Mord an Henry Nowak: Premier Starmer wirft Musk Spaltung und Hass vor
Mord an Henry Nowak: Starmer wirft Musk Spaltung vor

Mord an Henry Nowak: Premier Starmer wirft Musk vor, „Spaltung und Hass“ anzuheizen

Der britische Premierminister Keir Starmer hat dem US-Multimilliardär Elon Musk vorgeworfen, sich in die britische Politik einzumischen und die Emotionen im Fall des ermordeten Studenten Henry Nowak anzuheizen. Musk habe versucht, „Zwietracht zu säen“ und „Spaltung und Hass“ zu schüren, sagte Starmer am Donnerstag vor Reportern in London. Er bezog sich dabei auf einen Aufruf von Nowaks Vater, der Mord solle nicht für politische Zwecke instrumentalisiert werden.

Proteste und Ausschreitungen in Southampton

Trotz des Appells der Familie kam es am Dienstag in der südenglischen Stadt Southampton zu Ausschreitungen, bei denen elf Polizeibeamte verletzt wurden. Musk hatte sich zuvor auf seiner Plattform X in die Debatte eingeschaltet und den Umgang der Polizei mit dem Fall kritisiert. Er bot der Familie des Opfers sogar an, eine Klage gegen die Polizei zu finanzieren.

Video zeigt umstrittenes Polizeiverhalten

Ausgelöst wurde die Welle der Entrüstung durch ein Video, das während des Prozesses gegen den Täter Vickrum Digwa publik wurde. Es zeigt, wie der schwer verletzte und am Boden liegende Nowak von der Polizei in Handschellen gelegt wurde, anstatt dass ihm geholfen wurde. Der 18-Jährige rief mehrmals „I can't breathe“, bevor er das Bewusstsein verlor und starb. Der 23-jährige Digwa, ein Mitglied der Sikh-Gemeinschaft, wurde wegen Mordes zu einer Haftstrafe von mindestens 21 Jahren verurteilt.

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Musk kritisiert Anti-Rassismus-Richtlinien

Musk richtete auf X die Frage an seine Follower, ob sie wüssten, dass die offiziellen Polizeiregularien in Großbritannien vorschreiben, „rassistisch gegenüber Weißen zu sein“. Er bezog sich damit auf die Anti-Rassismus-Richtlinien der britischen Polizei, die den Umgang mit Schwarzen verbessern sollen. Die Debatte um eine angebliche „Zwei-Klassen-Praxis“ der Polizei wird von rechten Politikern wie Nigel Farage und Tommy Robinson angeheizt.

Starmer weist Vorwürfe zurück

Starmer und seine Labour-Regierung bestreiten vehement, dass eine solche „Zwei-Klassen-Praxis“ existiert. Die Polizeiführung kündigte jedoch an, die Anti-Rassismus-Richtlinie zu überprüfen. Auch das Verhalten der beteiligten Beamten wird intern untersucht. Musk ist seit Langem ein scharfer Kritiker Starmers und hatte im September eine Auflösung des Unterhauses gefordert. In Deutschland unterstützt Musk die AfD.

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