortzusetzen“, so Merz.

Palästinenser: Drei Tote durch israelischen Beschuss im Gazastreifen

Im Gazastreifen sind durch israelischen Beschuss nach palästinensischen Angaben mindestens drei Menschen getötet worden. Bei einem Luftangriff auf ein Fahrzeug östlich von Deir al-Balah im Zentrum des Küstenstreifens sei ein Mensch ums Leben gekommen und vier weitere seien verletzt worden, teilten Mediziner mit. Bei einem Angriff in der nahe gelegenen Ortschaft Sawaida sei ein Mensch umgekommen und ein Mensch verletzt worden. Zudem sei ein Mann im Nordwesten von Chan Junis im Süden des Gazastreifens durch Schüsse israelischer Soldaten getötet worden. Das israelische Militär äußerte sich zunächst nicht dazu.

Trump nennt „nächste Woche“ für mögliche Iran-Einigung

US-Präsident Donald Trump hat die „nächste Woche“ als Zeitraum für eine mögliche Einigung mit dem Iran auf ein Rahmenabkommen genannt, das die Öffnung der Straße von Hormus umfasst. Das berichtete der US-Sender ABC News unter Berufung auf ein Telefoninterview mit Trump. Dieser habe ergänzt, dass er noch Punkte klären müsse und dem Abkommen noch nicht zugestimmt habe. Auch aus dem Iran gibt es bislang keine öffentliche Zusage für eine Einigung. Trump hat in der Vergangenheit immer wieder optimistische Zeitpläne bekanntgegeben, die dann schnell von der Realität eingeholt wurden.

Agentur: Iran berät noch über Vorschlag für Abkommen mit den USA

Der Iran hat sich einem Medienbericht zufolge noch nicht zu dem Vorschlag für ein Abkommen mit den USA geäußert. Die Beratungen über den finalen Text dauerten in Teheran an, meldet die iranische Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf iranische Verhandlungskreise. Wegen einer aus iranischer Sicht mangelnden Vertragstreue der USA in der Vergangenheit und tiefen Misstrauens prüfe die Führung in Teheran den Vorschlag mit großer Vorsicht. „Basierend auf früheren Erfahrungen strebt der Iran nach greifbaren und echten Vorteilen“, hieß es in den Verhandlungskreisen.

Israel meldet Angriff aus dem Libanon

Das israelische Militär teilt mit, es habe im Norden des Landes zwei aus dem Libanon abgefeuerte Geschosse abgefangen. Es habe keine Verletzten gegeben. Am Montag hatte der Libanon eine teilweise Waffenruhe zwischen der Hisbollah und Israel verkündet.

Netanjahu droht weiter mit Angriffen auf Hisbollah-Ziele

Israel hält an seiner harten Linie gegenüber der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon ungeachtet des von US-Präsident Donald Trump verkündeten Stopps gegenseitiger Angriffe fest. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu teilte am Abend auf der Plattform X mit, er habe mit Trump gesprochen und ihm mitgeteilt, dass Israel Terrorziele in der libanesischen Hauptstadt Beirut angreifen werde, sollte die Hisbollah ihre Angriffe auf israelische Städte nicht einstellen. „An dieser Haltung hält Israel unverändert fest“, schrieb Netanjahu weiter. Parallel dazu werde die israelische Armee ihre Operationen im Südlibanon wie geplant fortsetzen.

Libanon: Israels Angriffsstopp betrifft vorerst nur Beiruter Vororte

Der von US-Präsident Donald Trump angekündigte Stopp israelischer Angriffe auf die Hisbollah im Libanon bezieht sich nach Angaben von Libanons Präsidenten Joseph Aoun zunächst auf die südlichen Vororte der Hauptstadt Beirut. „Nach der vorgeschlagenen Vereinbarung werden die israelischen Angriffe auf die südlichen Vororte Beiruts eingestellt, während die Hisbollah im Gegenzug auf Angriffe gegen Israel verzichtet“, teilte das Präsidialamt auf X mit. Die Hisbollah ihrerseits habe dem US-Vorschlag für einen gegenseitigen Stopp der Angriffe mit Israel zugestimmt. Die libanesischen Behörden hätten eine entsprechende Bestätigung erhalten. Nach Angaben Aouns informierte US-Präsident Donald Trump die libanesische Botschafterin in Washington, Nada Hamadeh Moawad, darüber, dass auch Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu dem Vorschlag zugestimmt habe. Die für Dienstag und Mittwoch geplanten Verhandlungen sollen nach Angaben des Präsidialamtes fortgesetzt werden, um die jüngsten Fortschritte zu erörtern und darauf aufzubauen.

Trump: Gespräche mit dem Iran gehen weiter

US-Präsident Donald Trump zufolge gehen die Verhandlungen mit dem Iran weiter. „Die Gespräche mit der Islamischen Republik Iran werden in zügigem Tempo fortgesetzt“, schreibt Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social. Damit widerspricht er einem Bericht der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Tasnim. Diese meldete, die Regierung in Teheran setze die indirekten Verhandlungen mit den USA aus. Eine iranische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor. Anleger an der Wall Street reagieren positiv auf Trumps Aussage. Die beiden wichtigen US-Indizes S&P 500 und Nasdaq steigen in der Folge auf neue Höchststände und liegen 0,4, beziehungsweise 0,7 Prozent im Plus. Auch der zuvor um bis knapp acht Prozent gestiegene Ölpreis gibt wieder etwas nach.

Trump: Keine israelischen Truppen nach Beirut

Israel wird nach Angaben von US-Präsident Donald Trump keinen Militäreinsatz in Beirut unternehmen. „Es werden keine Truppen nach Beirut entsandt, und alle Truppen, die auf dem Weg sind, sind bereits umgekehrt“, teilt Trump auf der Plattform Truth Social mit. Zuvor habe er ein sehr konstruktives Telefonat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu geführt. Zudem habe er über hochrangige Vertreter mit der radikal-islamischen Hisbollah-Miliz gesprochen, die einer Einstellung der Kämpfe zugestimmt habe. Kurz zuvor sagten Insider der Nachrichtenagentur Reuters, Israel warte vor einem Vorstoß in die südlichen Vororte der libanesischen Hauptstadt auf die endgültige Zustimmung Trumps. Eine Stellungnahme der Regierung in Jerusalem liegt zunächst nicht vor.

Israel: Frankreich schließt Regierungsvertreter von Waffenmesse aus

Frankreich schließt nach israelischen Angaben Vertreter der Regierung in Jerusalem von der Waffenmesse Eurosatory in Paris aus. Ein Sprecher des israelischen Verteidigungsministeriums bezeichnet den Schritt als „schändliche Entscheidung“, die von politischem und kommerziellem Kalkül zeuge. Das französische Verteidigungsministerium erklärt, israelische Unternehmen dürften auf der Messe lediglich Ausrüstung zur Luft- und Raketenabwehr ausstellen. Ein Grund wird nicht genannt. Die Behörde geht nicht auf die Aussagen aus Israel zu Regierungsvertretern ein. Die Messe beginnt am 15. Juni.

Libanon: Schäden und Tote nach Angriff nahe einem Krankenhaus

Bei einem israelischen Luftangriff nahe einem Krankenhaus in der Küstenstadt Tyrus sind nach libanesischen Angaben mehrere Menschen getötet und verletzt worden. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete, dass der Strom auf der Intensivstation infolge des Angriffs ausgefallen sei. Eine Opferzahl wurde zunächst nicht genannt. Auf Bildern in sozialen Medien war zu sehen, wie die Räume des Krankenhauses zum Teil komplett verwüstet wurden. Lokale Medien berichteten, es seien massive Schäden entstanden. Die Kühlräume der Halle, in denen sich Leichen der im Konflikt Getöteten befanden, seien zerstört. Das gegenüber dem Krankenhaus gelegene Gebäude wurde Berichten zufolge von drei Raketen getroffen und dadurch nahezu komplett zerstört. Die israelische Armee äußerte sich zunächst nicht.

Iran fordert Menschen in Nordisrael zur Flucht auf

Der Iran warnt Israel vor Angriffen auf Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut. Das iranische Militärhauptquartier Chatam al-Anbija forderte die Bewohner von Israels Norden im Staatssender Irib zur Flucht auf, „um keinen Schaden zu nehmen“, falls Israel tatsächlich Beirut angreifen sollte. Zuvor hatte ein Sprecher der iranischen Streitkräfte im Staatssender gesagt, für den Iran sei der israelische Krieg im Libanon gegen die proiranische Hisbollah-Miliz nicht länger hinnehmbar. Er sprach eine Warnung für Israel und „seine westlichen Unterstützer“ aus.

Trump: Keine Iran-Stellungnahme zu möglicher Aussetzung von Verhandlung

US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Worten keine Stellungnahme des Irans zu Berichten erhalten, wonach die Islamische Republik die Verhandlungen mit den USA über Vermittler ausgesetzt habe. „Wenn Sie die Wahrheit wissen wollen – ich glaube, wir haben zu viel geredet“, sagt Trump dem Sender NBC News. „Ich denke, zu schweigen wäre sehr gut, und das könnte für eine lange Zeit so sein.“ Man werde nun aber nicht direkt beginnen, erneut Bomben über dem Iran abzuwerfen, sagte Trump weiter.

Behörde: Explosion auf Frachtschiff nahe Irak

Ein Frachtschiff ist im Persischen Golf südöstlich des irakischen Hafens Umm Kasr von einem unbekannten Geschoss getroffen worden. Wie die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt UKMTO mitteilte, wurde das Schiff während der Durchfahrt durch den Golf von einem bislang nicht identifizierten Projektil getroffen. Dadurch kam es zu einer größeren Explosion an Bord. Hinweise auf Umweltschäden lägen bisher nicht vor. Die zuständigen Behörden hätten Ermittlungen zur Ursache und den Hintergründen des Vorfalls aufgenommen. Die irakischen Behörden äußerten sich zunächst nicht. Genauere Angaben zum Ursprung des Projektils lagen zunächst nicht vor.

Brantner kritisiert Israels Militärschläge im Libanon scharf

Grünen-Chefin Franziska Brantner kritisiert das militärische Vorgehen Israels im Libanon scharf. „Dort wird ein Land, ein ganzer Streifen unbewohnbar gemacht“, sagte sie in Berlin. Begriffe wie Pufferzone, Sicherheitszone und Evakuierung seien beschönigend. Es sei furchtbar, dass die Hisbollah-Miliz sich im Februar den Angriffen des Irans auf Israel angeschlossen habe, sagte Brantner. Das sei verheerend für die Menschen im Norden Israels, aber auch für die libanesische Bevölkerung gewesen, und es sei verständlich, dass Israel darauf reagiert habe. Das Vorgehen des israelischen Militärs gehe inzwischen aber weit darüber hinaus. Zivilisten und Zivilistinnen würden massiv beschossen, das werde nur zu mehr Verzweiflung und Radikalisierung führen.