Macron nennt russische Journalistin Fedorova Propaganda-Agentin
Macron: Fedorova ist Propaganda-Agentin

Macron greift russische Journalistin scharf an

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat die in Frankreich lebende russische Journalistin Xenia Fedorova als Propaganda-Agentin bezeichnet. Bei einer Pressekonferenz am Rande des EU-Westbalkan-Gipfels in Montenegro äußerte er sich deutlich: Ich verweise Sie auf das, was ich im Juni 2017 in Versailles ziemlich klar gesagt habe, in Anwesenheit des russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Damals habe Fedorova angeblich für ein Medium gearbeitet, sei aber in Wirklichkeit eine staatliche Propaganda-Agentin gewesen. Macron fügte hinzu: Die Dinge haben sich nicht geändert. Ich denke dasselbe.

Hintergrund der Kontroverse

Die 45-jährige Fedorova, die früher das Pariser Büro des russischen Senders Russia Today leitete, gilt als Sprachrohr Putins in Frankreich. Sie geriet in den letzten Wochen zunehmend in die Kritik, weil der erzkatholische und politisch rechtsaußen stehende Unternehmer Vincent Bolloré ihr Zugang zu seinem Medienimperium gewährte. Dort tritt sie regelmäßig in TV-Sendern und Publikationen auf und vertritt dabei die offizielle Linie Moskaus.

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Unklare Aufenthaltserlaubnis

Der Fall Fedorova beschäftigt auch die französische Regierung, da unklar ist, warum sie 2024 eine Verlängerung ihrer Aufenthaltserlaubnis um zehn Jahre erhielt. Außenminister Jean-Noël Barrot kritisierte sie kürzlich als ausgewiesene Propagandistin, die die Desinformationen des Kremls weiterverbreitet.

Macrons frühere Kritik

Bereits 2017 hatte Macron Fedorova während einer Pressekonferenz abgekanzelt, nachdem sie sich über mangelnden Zugang zu seinem Wahlkampfbüro beschwert hatte. Damals sagte er: Wenn Medien verleumderische Unwahrheiten verbreiten, dann beschäftigen sie keine Journalisten, sondern Propaganda-Instrumente.

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