US-Militär beginnt neue Angriffe auf Ziele im Iran
Das US-Militär hat auf Befehl von Präsident Donald Trump mit neuen Angriffen auf mehrere Ziele im Iran begonnen. Das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando Centcom teilte auf der Plattform X mit, die Angriffe seien eine Reaktion auf die ungerechtfertigte und anhaltende Aggression des Irans. Die Luftschläge richteten sich gegen iranische Luftabwehrsysteme, Bodenkontrollstationen und Radaranlagen im Bereich der Straße von Hormus. US-Medien zufolge erfolgten die Angriffe in drei Wellen.
Trump: Geheime Öl-Mission durch die Straße von Hormus
Präsident Trump erklärte auf seiner Plattform Truth Social, er habe im Mai das US-Militär angewiesen, Öltanker und Handelsschiffe in einem geheimen Einsatz durch die Straße von Hormus zu geleiten. Dadurch seien mehr als 100 Millionen Barrel Öl auf den freien Markt gelangt, und über 200 Schiffe seien sicher passiert. Trump behauptete zudem, die USA hätten dem Iran „Millionen Barrel Öl“ entzogen, was den Ölpreis bei 85 bis 90 Dollar pro Barrel halte. US-Energieminister Chris Wright erklärte jedoch vor dem Kongress, ihm sei nichts Derartiges bekannt.
Weitere Drohungen und Reaktionen
Trump kündigte weitere Angriffe auf den Iran an und drohte, auch Brücken und Kraftwerke ins Visier zu nehmen. Er bezeichnete das iranische Militär als „ein einziges und totales Chaos“. Der Iran reagierte mit der Ankündigung von Vergeltungsschlägen. Ein Militärsprecher betonte, man habe bereits gezeigt, dass man auf Drohungen angemessen reagiere.
Israel: Kampf gegen Iran nicht vorbei
Israels Verteidigungsminister Israel Katz erklärte bei einer Preisverleihung, der Kampf gegen den Iran sei „noch lange nicht beendet“. Er warnte, falls der Iran Israel angreife, werde er einen schweren Schlag erleiden. Die israelische Armee sei bereit, mit großer Schlagkraft im Iran anzugreifen. Zuvor hatten die Erzfeinde ihre wechselseitigen Angriffe vorübergehend eingestellt, doch die Lage bleibt volatil.
Israels Präsident bietet Libanon Frieden an
Präsident Izchak Herzog richtete eine Friedensbotschaft in arabischer Sprache an das libanesische Volk. Er strecke die Hand zum Frieden aus und träume davon, nach Beirut zu reisen. Der Libanon müsse frei vom Einfluss der Hisbollah und des Irans sein. In einer englischen Botschaft betonte er, Israel wolle Frieden mit dem Libanon, sofern die libanesische Führung sich gegen den Terror entscheide.
Diplomatische Entwicklungen und humanitäre Folgen
Der Gouverneursrat der IAEA verabschiedete eine Resolution, die den Iran auffordert, seine Uranbestände offenzulegen. Die Resolution wurde mit 21 Ja-Stimmen angenommen, Russland, China und Niger stimmten dagegen. Eine katarische Delegation reiste nach Teheran, um über ein dauerhaftes Kriegsende zu verhandeln. Der Iran stellte seine Gespräche mit den USA nach den jüngsten Angriffen auf den Prüfstand.
Nach US-Angriffen sind in der Provinz Hormusgan über 20.000 Menschen ohne Trinkwasserversorgung. Die Stadt Kuhestak und zehn Dörfer sind betroffen. Die UN schicken ein Ermittlerteam in den Libanon, um mögliche Völkerrechtsverstöße zu untersuchen. Indien protestierte bei den USA wegen eines Angriffs auf einen Tanker vor Oman, bei dem drei Inder vermisst werden.
Schifffahrtskrise und regionale Auswirkungen
Die Reederei Hapag-Lloyd dämpft Hoffnungen auf eine baldige Besserung der Schifffahrt im Persischen Golf. Konzernchef Rolf Habben Jansen sagte, ein Ende der Krise sei nicht absehbar. Selbst bei Wiedereröffnung der Straße von Hormus werde eine Rückkehr zur Normalität mindestens drei Monate dauern. Die französische Reederei CMA CGM erwartet eine nachhaltige Veränderung der Schifffahrt in der Region.
Kuwait aktivierte seine Luftabwehr nach iranischem Beschuss. Der Iran erklärte, Kuwait, Bahrain und Jordanien angegriffen zu haben, als Vergeltung für US-Luftangriffe. Die iranischen Revolutionsgarden meldeten einen Raketenangriff auf eine US-Militärbasis in Jordanien, was weder Jordanien noch die USA bestätigten.
Weitere Meldungen
Benjamin Netanjahu will bei der anstehenden Parlamentswahl erneut antreten. Laut einer Umfrage sind 61 Prozent der Israelis gegen eine erneute Kandidatur. Amnesty International wirft Israel eine gezielte Annexion des Westjordanlands vor. Die Organisation spricht von einer staatlich gebilligten Kampagne ethnischer Säuberung.
Vor der Küste Jemens kam es zu einem Schusswechsel zwischen Angreifern auf einem kleinen Boot und Sicherheitskräften eines Frachtschiffs. Die Huthi-Miliz, die den Norden Jemens kontrolliert, hatte zuvor eine Blockade der Seewege für Israel im Roten Meer verkündet.



