Israels Militär stellt sich auf mehrtägige Kämpfe ein – USA vollständig eingeweiht
Nach dem gegenseitigen Beschuss am Sonntag und Montag hat das israelische Militär erstmals offiziell über die derzeitige Lage informiert. Die israelischen Streitkräfte stellen sich auf mehrtägige Kämpfe ein. Israel hat bisher 22 bis 24 iranische Geschosse und zwei Huthi-Raketen aus dem Jemen gezählt, Tote oder Verletzte gab es dabei nicht. Die US-Streitkräfte unterstützen bei der Raketenabwehr, und alle Angriffe sind mit dem lokalen Kommando Centcom abgestimmt. Bisher hat Israel zwei Angriffswellen mit Kampfjets ausgeführt, die die iranische Luftabwehr und Öl-Anlagen im Süden des Landes getroffen haben.
Israel erklärt „großangelegten Angriff“ für beendet – Ziel waren Verteidigungssysteme
Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge einen „großangelegten Angriff“ auf Ziele im Iran beendet. Dutzende Kampfflugzeuge hätten dabei „strategische Verteidigungssysteme“ der iranischen Führung ins Visier genommen, teilte das israelische Militär am Vormittag mit. Israels Armee habe dabei erst seit kurzem von Teheran eingesetzte Verteidigungssysteme in zahlreichen Gegenden des Landes zerstört.
Iran meldet Raketenangriff auf Öl-Anlage in Haifa
Die iranischen Revolutionsgarden greifen nach eigenen Angaben eine petrochemische Anlage im israelischen Haifa mit Raketen an. Dies sei die Reaktion auf einen amerikanisch-israelischen Angriff auf eine ähnliche Anlage im Iran, teilt die Revolutionsgarde mit. Weitere Angriffe auf zivile Ziele und Energieanlagen in der Region würden Folgen für die Weltwirtschaft haben. Die Verantwortung dafür trügen die USA.
Teheran warnt USA vor Folgen israelischer Angriffe
Der Iran warnt vor einem Scheitern der Friedensbemühungen von US-Präsident Donald Trump. Die israelischen Angriffe und die iranischen Gegenangriffe belasteten den „chaotischen diplomatischen Prozess“ mit den USA, teilt das Außenministerium mit. Zudem verstärke die Entwicklung das Misstrauen der Regierung in Teheran gegenüber Washington, sagt Ministeriumssprecher Esmail Baghaei. Die USA trügen die Verantwortung für die jüngsten Verletzungen der Waffenruhe, da Israel nicht ohne Rücksprache mit Washington handele.
Huthi-Miliz bestätigt Angriffe auf Israel
Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen hat erstmals seit Wochen wieder einen Angriff auf Israel für sich beansprucht. Sie habe mehrere Raketen auf Israel gefeuert, teilte Militärsprecher Jahja Sari mit. Zugleich verkündete er eine „komplette Blockade“ der Seefahrt für Israel im Roten Meer. Jegliche israelische Bewegungen dort würden als „militärische Ziele“ betrachtet. Damit könnten im Roten Meer erneut auch Handelsschiffe in Gefahr geraten, die nach Einschätzung der Huthi einen Bezug zu Israel haben und etwa israelische Häfen ansteuern. Es ist der erste direkte Angriff der Huthi auf Israel seit Anfang April.
Israel: Luftwaffe hat Petrochemieanlage im Iran attackiert
Israel hat bei seinen Angriffen auf den Iran nach eigenen Angaben mit seiner Luftwaffe eine Petrochemieanlage im Süden der Islamischen Republik angegriffen. Mehrere Ziele seien dort attackiert worden, teilt das Militär mit. Von iranischer Seite wurde der Angriff bestätigt. Die petrochemische Anlage Karun nahe der südwestlichen Stadt Bandar-e-Mahschahr sei bei einem israelischen Angriff getroffen und beschädigt worden, teilen die Behörden der Provinz Chusestan laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Fars mit.
Israels Militär meldet Rakete aus dem Jemen
Nach Angaben des israelischen Militärs ist eine Rakete aus dem Jemen in Richtung Israel abgefeuert worden. Die Luftabwehrsysteme seien im Einsatz, um die Gefahr abzufangen, teilte das Militär am frühen Morgen auf Telegram weiter mit. Die Bevölkerung war aufgerufen, Schutzanweisungen zu folgen. Später teilte das Militär mit, dass die Menschen die Bunker wieder verlassen könnten. Im Jemen operiert die vom Iran unterstützte militant-islamistische Huthi-Miliz.
Saudi-Arabien gibt Entwarnung für Region nahe Riad
Saudi-Arabiens Zivilschutz hat vor möglichen Angriffen nahe der Hauptstadt Riad gewarnt und bald darauf wieder Entwarnung gegeben. Die Gefahr in al-Chardsch südöstlich der Hauptstadt sei vorüber, teilte der Zivilschutz heute mit. Kurz zuvor hatte die Behörde eine entsprechende Warnung verschickt und Anwohner aufgefordert, sich in Sicherheit zu begeben und sich zu Hause etwa von Fenstern fernzuhalten. Al-Chardsch liegt südöstlich der Hauptstadt Riad. Hier befindet sich unter anderem der wichtige US-Luftwaffenstützpunkt Prinz Sultan.
Iran beschießt Israel erneut mit Raketen
In mehreren Gegenden Israels haben nach neuem iranischem Raketenbeschuss am Morgen die Warnsirenen geheult. Unter anderem im Zentrum und Süden des Landes gab es Raketenalarm. Etliche Menschen mussten erneut Schutz in Bunkern vor dem Angriff suchen. „Die Verteidigungssysteme sind im Einsatz, um die Bedrohung abzufangen“, teilte das israelische Militär mit.
Iran: Revolutionsgarden melden israelischen Angriff mit ballistischen Raketen
Israel greift nach Angaben der iranischen Revolutionsgarden Ziele im Iran mit luftgestützten ballistischen Raketen an. Dies meldet die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Zudem ist in der Nähe der iranischen Stadt Karadsch Insidern zufolge eine Explosion zu hören, wie die Nachrichtenagentur Nournews berichtet.
Israels Militär greift Ziele im Iran an
Die israelische Luftwaffe greift nach Militärangaben militärische Ziele des iranischen Regimes im Westen und Zentrum des Irans an. Das teilte das israelische Militär in den frühen Morgenstunden auf der Plattform X mit. Das iranische Staatsfernsehen meldete am Montag Explosionen in Isfahan, Tabris, Karadsch und Teheran. Die Angriffe erfolgen wenige Stunden, nachdem der Iran als Vergeltung für einen Angriff auf die südlichen Vororte von Beirut zahlreiche Raketen auf israelische Ziele abgefeuert hat.
Iran: Nachrichtenagentur meldet Explosionen in Teheran
In der iranischen Hauptstadt Teheran sind Explosionen zu hören. Dies meldet die iranische Nachrichtenagentur Mehr.
Ölpreise steigen wieder deutlich
Die Ölpreise sind nach der jüngsten Eskalation in Nahost wieder deutlich gestiegen. So kostete ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent zur Lieferung im August am frühen Montagmorgen 95,51 US-Dollar. Das sind 2,6 Prozent mehr als noch am Vortag.
Trump: Netanjahu muss künftigen „Iran-Deal“ akzeptieren
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wird nach den Worten von US-Präsident Donald Trump ein künftiges Abkommen der USA mit dem Iran akzeptieren müssen. „Er wird keine Wahl haben“, zitiert die Zeitung „Financial Times“ den US-Präsidenten aus einem Interview. Trump macht darin deutlich, wer bei den Verhandlungen die Bedingungen diktiert: „Ich habe das Sagen. Ich habe absolut das Sagen. Er hat nicht das Sagen.“ Netanjahu müsse sich jedem Deal beugen, den die USA mit der Führung in Teheran aushandeln, berichtet das Blatt weiter.
Israel schließt nach Angriffen aus Iran Übergänge nach Gaza
Israel hat nach den neuen Raketenangriffen aus dem Iran die Grenzübergänge in den Gazastreifen geschlossen. Es handele sich um eine „Sicherheitsmaßnahme“, hieß es in einer Mitteilung der zuständigen israelischen Cogat-Behörde. Betroffen seien unter anderem der Rafah-Grenzübergang zwischen dem Gazastreifen und Ägypten sowie der Warenübergang Kerem Schalom zwischen Israel und dem Gazastreifen. Die Maßnahme werde keine Auswirkungen auf die humanitäre Lage in dem Küstenstreifen haben, hieß es weiter.
Raketen dringen in Jordaniens Luftraum ein
Bei den neuesten Angriffen des Irans auf Israel sind einige der Raketen in Jordaniens Luftraum eingedrungen. Das teilte ein Sprecher der jordanischen Regierung mit. Mehrere Raketen hätten Jordaniens Luftraum bei der „erneuten Eskalation“ verletzt. Die jordanischen Streitkräfte würden die Situation genau beobachten. „Jordanien wird nicht zulassen, dass sein Gebiet oder sein Himmel in ein Schlachtfeld für irgendwen verwandelt werden.“
Israels Armee: Iran begeht mit Angriff „schweren Fehler“
Die israelische Armee ist nach Angaben eines Militärsprechers nach dem iranischen Raketenangriff auf alle Szenarien vorbereitet. Das Militär sei „stark in der Verteidigung und im Angriff“, sagte Sprecher Effie Defrin in einer Video-Ansprache. Der israelische Militärchef Ejal Zamir halte gegenwärtig Beratungen ab und billige „Pläne für das weitere Vorgehen“. Der Iran habe mit den neuen Raketenangriffen auf Israel einen „schweren Fehler begangen“.
Irak und Syrien sperren Luftraum vorübergehend
Der Irak und Syrien haben ihren Luftraum nach den neuesten Raketenangriffen des Irans auf Israel vorübergehend gesperrt. Im Irak gelte die Sperrung für 72 Stunden, teilte die Behörde für zivile Luftfahrt mit. Es handle sich um eine Vorsichtsmaßnahme wegen „aktueller regionaler Entwicklungen und Spannungen“. Im benachbarten Syrien wurde eine Sperrung ab 23.00 Uhr abends (22.00 MESZ) für 12 Stunden verkündet.
Trump „nicht glücklich“ mit Israel – „Iran soll weiter verhandeln“
US-Präsident Donald Trump sagt dem Sender Fox News, er sei nicht glücklich damit, dass Israel Ziele in Beirut angegriffen habe. Der US-Präsident fordert gleichwohl den Iran auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Er sei eigentlich davon ausgegangen, dass eine Vereinbarung mit dem Iran am Montag, Dienstag oder Mittwoch unterzeichnet werden könne und nun passiere so etwas. Dem Portal Axios sagt Trump, bei dem iranischen Beschuss Israels sei niemand verletzt worden und er hoffe, dass Israel nicht mit Gegenschlägen reagieren.
Medien: Trump fordert von Israel Verzicht auf Gegenschläge
Nach den neuesten Raketenangriffen des Irans auf Israel will US-Präsident Donald Trump Medienberichten zufolge den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu auffordern, auf Vergeltungsschläge gegen Teheran zu verzichten. Trump habe ein entsprechendes Telefonat mit Netanjahu angekündigt, berichtete ein Reporter des Nachrichtenportals „Axios“ auf X. Der israelische Sender Kan berichtete ebenfalls, dass Israel nach Trumps Willen nicht auf die Angriffe reagieren solle.
Berichte: Israel will auf Raketenangriffe Irans reagieren
Israel will nach Medienberichten hart auf die ersten iranischen Raketenangriffe seit zwei Monaten reagieren. Der israelische TV-Sender N12 sowie das Nachrichtenportal „ynet“ berichteten dies unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten israelischen Regierungsvertreter. „Der Iran kann vergessen, dass wir das hinnehmen werden – die Reaktion wird hart ausfallen“, sagte der Repräsentant nach Angaben von „ynet“.
Iran: Luftwaffenstützpunkt in Israel attackiert
Irans Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge bei ihren Raketenangriffen auf Israel unter anderem auf Militäreinrichtungen gezielt. Der Luftwaffenstützpunkt Ramat David sei mit ballistischen Raketen attackiert worden, hieß es in einer von der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Erklärung der Revolutionsgarden. In der Mitteilung begründeten Irans Revolutionsgarden ihre Angriffe mit der Eskalation im Libanon.
Iran sperrt Luftraum im Westen des Landes
Der Iran hat den Luftraum im Westen des Landes bis auf weiteres gesperrt. Die zivile Luftfahrtbehörde begründete dies nach den iranischen Raketenangriffen auf Israel mit neuen Gefährdungsbewertungen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete. Die Bevölkerung wurde gebeten, von Fahrten zu den Flughäfen abzusehen.
Iran: Könnten Israel noch vernichtendere Schläge zufügen
Der Iran hat weitere Angriffe auf Israel angedroht. Die iranischen Revolutionsgarden teilen mit, die israelische Armee müsse ihre Angriffe auf den Libanon einstellen. Sollte Israel die Angriffe ausweiten oder auf die Maßnahmen des Iran reagieren, werde Israel „noch vernichtendere und bedauerlichere Schläge“ zu spüren bekommen.
Israel: Haben bislang alle iranischen Raketen abgefangen
Das israelische Militär teilt mit, bislang seien alle von Iran abgeschossenen Raketen abgefangen worden. Der Beschuss aus dem Iran sei aber noch nicht beendet.



