Papst Leo XIV. lernt nachts Deutsch für Deutschlandbesuch
Papst Leo XIV. lernt nachts Deutsch

Papst Leo XIV. bereitet sich offenbar auf einen Besuch in Deutschland vor. Noch gibt es zwar keinen konkreten Termin, doch der Pontifex möchte sich sprachlich darauf einstellen. „Ich lerne spät in der Nacht Deutsch, tagsüber habe ich praktisch keine Zeit dafür“, sagte er am Samstag auf dem Flug nach Madrid der Katholischen Nachrichten-Agentur. Auf die Frage, ob er eine Reise nach Deutschland plane, antwortete der Papst mit einem klaren Ja, schränkte jedoch ein, dass die Vorbereitungen noch nicht mit einem festen Zeitplan verbunden seien.

Öffentliche Deutschkenntnisse bereits gezeigt

Bereits bei verschiedenen Anlässen hatte der Papst öffentlich Deutsch gesprochen. Am Freitag entschuldigte er sich bei einem Empfang deutscher Verbindungsstudierender für sein verspätetes Erscheinen mit einem Hinweis auf die deutsche Pünktlichkeit und fügte auf Deutsch hinzu: „Ich bin ein Ausländer.“ Diese kleinen sprachlichen Einlagen zeigen sein Bestreben, sich der deutschen Kultur anzunähern.

Sechstägiger Aufenthalt in Spanien

Am Samstagvormittag traf Leo XIV. zu einem sechstägigen Aufenthalt in Spanien ein. In Madrid wurden er und seine Delegation von König Felipe VI. und Königin Letizia empfangen. Anschließend war ein Empfang mit militärischen Ehren im Königspalast vorgesehen. Unter dem Motto „Erhebet den Blick“ wird das Oberhaupt von 1,4 Milliarden Katholiken weltweit im Rahmen seiner Spanienreise auch Barcelona und die Kanarischen Inseln besuchen.

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Für den US-Amerikaner, der seit Mai vergangenen Jahres an der Spitze der katholischen Kirche steht, ist es der erste Besuch in einem größeren europäischen Land außerhalb Italiens. Leo war vor seiner Wahl zum Papst mehr als 25 Jahre in Peru als Missionar und Bischof tätig und spricht daher ausgezeichnet Spanisch.

Höhepunkte der Spanienreise

Große Beachtung dürfte die Segnung des Jesus-Turms der Basilika Sagrada Família in Barcelona am kommenden Mittwoch finden, dem 100. Todestag des Architekten Antoni Gaudí. Außerdem sind Treffen mit Migranten aus Afrika geplant. Der Vatikan hatte zudem angekündigt, dass der Papst sich auch mit Opfern sexuellen Missbrauchs in katholischen Einrichtungen treffen werde – eine Forderung, die von Opferverbänden erhoben worden war.

Spaniens katholische Kirche hofft, dass der Besuch des Papstes dazu beitragen wird, dass sich wieder mehr Menschen dem Glauben zuwenden. Während sich in den Siebzigerjahren noch fast 100 Prozent der Spanier zum Katholizismus bekannten, sind es heute nur noch etwas mehr als die Hälfte.

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