Die Europäische Union und Südkorea haben bei einem Gipfeltreffen in Brüssel beschlossen, ihre Partnerschaft weiter auszubauen. Ein zentrales Element ist ein geplantes Abkommen zum Austausch von Geheimdokumenten, das die sicherheits- und verteidigungspolitische Zusammenarbeit erleichtern soll. Dies gaben beide Seiten nach dem Spitzentreffen bekannt.
Neue Wirtschaftsdialoge und Kooperationen
Neben dem Geheimdokumenten-Abkommen wurde ein neuer Wirtschaftsdialog vereinbart. Zudem wollen die Partner enger in den Bereichen Energie, Forschung und Innovation zusammenarbeiten. Um die Geschäftsbeziehungen zu fördern, unterzeichneten die Vertreter ein Digitalhandelsabkommen. Dieses regelt unter anderem den Online-Verbraucherschutz und die Anerkennung elektronischer Verträge.
Stimmen aus der Politik
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen betonte die Bedeutung der Partnerschaft: „Die Zusammenarbeit zwischen der EU und Südkorea war noch nie so wichtig wie heute. Gemeinsam stärken wir die wirtschaftliche Sicherheit und treiben Innovationen voran – zum konkreten Nutzen unserer Bürger.“
EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas hob die gemeinsamen Herausforderungen hervor: „Auch wenn wir geografisch weit voneinander entfernt sind, stehen wir vor ähnlichen sicherheitspolitischen Problemen. In einer Zeit, in der die internationale Ordnung unter Druck gerät und wir durch aggressive Nachbarn bedroht werden, wissen wir, dass wir in Südkorea einen verlässlichen Freund haben.“
EU-Ratspräsident António Costa unterstrich die gemeinsamen Werte: „Uns eint das Engagement für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und fairen Handel.“
Hintergrund: Südkoreas Rekordwachstum
Erst kürzlich meldete Südkorea dank des KI-Booms ein Rekordwachstum. Dies unterstreicht die wirtschaftliche Dynamik des asiatischen Landes, das für die EU ein immer wichtigerer Partner wird.



