Lichadonisia: Griechische Inselgruppe als Seychellen Europas
Lichadonisia: Seychellen Europas in Griechenland

Wer von weißen Sandstränden und türkisblauem Wasser träumt, muss nicht bis auf die Seychellen fliegen. Vor der Küste Griechenlands liegt mit den Lichadonisia eine kleine Inselgruppe, die mit ihrem klaren Wasser, naturbelassenen Stränden und vergleichsweise wenigen Besuchern an ferne Tropenziele erinnert.

Lage und Erreichbarkeit der Lichadonisia

Die Inseln liegen im Golf von Maliakos, einer Meeresbucht mit Verbindung zur Ägäis und damit zum Mittelmeer. Während bekannte Reiseziele wie Mykonos, Rhodos oder Kos jedes Jahr zahlreiche Urlauber anziehen, sind die Lichadonisia bislang wenig bekannt. Die Inselgruppe besteht aus sieben Inseln sowie mehreren kleineren Felsen. Die größte Insel heißt Monolia. Anders als viele stark erschlossene Urlaubsorte haben sich die Lichadonisia ihren ursprünglichen Charakter bewahrt.

Naturbelassene Strände und Ruhe

Große Hotelanlagen gibt es hier nicht. Stattdessen prägen naturbelassene Küstenabschnitte, helles Wasser und eine ruhige Atmosphäre das Bild. Gerade diese Kombination sorgt dafür, dass die Inseln häufig mit deutlich weiter entfernten Reisezielen, wie eben den Seychellen oder den Bahamas, verglichen werden.

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Mediterrane Vegetation statt Palmen

Auch die Landschaft macht die Inselgruppe besonders. Statt tropischer Vegetation wachsen hier typische Pflanzen des Mittelmeerraums. Pinien, Zypressen und immergrüne Sträucher prägen viele Bereiche der Inseln. Auf Monolia befindet sich zudem ein alter Olivenhain. Die Hänge der Insel Strongyli sind von dichter mediterraner Vegetation bedeckt. Trotz der Vergleiche mit den Tropen wirkt die Region typisch griechisch.

Seltene Tierwelt entdecken

Eine weitere Besonderheit liegt direkt vor der Küste. In den Gewässern rund um die Inseln lebt eine kleine Population der Mittelmeer-Mönchsrobbe. Die Art gehört zu den seltensten Säugetieren Europas und gilt als vom Aussterben bedroht. Mit etwas Glück können Besucher die scheuen Tiere bei einer Bootsfahrt oder beim Schnorcheln entdecken. Garantiert ist eine Sichtung aber nicht.

Beliebtes Ziel für Taucher

Neben Strandbesuchen zählen auch Schnorcheln und Tauchen zu den beliebtesten Aktivitäten in der Region. Besonders bekannt ist das Wrack der „Pioneer I“. Das Schiff liegt in einer Tiefe von rund zehn Metern und ist teilweise sogar von der Wasseroberfläche aus zu erkennen. Für Taucher gilt das Wrack als einer der interessantesten Spots der Gegend.

Anreise zu den Lichadonisia

Wer die Lichadonisia besuchen möchte, erreicht die Inselgruppe am einfachsten per Boot. Ausflugsboote starten unter anderem in Kamena Vourla, Agios Georgios sowie weiteren Orten auf dem Festland oder auf der Insel Euböa.

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