Bei Sandra Maischberger ging es am Dienstagabend hoch her. Die Gäste diskutierten über die Kanzlerfrage, die FDP und die AfD. Comedian Oliver Kalkofe fand dabei drastische Worte und sprach von einer „Verampelung“ der Gesellschaft. Besonders die Liberalen nahm er aufs Korn: „Das F in FDP steht für Frankenstein“, wetterte er mit Blick auf die Rückkehr von Wolfgang Kubicki an die Parteispitze.
Kanzlerdebatte und Regierungskrise
Die Stimmung in der Runde war angespannt. Kalkofe kritisierte Kanzler Friedrich Merz scharf: „Anpacken findet nicht statt, er sagt immer nur, dass er es anpackt.“ Journalistin Sabine Rennefanz bezeichnete die Diskussion um einen möglichen Kanzlerwechsel zu Hendrik Wüst als „total absurd“. „BILD“-Vize Paul Ronzheimer berichtete jedoch, dass interne Szenarien in der CDU durchaus heiß diskutiert würden. Der Frust über die Regierungsarbeit sitze tief, so der Tenor.
FDP im Aufwind? Kubicki als neuer Vorsitzender
Die FDP hat mit Wolfgang Kubicki einen neuen Vorsitzenden gewählt. Kalkofe kommentierte dies mit beißender Ironie: „Das hat ein klein bisschen was von Horrorfilm.“ Er warnte vor Populismus. Rennefanz zeigte sich skeptisch: Kubickis Auftritte seien eher „zum Abschalten“. Ronzheimer hingegen sah einen Erfolgskurs: Die FDP liege in Umfragen erstmals seit 2025 wieder über fünf Prozent.
Digitalisierung stockt – Minister Wildberger in der Kritik
Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) musste sich kritischen Fragen stellen. Von 220 Digitalvorhaben seien nach einem Jahr nur 19 umgesetzt. Wildberger versprach Besserung: „30 Prozent Reduktion werden wir hinbekommen.“ Moderatorin Maischberger zeigte sich wenig beeindruckt.
AfD schockiert mit Bildungsplänen
Besonders hitzig wurde es beim Thema AfD. Beatrix von Storch verteidigte die Forderung nach Abschaffung des Schulzwangs in Sachsen-Anhalt. Das derzeitige Schulsystem sei „kein Erfolgsmodell“. Publizist Albrecht von Lucke reagierte entsetzt: „Vorbild ist Orban, man will die Ungarisierung von Sachsen-Anhalt.“ Von Storch konterte: Auf Schulhöfen solle die Deutschlandfahne wehen, nicht die Regenbogenfahne. Zudem prahlte sie mit „hervorragenden Kontakten“ nach Russland: „Die Russen wissen sehr genau, dass wir in einiger Zeit Verantwortung haben werden.“ Die Runde zeigte sich alarmiert.



