EU-Staaten geben grünes Licht für erste Phase der Beitrittsgespräche mit der Ukraine
Alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union haben der Ukraine zufolge der Eröffnung der ersten Phase der Beitrittsgespräche mit der Ukraine und der Republik Moldau zugestimmt. Dies teilte die ukrainische Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko auf der Plattform X mit. „Großartige Neuigkeiten. Wir sind der EU-Mitgliedschaft einen Schritt näher gekommen und bewegen uns stetig auf unser Ziel zu“, schrieb sie. Die Entscheidung markiert einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg der Ukraine in die Europäische Union, obwohl noch viele Verhandlungen bevorstehen.
Europäer arbeiten offenbar an Verhandlungsplänen für Ukraine
Einige der wichtigsten europäischen Verbündeten der Ukraine arbeiten einem Medienbericht zufolge gemeinsam mit der Regierung in Kiew an Plänen, um Russland in Verhandlungen zur Beendigung des Krieges einzubinden. Vertreter aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien erörtern demnach die Möglichkeit von Gesprächen und tauschen sich darüber mit der ukrainischen Seite aus, meldete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Diese Entwicklung zeigt, dass die europäischen Partner weiterhin auf eine diplomatische Lösung drängen.
Selenskyj sieht sich wegen Iran-Krieg in der Warteschlange
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat das lange Warten auf die Anreise von US-Unterhändlern nach Kiew bedauert. „Leider stehen wir heute nicht im Mittelpunkt“, sagte der Staatschef bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte. Für die USA sei der Ende Februar gestartete Irankrieg das Thema Nummer eins und die Ukraine komme erst danach. „Bedauerlicherweise stehen wir in der Warteschlange dieser Kriege“, stellte er fest. Dennoch sei er weiter der Meinung, dass die USA die stärkste Kraft seien, um Russland zu einem Ende des Krieges gegen die Ukraine zu bewegen. Selenskyj hatte bereits für Mitte April eine Reise des US-Sondergesandten Steve Witkoff und des Schwiegersohns von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, zu Gesprächen in die Ukraine angekündigt.
Russische Saratow-Raffinerie offenbar nach Drohnenangriff außer Betrieb
Die russische Ölraffinerie Saratow ist Insidern zufolge nach einem Drohnenangriff seit dem 31. Mai außer Betrieb. Die einzige Rohöldestillationsanlage mit einer Kapazität von 20.000 Tonnen pro Tag sei abgeschaltet, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Die Reparaturarbeiten dürften etwa zwei Wochen dauern. Der Eigentümer Rosneft äußerte sich zunächst nicht dazu. Die Anlage war bereits im März nach einem Drohnenangriff vorübergehend stillgelegt worden.
Selenskyj: Angriffe in Russland stärken Verhandlungsposition
Die verstärkten ukrainischen Angriffe auf Ziele in Russland ermöglichen es der Ukraine Präsident Wolodymyr Selenskyj zufolge, Verhandlungen über ein Kriegsende auf Augenhöhe zu führen. Bei einem gemeinsamen Auftritt mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte in Kiew sagte er, dass es für die Ukraine nur eine Frage der Zeit sei, bis man den Umfang solcher Angriffe erhöhe. Diese Aussage unterstreicht die Entschlossenheit Kiews, militärischen Druck auf Russland auszuüben.
Kreml bestätigt Schröder-Visite in Moskau
Der Kreml hat am Mittwoch bestätigt, dass der ehemalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder Russland besucht. Russische Staatsmedien hatten zuvor berichtet, Schröder sei in Moskau gesehen worden. Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte, Russland begrüße seinen Besuch. Es war unklar, ob sich Schröder immer noch in Russland aufhält. Präsident Wladimir Putin hatte den Altkanzler vor zwei Wochen als Person genannt, die Europa bei möglichen künftigen Gesprächen mit Moskau über die Sicherheit des Kontinents vertreten könnte. Die Bundesregierung und andere europäische Regierungen hatten dies deutlich abgelehnt.
Ukrainische Bahn will Preise um 45 Prozent erhöhen
Die ukrainische Staatsbahn Ukrsalisnyzja fordert zur Sanierung ihrer Finanzen und für den Abschluss einer Umschuldung eine Anhebung der Frachttarife um mindestens 45 Prozent in diesem Jahr. Die Bahn könne nicht länger andere Wirtschaftszweige mit eigenen Mitteln subventionieren, sagte der Chef des Unternehmens, Olexandr Perzowskyi, der Nachrichtenagentur Reuters. Die Erhöhung sei ein Kompromiss, der es dem Unternehmen erlaube, „zumindest durchzuhalten“. Hintergrund sind die stark gestiegenen russischen Angriffe auf die Infrastruktur der Bahn. Im fünften Kriegsjahr ist die Eisenbahn ein wichtiger Teil des ukrainischen Logistiknetzes für den Güter- und Personenverkehr. Die russischen Streitkräfte greifen immer wieder Lokomotiven, Depots, Umspannwerke und Brücken an, um den Betrieb zu lähmen.
Russland: Haben 754 ukrainische Drohnen abgefangen
Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau binnen 24 Stunden 754 ukrainische Drohnen abgefangen. Unabhängig überprüfen lassen sich solche Angaben zum Kampfgeschehen nicht. Russland teilt nicht mit, wie viele feindliche Drohnen entdeckt wurden oder ihr Ziel erreicht haben.
Ukraine: Haben Kriegsschiff der russischen Ostsee-Flotte getroffen
Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben bei seinem Angriff auf Kronstadt ein Kriegsschiff der russischen Ostsee-Flotte getroffen. Der Treffer habe an Bord der Korvette „Boikij“ einen Großbrand ausgelöst, teilte das ukrainische Militär auf Telegram mit.
Russland kündigt weitere systematische Angriffe auf Ukraine an
Russland kündigte nach dem ukrainischen Beschuss von Zielen in St. Petersburg weitere systematische Angriffe auf die Ukraine an. „Ich möchte Sie an die Erklärung des Außenministeriums erinnern, in der es heißt, dass unsere Reaktionen systematisch sein werden, und das sind sie auch schon“, sagte der Sprecher des Präsidialamtes in Moskau, Dmitri Peskow, vor der Presse. Er reagierte damit auf eine Frage nach dem ukrainischen Angriff auf St. Petersburg.
Selenskyj: Haben auch Militäreinrichtung in Kronstadt angegriffen
Dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge haben die Streitkräfte bei ihrem Angriff auf St. Petersburg nicht nur das Ölterminal, sondern auch eine Militäreinrichtung in Kronstadt auf einer Insel in der Nähe der russischen Metropole ins Visier genommen. Dort befinden sich Teile der russischen Baltischen Flotte sowie wichtige Schiffbau- und Reparaturanlagen. Der ukrainische Generalstab teilte mit, dass erste Informationen auf Treffer von Schiffen und Infrastruktur in Kronstadt hindeuteten. Ein unbestätigtes Video, das in den sozialen Medien kursiert, zeigt Anwohner, die ukrainische Drohnen filmen. Diese ähneln Flugzeugen und fliegen über Teilen der Stadt, während im Hintergrund Brände am Exportterminal für Treibstoff wüten.
Russland: In Region Leningrad 59 ukrainische Drohnen abgefangen
Über der russischen Region Leningrad hat die Flugabwehr nach Angaben von Gouverneur Alexander Drosdenko in der Nacht zum Mittwoch 59 ukrainische Drohnen abgefangen. Wie viele feindliche Geschosse entdeckt wurden oder eingeschlagen sind, teilte die russische Seite nicht mit.
Nato-Generalsekretär in Kiew angekommen
Nato-Generalsekretär Mark Rutte ist in der ukrainischen Hauptstadt Kiew angekommen. Das teilte die ukrainische Eisenbahn mit. „Wir freuen uns, heute Nato-Generalsekretär Mark Rutte im Kiewer Hauptbahnhof begrüßen zu dürfen“, erklärte die staatliche Ukrsalisnyzia auf Telegram.
Drohnen-Treffer in St. Petersburg kurz vor internationaler Konferenz
Bei Drohnenangriffen auf St. Petersburg sind nach Angaben des Gouverneurs Teile der Infrastruktur in mehreren Bezirken beschädigt und mehrere Menschen verletzt worden. In der russischen Metropole begann am Mittwoch ein internationales Wirtschaftsforum, das als „russisches Davos“ von Präsident Wladimir Putin gilt. Bilder in Telegram-Kanälen zeigen tieffliegende Drohnen und Feuer am Ölterminal im Hafen der zweitgrößten russischen Stadt. Der Flugverkehr am Flughafen St. Petersburg war Daten von Tracking-Internetseiten zufolge stark eingeschränkt, seit Stunden starteten und landeten keine Maschinen.
Gouverneur: Industriebetrieb in russischer Oblast Tambow beschossen
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff sind nach russischen Angaben Ziele in der Stadt Mitschurinsk getroffen worden. Unter anderem seien Nebengebäude eines Industriebetriebes, ein Wohnhaus und eine Bibliothek beschädigt worden, teilte der Gouverneur der zentralrussischen Oblast Tambow, Jewgeni Perwyschow, mit. Verletzte gebe es nicht.
Kraftstoffausgabe im russisch besetzten Luhansk begrenzt
Nach der Einführung von Benzin- und Diesel-Limits auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim müssen sich nun auch die Menschen im besetzten ukrainischen Gebiet Luhansk auf eine begrenzte Ausgabe von Kraftstoff einstellen. Bei den Marken AI-95 (entspricht Super in Europa) und AI-92 (Normal) sowie Diesel werde die Abgabe auf höchstens 20 Liter pro Person beschränkt, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf die Besatzungsbehörden. Begründet wurde der Schritt demnach mit den derzeitigen Vorräten und einer gestiegenen Kraftstoffnachfrage in den vergangenen Tagen. Es handele sich um vorübergehende Beschränkungen, hieß es weiter.
Russland: Gebäude bei Drohnenangriff auf Mitschurinsk beschädigt
Bei einem Drohnenangriff auf die Stadt Mitschurinsk in der zentralrussischen Region Tambow werden nach Angaben von Gouverneur Jewgeni Perwyschow unter anderem Nebengebäude einer Industrieanlage, ein Wohnhaus und eine Bibliothek beschädigt. Verletzte gebe es nicht, teilte er auf Telegram mit.
Russland: Sieben Tote bei Drohnenangriff in Region Donezk
Bei einem Drohnenangriff im russisch kontrollierten Teil der ostukrainischen Region Donezk werden nach Angaben der dortigen Behörden sieben Menschen getötet und elf weitere verletzt. Die Drohne habe einen Reisebus getroffen, der zwischen Moskau und Simferopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim unterwegs gewesen sei, teilte der von Moskau eingesetzte Regionalgouverneur Denis Puschilin auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit.
Russland meldet Drohnenabschüsse bei St. Petersburg und Moskau
Russland meldete den Abschuss mehrerer Drohnen über der Region Leningrad und im Anflug auf Moskau. In der Region im Nordwesten des Landes seien drei Drohnen abgeschossen worden, teilte Gouverneur Alexander Drosdenko im Kurznachrichtendienst Telegram mit. Weitere 13 Drohnen habe die Luftabwehr vor der Hauptstadt abgefangen, erklärte der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin. Unterdessen wird am St. Petersburger Flughafen Pulkowo der Flugverkehr vorübergehend eingeschränkt, wie die Luftfahrtbehörde Rosawiazija mitteilte. In St. Petersburg begann in Kürze das Internationale Wirtschaftsforum.
Russland verhängt Einreiseverbote gegen britische Journalisten
Russland verhängte ein Einreiseverbot gegen fünf britische Staatsbürger, darunter zwei bekannte Journalisten. Der Schritt sei eine Antwort auf die „provokante antirussische Rhetorik britischer Regierungsvertreter, die Verbreitung von Unterstellungen gegen Russland und konkrete Schritte Londons zur Belieferung des Kiewer Regimes mit Waffen“, teilte das Außenministerium in Moskau auf seiner Internetseite mit. Betroffen von der Maßnahme seien die auf Russland spezialisierte Investigativjournalistin der „Washington Post“, Catherine Belton, sowie der Korrespondent für Sicherheitsthemen der britischen Zeitung „The i“, Richard Holmes. Holmes ist für seine Recherchen ausgezeichnet worden und war Finalist für den Pulitzer-Preis. Auf der Sanktionsliste stehen zudem Vertreter aus einer Denkfabrik sowie aus Unternehmen.
Selenskyj warnt vor neuem massiven russischen Angriff
Nach einem schweren russischen Angriff mit vielen Toten und Verletzten in der Nacht zu Dienstag warnte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erneut vor einer großen Attacke. Noch in dieser Nacht könne es zu einem massiven Angriff kommen, sagte er unter Berufung auf Geheimdienstinformationen in seiner abendlichen Videobotschaft. Erst in der Nacht auf Dienstag hatte Russland die Ukraine erneut mit schweren Luftangriffen überzogen. Selenskyj sprach von 22 Toten und 130 Verletzten. Selenskyj sagte weiter, Russland stuft ukrainische Unternehmen, die Fortschritte bei der Entwicklung und Produktion von Raketen machen, als vorrangige Ziele ein. Die Ukraine werde darauf reagieren.
Selenskyj warnt vor weiterem russischen Großangriff
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte vor einem erneuten massiven russischen Luftschlag. „Unseren Geheimdienstinformationen zufolge könnte es heute Nacht zu einem weiteren großangelegten Angriff kommen“, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Er forderte die Bevölkerung eindringlich auf, auf Luftalarme zu achten.
Ukraine: Zahl der Toten durch russische Angriffe steigt auf 22
Die Zahl der Toten durch die jüngsten russischen Angriffe stieg nach ukrainischen Angaben auf 22. Zudem gebe es mehr als 100 Verletzte bei den Attacken mit Hunderten Drohnen und Dutzenden Raketen. Allein in Dnipro im Südosten des Landes seien 16 Menschen in der Nacht ums Leben gekommen, teilten die Behörden mit. Bei erneutem russischen Beschuss im Laufe des Tages seien zwei weitere Menschen verletzt worden.
Drohnenangriffe auf Raffinerien zwingen Russland zu höheren Ölexporten
Russland hat wegen der ukrainischen Drohnenangriffe auf seine Raffinerien die Rohölexporte über seine Westhäfen deutlich ausgeweitet. Die Ausfuhren über die Häfen Primorsk, Ust-Luga und Noworossijsk stiegen im Mai im Vergleich zum Vormonat um 15 Prozent auf 2,5 Millionen Barrel pro Tag, wie zwei mit den Daten vertraute Brancheninsider am Montag der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Dies ist der höchste Wert seit September 2024. Die Regierung in Moskau ist zu diesem Schritt gezwungen, da sie das Öl wegen der beschädigten Anlagen nicht mehr im eigenen Land verarbeiten kann. Hintergrund sind die verstärkten ukrainischen Angriffe auf die russische Ölindustrie in diesem Frühjahr. Diese haben zu erheblichen Ausfällen in den Raffinerien und zu Kraftstoffengpässen in Russland geführt. Den Insidern zufolge waren zuletzt praktisch alle großen Raffinerien in Zentralrussland gezwungen, ihre Produktion zu drosseln oder ganz einzustellen. Mit den höheren Rohölexporten will Moskau eine drastische Drosselung der Ölförderung vermeiden. Die Exportkapazitäten der Westhäfen sind jedoch begrenzt. Das erschwert es, die gesamte nicht verarbeitete Ölmenge umzuleiten.
Gouverneur der Krim ruft angesichts von Benzinknappheit zu Ruhe auf
Der von Russland eingesetzte Regierungschef der annektierten ukrainischen Halbinsel Krim, Sergej Axjonow, rief die Bevölkerung angesichts von Benzinknappheit zu Geduld und Ruhe auf. Auf der Krim kommt es zu Engpässen bei der Treibstoffversorgung, nachdem ukrainische Drohnenangriffe die Lieferungen aus den angrenzenden, von Russland kontrollierten Gebieten eingeschränkt haben. Russland hatte die ukrainische Halbinsel bereits im Jahr 2014 annektiert.



