Iran-Krieg: Teheran schließt Straße von Hormus erneut – Friedensgespräche vor dem Aus
Iran schließt Straße von Hormus wieder – Frieden in Gefahr

Die Friedensgespräche zwischen dem Iran und den USA stehen vor dem Scheitern. Die Führung in Teheran kündigte am Samstag an, die strategisch wichtige Straße von Hormus wieder für den Schiffsverkehr zu sperren. Als Begründung nannte das iranische Staatsfernsehen anhaltende israelische Angriffe im Südlibanon. Die USA hätten „eindeutig gegen ihre Verpflichtung verstoßen“, den Krieg zu beenden, hieß es. Sollte die Aggression anhalten, seien weitere Schritte geplant.

Öffnung der Wasserstraße war Kernpunkt der Absichtserklärung

Die Öffnung der für den Welthandel zentralen Wasserstraße war ein Kernpunkt der am vergangenen Wochenende ausgehandelten Absichtserklärung zwischen den USA und dem Iran über die Aufnahme weiterer Verhandlungen. US-Präsident Donald Trump hatte diese Erklärung erst am Mittwoch nach dem G7-Gipfel in Frankreich medienwirksam im Schloss Versailles unterzeichnet. Die 14 Punkte umfassende Vereinbarung sollte den Weg ebnen für weitere Verhandlungen, vor allem über das iranische Atomprogramm. Iran am Bau einer Atomwaffe zu hindern, war eines der Hauptmotive für den Krieg, den die USA und Israel Ende Februar begonnen hatten.

Auswirkungen auf den Welthandel

Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt. Etwa 20 Prozent des weltweit gehandelten Öls passieren die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman. Eine erneute Schließung könnte die Ölpreise in die Höhe treiben und die globale Wirtschaft belasten. Bereits während des Krieges hatten die USA und ihre Verbündete die Wasserstraße unter ihre Kontrolle gebracht, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Mit der Wiedereröffnung als Teil der Friedensverhandlungen sollte ein Zeichen der Normalisierung gesetzt werden.

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Reaktionen aus Washington und Tel Aviv

Aus dem Weißen Haus gab es zunächst keine offizielle Stellungnahme. Ein Sprecher des US-Außenministeriums sagte jedoch, man prüfe die Lage. Israelische Regierungsvertreter betonten, man werde die Sicherheitsinteressen des Landes weiterhin entschlossen verteidigen. Die israelischen Angriffe im Südlibanon richteten sich nach Angaben der israelischen Armee gegen Stellungen der Hisbollah, die von Teheran unterstützt wird.

Zukunft der Friedensverhandlungen ungewiss

Die erneute Schließung der Straße von Hormus wirft die Frage auf, ob die Friedensverhandlungen überhaupt fortgesetzt werden können. Analysten sehen darin einen schweren Rückschlag für die diplomatischen Bemühungen. Der Iran signalisiert damit, dass er bereit ist, seine wirtschaftliche und militärische Macht einzusetzen, um politische Ziele zu erreichen. Die internationale Gemeinschaft steht nun vor der Herausforderung, eine Eskalation zu verhindern und die Gespräche wiederzubeleben.

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