Empörung: Kolumbiens Präsident Petro postet Nazi-Gruß auf X
Petro sorgt mit Nazi-Gruß für Empörung

Wenige Tage vor der entscheidenden Stichwahl um das Präsidentenamt in Kolumbien sorgt Staatschef Gustavo Petro (66) mit einem skandalösen Beitrag auf der Plattform X für internationale Empörung. Der amtierende Präsident antwortete auf einen Post der Zeitung El Espectador mit nur zwei Worten: „Heil Hitler“. Der Beitrag bezog sich auf eine Kolumne des Journalisten Felipe Zuleta Lleras, in der dieser für den konservativen Präsidentschaftskandidaten Abelardo de la Espriella warb.

Hochsensibler Zeitpunkt

Der Eklat ereignet sich zu einem äußerst sensiblen Zeitpunkt. Am 21. Juni wird in Kolumbien über Petros Nachfolge entschieden. Der Präsident selbst darf laut Verfassung nicht erneut kandidieren. Sein politisches Lager unterstützt den linken Senator Iván Cepeda. In der ersten Runde der Präsidentschaftswahl erhielt Cepeda 40,9 Prozent der Stimmen, während sein Kontrahent de la Espriella auf 43,7 Prozent kam.

Scharfe Kritik aus Israel

Der Post löste umgehend heftige Reaktionen aus. Besonders deutlich wurde Israels UN-Botschafter Danny Danon (55). An Petro gerichtet schrieb er auf X: „Was auch immer in Ihrem Privatleben vor sich geht, es gibt Grenzen, die niemals überschritten werden dürfen.“ Die Verwendung von Nazi-Parolen sei ein „schändlicher Tiefpunkt“. Danon fügte hinzu: „Ich hoffe, Sie kommen zur Besinnung und entschuldigen sich, bevor Sie an diesem Mittwoch den Vorsitz der Debatte im UN-Sicherheitsrat übernehmen.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Brisanter Auftritt im UN-Sicherheitsrat

Am Mittwoch soll Petro tatsächlich im UN-Sicherheitsrat eine Debatte über den Friedensprozess im Nahen Osten leiten. Der kolumbianische Präsident greift Israel regelmäßig scharf an. Seit dem Gaza-Krieg haben sich die Beziehungen zwischen Bogotá und Jerusalem deutlich verschlechtert. Bereits im Mai 2024 kappte Kolumbien die diplomatischen Beziehungen zu Israel. Zuvor hatte Petro Israel nicht nur wiederholt einen Völkermord im Gazastreifen vorgeworfen, sondern auch irreführende Opferzahlen verbreitet. Israel wies die Anschuldigungen scharf zurück und warf Petro vor, damit die Terrororganisation Hamas zu belohnen.

Kein Einzelfall

Für politische Beobachter kommt der aktuelle Vorfall nicht überraschend. Petro fällt seit Jahren durch Nazi-Vergleiche auf. Regelmäßig bringt er politische Gegner oder ihm missliebige Positionen mit dem Nationalsozialismus in Verbindung. Kritiker werfen ihm vor, Hitler-Vergleiche inflationär zu verwenden und politische Debatten dadurch zu vergiften. Der erneute Tabubruch im Wahlkampf zeigt einmal mehr, wie tief die politische Kultur in Kolumbien gesunken ist.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration