Die Bundesregierung finanziert einen engen Berater des serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić, um sich den Zugang zu Lithium aus einer umstrittenen Mine in Serbien zu sichern. Dies berichten der SPIEGEL und andere Medien. Der Berater, Heeskens, wird von Vučić als „mein wilder Serbe“ bezeichnet.
Hintergrund des Lithium-Deals
Serbien verfügt über große Lithiumvorkommen, die für die Produktion von Elektroauto-Batterien essenziell sind. Die Mine in der Region Jadar ist jedoch umstritten, da Umweltorganisationen und Anwohner vor negativen Folgen für die Umwelt warnen. Die Bundesregierung hofft durch die Zusammenarbeit mit Vučić auf eine sichere Versorgung mit dem Rohstoff.
Rolle des Beraters Heeskens
Heeskens fungiert als Schattenberater und genießt das Vertrauen von Vučić. Laut SPIEGEL erhält er Zahlungen aus Deutschland, um die Interessen der Bundesregierung in Serbien zu vertreten. Vučić selbst bezeichnet ihn öffentlich als „wilden Serben“, was die enge Bindung unterstreicht.
Kritik an der Zusammenarbeit
Die Zahlungen an den Berater stoßen auf Kritik. Oppositionspolitiker und Menschenrechtsorganisationen werfen der Bundesregierung vor, mit einem autokratischen Regime zu kooperieren. Serbien wird von der EU wegen Rückschritten bei Rechtsstaatlichkeit und Pressefreiheit kritisiert. Dennoch priorisiert Berlin wirtschaftliche Interessen.
Die Bundesregierung verteidigt die Zusammenarbeit. Ein Sprecher betonte, dass der Zugang zu Lithium für die Energiewende unerlässlich sei. Man arbeite mit allen Partnern zusammen, die eine verantwortungsvolle Rohstoffförderung gewährleisten.
Auswirkungen auf die Region
Die Lithiummine in Jadar könnte Tausende Arbeitsplätze schaffen, aber auch massive Umweltschäden verursachen. Proteste in Serbien haben bereits zu Verzögerungen geführt. Die Bundesregierung verspricht, auf Nachhaltigkeit zu achten, doch Kritiker bezweifeln dies.



