Eklat um Jugend-Planspiel im Bundestag: AfD-Jugendliche zeigen „White Power“-Geste
Jugend-Planspiel im Bundestag eskaliert: AfD-Gruppe zeigt „White Power“-Geste

Eskalation beim Jugend-Planspiel im Bundestag

Ein eigentlich für demokratische Bildung gedachtes Planspiel im Deutschen Bundestag ist am Mittwoch eskaliert. Teilnehmer der Veranstaltung „Jugend und Parlament“ sollen rassistische Handzeichen gezeigt und andere Teilnehmer beleidigt haben. Im Zentrum der Vorwürfe steht die Gruppe der AfD-Fraktion. Die Vorfälle haben einen Polizeieinsatz ausgelöst und sorgen für Empörung.

Was geschah genau?

Nach Angaben von Teilnehmern und Organisatoren sollen mehrere Jugendliche, die die AfD-Fraktion simulierten, die sogenannte „White Power“-Geste gezeigt haben – ein Handzeichen, das von Rechtsextremen verwendet wird. Zudem sollen sie andere Teilnehmer mit derben Beleidigungen attackiert haben. Die genauen Umstände werden noch ermittelt. Die Bundestagsverwaltung bestätigte, dass die Polizei eingeschaltet wurde, um die Situation zu deeskalieren.

Reaktionen aus der Politik

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) äußerte sich zurückhaltend zu dem Vorfall. Sie wolle die Vorfälle nicht „überskandalisieren“, betonte sie. „Wir müssen genau hinschauen, aber nicht jede Provokation hochkochen“, sagte Klöckner. Gleichzeitig kündigte sie an, dass die Vorfälle intern aufgearbeitet werden. Die AfD-Bundestagsfraktion distanzierte sich von den Aktionen der Jugendlichen. Ein Sprecher sprach von einem „bedauerlichen Einzelfall“ und kündigte Konsequenzen an.

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Stimmen der Teilnehmer

Andere Teilnehmer des Planspiels zeigten sich schockiert. „Alle, egal von welcher Partei, haben sich nett unterhalten – außer einer kleinen Gruppe“, berichtete eine Teilnehmerin. Sie forderte eine klare Grenzziehung gegenüber rechtsextremen Symbolen. Die Veranstaltung „Jugend und Parlament“ findet jährlich statt und soll Jugendlichen die Arbeit des Parlaments näherbringen. In diesem Jahr nahmen rund 300 Jugendliche aus ganz Deutschland teil.

Hintergrund: „White Power“-Geste

Die „White Power“-Geste, bei der die Handfläche nach außen gezeigt wird, ähnelt der „OK“-Geste, wird aber von Rechtsextremen als Erkennungszeichen verwendet. Sie ist in Deutschland nicht strafbar, wird aber von Verfassungsschutz und Polizei als rechtsextremes Symbol eingestuft. Der Vorfall im Bundestag zeigt erneut die Herausforderungen im Umgang mit rechtsextremen Symbolen in Bildungseinrichtungen.

Ausblick

Die Bundestagsverwaltung wird die Vorfälle dokumentieren und prüfen, ob Konsequenzen für die beteiligten Jugendlichen folgen. Die Organisatoren des Planspiels kündigten an, künftig stärker auf die Einhaltung demokratischer Regeln zu achten. Der Vorfall hat eine Debatte über den Umgang mit Rechtsextremismus in der politischen Bildung ausgelöst.

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