Familienreise sorgt für Sicherheitsaufwand
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat bei seiner offiziellen Europareise zur Gedenkfeier des D-Day in Frankreich fast seine gesamte Familie mitgenommen. Wie die „Washington Post“ berichtet, reisten seine Frau und sechs seiner sieben Kinder mit. Dies stellte die Sicherheitsbeamten vor erhebliche Herausforderungen. Ein Sprecher des Ministers erklärte zwar, dass Hegseth die Reisekosten seiner Familie selbst trage, doch ob dies auch die zusätzlichen Kosten für das Sicherheitspersonal einschließt, ließ er offen. Hegseth hat insgesamt sieben Kinder: vier leibliche aus zwei früheren Beziehungen und drei Stiefkinder aus seiner aktuellen Ehe. Welches Kind nicht mit nach Frankreich flog, ist nicht bekannt.
Sicherheitskosten gestiegen
Laut der „Washington Post“ sind die Kosten für den Personenschutz seit Hegseths Amtsantritt deutlich gestiegen, da die Sicherheitsbehörde auch den Schutz der Häuser seiner Ex-Frauen übernimmt. Bereits in der Vergangenheit hatte Hegseth seine Kinder auf offizielle Reisen mitgenommen, etwa im Oktober mit einem Zwischenstopp auf Hawaii. Damals wollte sich das Pentagon nicht dazu äußern, ob der Minister die Kosten für die Begleitung seiner Familie erstattet hat.
Rede zum D-Day: Migration als Invasion
Anlässlich des 82. Jahrestags der Landung der Alliierten in der Normandie rief Hegseth auf dem US-Soldatenfriedhof in Colleville-sur-Mer erneut die Nato dazu auf, ihre Verteidigungsfähigkeiten auszubauen. Er betonte: „Frieden wird nur durch Stärke garantiert.“ Auf die Kriege im Iran, in der Ukraine oder anderen Regionen der Welt ging er nicht ein. Stattdessen thematisierte er die irreguläre Migration in EU-Staaten und bediente sich eines drastischen Vergleichs mit dem D-Day: „Leider werden heute verschiedene europäische Strände von verschiedenen gefährlichen Ideologien gestürmt: An den Stränden Spaniens, Italiens, Griechenlands und Bulgariens landen Boote und Menschen“, sagte der US-Minister. Er stellte die Frage, ob die europäischen Regierungen „gegen diese Invasion vorgehen oder ob es schon zu spät ist“.
Historischer Hintergrund des D-Day
Die Landung in der Normandie am 6. Juni 1944, an der knapp 7.000 Schiffe und rund 132.000 alliierte Soldaten beteiligt waren, eröffnete im Westen eine zweite Front gegen die Wehrmacht und trug entscheidend zum Sieg über Nazideutschland im Zweiten Weltkrieg bei. Hegseths Äußerungen stoßen in diesem Kontext auf Kritik, da sie die Erinnerung an die historische Befreiung Europas mit einer negativen Darstellung von Migration verbinden.



