Bangladesch-Diplomat wird neuer UN-Präsident nach Baerbock
Bangladesch-Diplomat wird neuer UN-Präsident

Die UN-Generalversammlung hat den aktuellen Außenminister von Bangladesch, Khalilur Rahman (72), zu ihrem nächsten Präsidenten gewählt. Der erfahrene Diplomat tritt damit die Nachfolge von Annalena Baerbock (45) an, die ihm zu „einem der besten Jobs der Welt“ gratulierte. Rahman wird sein Amt im September antreten.

Knappe Wahlentscheidung

Die Abstimmung fiel relativ knapp aus: 99 der 193 Mitgliedstaaten stimmten für den 72-jährigen Diplomaten. Er setzte sich gegen den zypriotischen Diplomaten Andreas Kakouris (66) durch, der 91 Stimmen erhielt. Obwohl die Position des Präsidenten der UN-Generalversammlung hauptsächlich repräsentativ ist, kann der Amtsinhaber hinter den Kulissen Einfluss auf die Abläufe nehmen. Die Beschlüsse der Generalversammlung haben oft symbolischen Charakter und gelten als weltweites Stimmungsbild.

Herausforderungen für den neuen Präsidenten

Khalilur Rahman übernimmt das Amt in schwierigen Zeiten. Die Vereinten Nationen stehen aufgrund zahlreicher ungelöster bewaffneter Konflikte und riesiger finanzieller Lücken unter erheblichem Reformdruck. Unter Diplomaten wurde bis zuletzt bezweifelt, ob der Baerbock-Nachfolger sein Amt als Außenminister von Bangladesch niederlegen würde. Rahman kündigte jedoch an, „Vollzeit-Präsident“ sein zu wollen, und sich für eine Reform der UN-Friedensmissionen, die Förderung von Frauen und Mädchen sowie die Belange der ärmsten Länder der Erde einzusetzen.

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Amtsübergabe im September

Deutschlands frühere Außenministerin Annalena Baerbock bleibt noch bis zur offiziellen Amtsübergabe am 9. September im Amt. Kurz danach beginnt die Generaldebatte der UN-Vollversammlung mit Staatsgästen aus aller Welt. Die Grünen-Politikerin hat sich bisher nicht öffentlich dazu geäußert, ob sie nach dem Posten bei den Vereinten Nationen ein neues Amt anstrebt.

Die Wahl Rahmans zeigt die wachsende Bedeutung der asiatischen Länder in den internationalen Gremien. Bangladesch, das selbst mit Entwicklungshürden kämpft, bringt damit einen erfahrenen Diplomaten in eine Schlüsselposition der Vereinten Nationen. Rahmans Fokus auf die Belange der ärmsten Länder könnte die Agenda der UN in den kommenden Jahren prägen.

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