Iran: Kontakte zu USA nicht abgerissen – aber keine Fortschritte
Der iranische Außenminister Abbas Aragtschi erklärte in einem Interview mit dem libanesischen Sender Al Mayadeen, dass die Kontakte zwischen Teheran und Washington nicht abgebrochen seien. Allerdings gebe es keine Fortschritte bei den Verhandlungen. Beide Seiten prüften derzeit ausgetauschte Entwürfe. Zudem warnte der Minister: Sollte Israel die libanesische Hauptstadt Beirut angreifen, werde der Iran entschlossen reagieren.
In den vergangenen Tagen hatten iranische Medien unter Berufung auf Verhandlungskreise berichtet, Gespräche zwischen den Kriegsparteien seien abgebrochen worden. US-Präsident Donald Trump wies dies zurück. „Die Gespräche zwischen uns laufen ununterbrochen weiter, auch vor vier Tagen, vor drei Tagen, vor zwei Tagen, vor einem Tag und heute“, schrieb der Republikaner auf seiner Plattform Truth Social.
Rubio hofft auf Friedenserklärung von Israel und Libanon
US-Außenminister Marco Rubio zeigte sich nach einer neuen Runde politischer Gespräche zwischen Israel und dem Libanon hoffnungsvoll. Er strebe eine gemeinsame Erklärung über ein Ende der Kämpfe an. Ziel der Verhandlungen sei zudem ein Aktionsplan für Sicherheit im Libanon, der unabhängig von der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz sein solle, sagte Rubio vor Abgeordneten in Washington. Zeitgleich trafen sich die Botschafter Israels und des Libanons im Außenministerium zu einem zweiten Verhandlungstag.
Der Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah, die an den Gesprächen nicht beteiligt ist, gilt als eines der größten Hindernisse für Bemühungen um ein Ende des Krieges mit dem Iran. Die aktuelle Gesprächsrunde ist die vierte zwischen Israel und dem Libanon. Bereits am Freitag hatte im Pentagon ein Treffen zu Sicherheitsfragen stattgefunden.
Netanjahu: Friedensrat entscheidet über Vorgehen gegen Hamas, Trump über Iran
Entscheidungen über das Vorgehen gegen die Hamas im Gazastreifen und eine mögliche Entwaffnung der Extremistengruppe werden laut dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu gemeinsam mit dem Friedensrat getroffen. Beschlüsse über die Art und den Zeitpunkt von Maßnahmen würden mit dem Gremium abgestimmt, sagte Netanjahu in einem Interview des US-Senders CNBC. US-Präsident Donald Trump hatte den Rat im vergangenen Jahr zur Überwachung eines schrittweisen Waffenstillstands eingerichtet.
Die Entscheidung über eine vollständige Rückkehr zu Militäraktionen gegen den Iran liegt nach den Worten Netanjahus bei Trump. Die US- und israelischen Streitkräfte seien jedoch bereit, sagte Netanjahu.
Netanjahu: Konflikt mit Iran nicht vorbei – Land aber geschwächt
Der Konflikt mit dem Iran ist nach Einschätzung Netanjahus noch nicht ausgestanden. „Es ist im Iran noch nicht vorbei, sie sind jedoch geschwächt“, sagte er in einem Interview des US-Senders CNBC. Mit Trump stimme er in den wesentlichen Punkten bezüglich des Irans überein. Gelegentliche taktische Meinungsverschiedenheiten würden ausgeräumt. Mit Blick auf die Hisbollah-Miliz erklärte Netanjahu zudem, viele derjenigen, die Israel angriffen, hielten sich in der libanesischen Hauptstadt Beirut auf.
Trump: Könnte mir Treffen mit Chamenei vorstellen
Inmitten des Krieges mit dem Iran hat sich US-Präsident Donald Trump zu einem Treffen mit dem Staatsoberhaupt Modschtaba Chamenei bereiterklärt. Auf Nachfrage sagte er in einem Interview mit der „New York Post“: „Ja, ich würde ihn gerne treffen – ich würde jeden treffen.“ Trump sagte, wahrscheinlich werde es irgendwann zu einem Aufeinandertreffen kommen, „je nachdem, wie sich alles entwickelt“.
Chamenei nehme in der iranischen Führung nach wie vor eine entscheidende Rolle ein, sagte Trump. Bisher scheine die US-Seite „ganz gut“ mit ihm auszukommen. Allerdings nährte Trump die Spekulationen, Chamenei sei im Krieg schwer verwundet worden. „Wenn man den Geschichten glaubt, fehlen ihm, na ja, eine ganze Menge Teile“. Seit seiner Ernennung ist Chamenei noch nicht öffentlich aufgetreten.
Kuwait weist iranische Diplomaten nach jüngsten Angriffen aus
Kuwait hat als Reaktion auf die jüngsten iranischen Angriffe auf sein Staatsgebiet zwei iranische Diplomaten zu unerwünschten Personen erklärt und deren Ausreise binnen 24 Stunden angeordnet. Zudem werde die Zahl der Mitarbeiter der iranischen Botschaft im Emirat reduziert, teilte das kuwaitische Außenministerium auf der Plattform X mit. Demnach wurde der kommissarische Geschäftsträger der iranischen Botschaft in Kuwait ins Außenministerium einbestellt. Dort übergab ihm die Regierung eine formelle Protestnote gegen die nach kuwaitischer Darstellung anhaltenden iranischen Angriffe.
Bau von mehr als 2000 neuen Wohnungen im Westjordanland genehmigt
Israel hat den Bau von 2162 neuen Wohnungen in drei jüdischen Siedlungen im besetzten Westjordanland genehmigt, wie der rechtsgerichtete Finanzminister Bezalel Smotrich mitteilte. Die Pläne umfassen 1006 Wohnungen in einer neuen Siedlung bei Jerusalem, 922 in der Nähe der palästinensischen Stadt Nablus und 234 nahe Hebron. Wann der Bau beginnen soll, blieb zunächst unklar. Die meisten Staaten betrachten die israelischen Siedlungen im Westjordanland als völkerrechtswidrig und als großes Hindernis für eine Zwei-Staaten-Lösung.
Das Büro von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas verurteilte die Ankündigung scharf. Die „provokative“ Politik Israels treibe die Region in eine weitere Spirale der Gewalt, hieß es. Abbas forderte die USA auf, dem israelischen „Wahnsinn“ Einhalt zu gebieten.
Bundesregierung verurteilt iranischen Angriff auf Kuwaits Flughafen
Die Bundesregierung hat den iranischen Raketenangriff auf den internationalen Flughafen von Kuwait und Bahrain „aufs Schärfste“ verurteilt. „Angriffe auf Unbeteiligte und insbesondere auf zivile Infrastruktur sind in keiner Weise hinnehmbar und müssen sofort eingestellt werden“, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes mit Verweis auf viele Schwerverletzten und mindestens einen Toten. Deutschland stehe in Solidarität mit den Freunden und Partnern in Kuwait, Bahrain und der gesamten Golfregion.
Trump: Iran verzichtet auf Atomwaffen
US-Präsident Donald Trump zufolge hat der Iran einem Verzicht auf Atomwaffen zugestimmt. Zudem stellte Trump ein Treffen mit dem geistlichen Oberhaupt der Islamischen Republik, Mojtaba Chamenei, in Aussicht, sollten die Verhandlungen erfolgreich verlaufen. „Sie haben bereits zugestimmt, dass sie keine Atomwaffen besitzen werden“, sagte Trump in einem ausgestrahlten Interview im Podcast „Pod Force One“. Die Führung in Teheran hat allerdings stets betont, dass ihr umstrittenes Nuklearprogramm ausschließlich zivilen Zielen diene. Chamenei sei absolut in die Gespräche über ein Ende der Feindseligkeiten eingebunden, sagte Trump weiter. Er habe gehört, dass es dem iranischen Revolutionsführer gesundheitlich nicht gut gehe, dieser die Verhandlungen jedoch unterstütze. Trump bezeichnete den Iran-Krieg als Erfolg, da die Streitkräfte des Golfstaates besiegt worden seien. „Wir arbeiten an einem Abkommen“, sagte Trump. Sollte dies nicht gelingen, werde man einen anderen Weg einschlagen.
Mehr als 60 Verletzte in Kuwait, ein Toter
Beim jüngsten iranischen Angriff am Flughafen von Kuwait sind mindestens 63 Menschen verletzt worden. Das teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums mit. Unter den Verletzten seien Reisende, Mitarbeiter des Flughafens und andere Zivilisten. Durch die Explosionen hätten einige von ihnen Gliedmaßen verloren, andere hätten Hirnblutungen oder Knochenbrüche erlitten. Sieben der Verletzten seien bisher notoperiert worden. Am Flughafen seien zwei Dutzend Krankenwagen im Einsatz gewesen, um die Opfer zu versorgen und in Krankenhäuser zu bringen. Bei dem Angriff wurde mindestens ein Mensch getötet. Der Flughafen geriet im Lauf des Iran-Kriegs mehrmals unter Beschuss und wurde nun erneut schwer getroffen. Aufnahmen nach dem Angriff zeigten eine zerstörte Halle des Flughafens sowie dichten Qualm und Feuer.
Trump berichtet von schroffem Gespräch mit Netanjahu
US-Präsident Donald Trump räumte ein schroffes Gespräch mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu ein. Er sei unzufrieden mit den Kämpfen Israels im Libanon, sagte Trump in einem Interview des Podcasts „Pod Force One“. „Ich würde nicht sagen wütend. Ich war ein wenig irritiert über seine ständigen Kämpfe mit dem Libanon“, erklärte er. Trump fügte jedoch hinzu, dass er und Netanjahu sehr gut miteinander auskämen.
Kuwait setzt Flüge nach Drohnenangriff auf Flughafen aus
Kuwait hat nach einem iranischen Drohnenangriff auf den internationalen Flughafen des Landes den kommerziellen Flugverkehr vorübergehend ausgesetzt. Bei dem Angriff auf das Passagiergebäude des Kuwait International Airport sei mindestens ein Mensch ums Leben gekommen, teilte das Außenministerium mit. Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Saud Abdulasis al-Otaibi, hatte zuvor von mehreren Verletzten gesprochen. „Eine Reihe feindlicher Drohnen“ habe das Passagiergebäude ins Visier genommen. Es sei schwer beschädigt worden. Der Flughafen war erst am Montag nach kriegsbedingter Schließung wieder geöffnet worden. Kuwaitische Staatsmedien berichteten zunächst, die nationale Fluggesellschaft Kuwait Airways setze den Betrieb bis auf Weiteres aus. Kurz darauf teilte die zivile Luftfahrtbehörde des Landes mit, dass der Flughafen teilweise wieder geöffnet worden sei. Flüge von Kuwait Airways seien von einem anderen Terminal aus wieder aufgenommen worden, weitere Flüge entfielen jedoch.
Israel fängt „feindliches Flugobjekt“ aus dem Libanon ab
Das israelische Militär fing nach eigenen Angaben ein „feindliches Flugobjekt“ ab, das aus dem Libanon in den Luftraum über dem Norden Israels eingedrungen war. Die Armee brachte den Vorfall zunächst nicht mit der libanesischen Hisbollah-Miliz in Verbindung. Zudem übernahm die vom Iran unterstützte Gruppe keine Verantwortung dafür. Der Libanon hatte eine Teilwaffenruhe zwischen der Hisbollah und Israel verkündet. Demnach stellt Israel seine Angriffe auf die von der Hisbollah kontrollierten Vororte von Beirut ein, während die Miliz ihre Angriffe auf Israel stoppt.
Kuwait: Verletzte bei iranischem Angriff auf Flughafen
Bei einem iranischen Drohnen- und Raketenangriff auf den internationalen Flughafen von Kuwait sind nach offiziellen Angaben mehrere Menschen verletzt worden. Getroffen worden sei Terminal T1 des Flughafens, meldete die staatliche kuwaitische Nachrichtenagentur unter Berufung auf die zivile Luftfahrtbehörde des Landes. Mehrere Einrichtungen des Flughafens seien erheblich beschädigt worden. Flüge seien ausgesetzt und auf andere Flughäfen umgeleitet worden. Eine Stellungnahme des Irans lag zunächst nicht vor.
USA sanktionieren größte iranische Kryptobörse
Die USA haben Sanktionen gegen die größte iranische Kryptowährungsbörse Nobitex sowie deren Führungsebene verhängt. Das US-Finanzministerium warf dem Unternehmen vor, der Regierung in Teheran sowie sanktionierten staatlichen Institutionen bei der Umgehung westlicher Strafmaßnahmen geholfen zu haben. Neben der Börse selbst wurden die beiden Gründer – zwei Brüder aus der einflussreichen Charrasi-Familie – sowie Firmenchef Amir Hossein Rad auf die Sanktionsliste gesetzt. Während sich die iranische Wirtschaft im freien Fall befinde, nutze das Regime digitale Vermögenswerte für seine eigenen korrupten Zwecke, erklärte US-Finanzminister Scott Bessent. Dazu gehöre die Umgehung von Sanktionen und der Transfer von Vermögen ins Ausland. Die Maßnahmen folgen auf eine im Mai veröffentlichte Recherche der Nachrichtenagentur Reuters. Diese hatte aufgedeckt, dass Nobitex zu einem wichtigen Knotenpunkt in einem parallelen Finanzsystem geworden war. Über die Plattform seien Hunderte Millionen Dollar für die iranische Zentralbank und die Islamischen Revolutionsgarden abgewickelt worden, selbst während staatlich verordneter Internetabschaltungen. Nobitex hatte im April gegenüber Reuters direkte Verbindungen zur Regierung zurückgewiesen. Das Unternehmen bestritt, dem Staat wissentlich geholfen zu haben.
Libanons Airline-Piloten wegen israelischer Luftangriffe besorgt
Libanons Luftfahrtbehörde leitete eine Sicherheitsprüfung der nationalen Fluggesellschaft Middle East Airlines (MEA) ein. Pilotenverbände äußerten Bedenken, dass Besatzungen in der Nähe von israelischen Luftangriffen fliegen müssen und für das Melden sicherheitsrelevanter Vorfälle bestraft werden. Dies geht aus Briefen hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegen. Die Fluggesellschaft wies die Vorwürfe zurück und teilte mit, sie verfüge über eine nachweislich gute Sicherheitsbilanz. Der Leiter der Zivilluftfahrtbehörde (LCAA), Mohammed Aziz, bestätigte die laufende Prüfung und kündigte Gespräche mit der Airline an.
US-Militär: Iranische Angriffe in der Golfregion abgewehrt
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben einen größeren Angriff des Irans auf Ziele in der Golfregion erfolgreich abgewehrt. Mehrere ballistische Raketen und Drohnen seien abgefangen worden, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mit. Als Reaktion auf Irans Angriffe seien zudem „Selbstverteidigungsschläge“ auf eine iranische Militäreinrichtung auf der Insel Qeschm in der Straße von Hormus durchgeführt worden. Die Angaben des US-Militärs ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
Iranische Medien: Revolutionsgarden greifen 5. US-Flotte an
Die iranischen Revolutionsgarden griffen Medienberichten aus dem Iran zufolge das Hauptquartier der 5. US-Flotte sowie einen Luftwaffenstützpunkt in der Region mit Raketen und Drohnen an. „Die Gefährdung der Sicherheit in der Straße von Hormus wird das US-Militär teuer zu kosten kommen“, zitierten iranische Medien die Revolutionsgarden. Zudem feuerte die Marine der Revolutionsgarden Raketen auf ein Schiff namens „Panaya“ ab. Die Angriffe seien eine Reaktion auf US-Angriffe gegen einen Kommunikationsturm südlich der Insel Qeschm sowie gegen einen iranischen Tanker nahe der Meerenge.
Bahrain gibt Sirenenalarm – Bevölkerung soll Schutz suchen
Das Innenministerium von Bahrain gab Sirenenalarm. Die Bevölkerung solle Ruhe bewahren und Schutz am nächstgelegenen sicheren Ort suchen.
Kuwait meldet feindliche Angriffe mit Raketen und Drohnen
Der Golfstaat Kuwait wurde erneut von Raketen und Drohnen angegriffen. Die Luftabwehr sei im Einsatz, teilten die Streitkräfte des Landes auf der Plattform X mit. Explosionsgeräusche hingen damit zusammen, dass Geschosse abgefangen würden. Zur Herkunft der Drohnen und Raketen und den Zielen der Angriffe gab es zunächst keine Angaben. Seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran Ende Februar feuerten die Streitkräfte der Islamischen Republik immer wieder solche Geschosse auf Kuwait und andere Staaten am Persischen Golf. Dort unterhält das US-Militär zahlreiche Stützpunkte, die nur wenige Hundert Kilometer Luftlinie vom Iran entfernt sind. Trotz der eigentlich seit Anfang April geltenden Waffenruhe kam es zuletzt vereinzelt erneut zu solchen iranischen Angriffen. Teheran sprach dabei von Vergeltung für Angriffe des US-Militärs.
US-Militär feuert Rakete auf Tanker vor iranischer Insel Kharg
Das US-Militär hat im Persischen Golf nach eigenen Angaben einen unbeladenen Öltanker mit einer Rakete angegriffen und damit außer Gefecht gesetzt. Das Schiff habe versucht, einen iranischen Hafen anzulaufen und sei daher vor der für Teherans Ölexport wichtigen Insel Kharg getroffen worden, teilte das Centcom mit. Die USA hatten am 13. April mit einer Blockade des gesamten Schiffsverkehrs begonnen, der in iranische Häfen ein- und ausläuft. Die Besatzung des unter der Flagge Botsuanas fahrenden Schiffes habe wiederholte Warnungen ignoriert und sei den Anweisungen der US-Streitkräfte über einen Zeitraum von 24 Stunden hinweg mehrfach nicht nachgekommen. Ein US-Flugzeug habe eine Rakete vom Typ Hellfire in den Maschinenraum des Schiffes gefeuert und damit verhindert, dass der Tanker den Iran erreicht.
Rubio: Netanjahus Gaza-Vorstoß ist nicht Teil von Trumps Plan
US-Außenminister Marco Rubio hat sich von Äußerungen des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu distanziert, wonach Israel 70 Prozent des Gazastreifens erobern will. In einer Anhörung im Repräsentantenhaus sagte Rubio, Netanjahus Darstellung sei nicht Bestandteil des 20-Punkte-Plans von Präsident Donald Trump zur Beendigung des Konflikts zwischen Israel und der Hamas. Die Demokratin Rose DeLauro aus Connecticut hatte Rubio gefragt, wie die US-Regierung zu dem israelischen Ziel einer weitreichenden Einnahme des Gazastreifens stehe. Rubio entgegnete, der US-Plan ziele darauf ab, die Herrschaft der Hamas zu beenden und das Gebiet wieder aufzubauen. „Wir haben einen Plan – der sieht das nicht vor“, sagte Rubio. Ziel sei ein Gazastreifen, der von einer Instanz regiert werde, die nicht zur Hamas gehöre, erklärte der Außenminister. Dies liege letztlich auch im Interesse Israels.
Trump: Die Gespräche mit dem Iran laufen ununterbrochen weiter
US-Präsident Donald Trump bekräftigte ungeachtet gegenteiliger Aussagen aus dem Iran, dass die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran zum Iran-Krieg andauern. „Fake-News-Berichte, wonach die Islamische Republik Iran und die USA vor einigen Tagen die Gespräche eingestellt hätten, sind falsch und irreführend“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. „Die Gespräche zwischen uns laufen ununterbrochen weiter, auch vor vier Tagen, vor drei Tagen, vor zwei Tagen, vor einem Tag und heute.“ „Wohin sie führen, weiß man nie“, schrieb Trump weiter. Aber er habe dem Iran gesagt: „Es ist an der Zeit, dass ihr auf die eine oder andere Weise einen Deal abschließt. Ihr macht das schon seit 47 Jahren, und das darf nicht länger so weitergehen“, schrieb Trump und spielte auf die Revolution von 1979 an.
Irak sucht neue Öl-Exportwege – Pipeline-Lieferungen sollen steigen
Angesichts der Sperrung der Straße von Hormus will der Irak seine Rohölexporte per Pipeline und Lastwagen massiv ausweiten. Die Ausfuhren durch Pipelines sollen in den kommenden zweieinhalb Monaten von 220.000 auf 770.000 Barrel pro Tag steigen, teilte die Regierung mit. Zudem seien Lieferungen per Lkw in Nachbarländer im Umfang von 420.000 Barrel pro Tag geplant. Das Kabinett billigte dafür ein Abkommen mit Syrien, um Rohöl über die Mittelmeerhäfen Banijas und Tartus zu verschiffen.
Netanjahu: Irans Führung solle „aus der Welt verschwinden“
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hält an dem Ziel fest, die iranische Regierung stürzen zu wollen. Die Führung in Teheran sei „dazu bestimmt, aus der Welt zu verschwinden“, sagte er bei einer Zeremonie zum Amtsantritt des neuen Leiters des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad, Roman Gofman. „Und wir werden ihr dabei helfen, dieses Ziel zu erreichen“. Einzelheiten dazu, wie genau dies gelingen soll, ließ er offen. Zu Beginn des Kriegs hatte US-Präsident Donald Trump die iranische Bevölkerung ermutigt, ihre Führung zu stürzen. Später äußerte er sich zu dem Thema nicht mehr. Auch Netanjahu forderte die Menschen im Iran mehrfach dazu auf, sich gegen ihre Regierung aufzulehnen. Beobachter in Israel mutmaßten, Israel sei der Sturz der Führung in Teheran wichtiger als den USA. Seit einiger Zeit, vor allem seit Beginn der Waffenruhe am 8. April, erwähnte Netanjahu einen Machtwechsel im Iran dann auch nicht mehr.



