Flavonoidreiche Ernährung senkt Brustkrebsrisiko laut Studie
Flavonoidreiche Ernährung senkt Brustkrebsrisiko

Eine flavonoidreiche Ernährung könnte das Brustkrebsrisiko senken – insbesondere bei Frauen mit genetischer Vorbelastung. Das zeigt eine Auswertung von Daten der UK Biobank mit über 93.000 Teilnehmerinnen, die knapp zwölf Jahre lang begleitet wurden. In diesem Zeitraum erkrankten 3110 Frauen an Brustkrebs.

Was sind Flavonoide und wo kommen sie vor?

Flavonoide sind natürliche Pflanzenstoffe, die in vielen Obst- und Gemüsesorten sowie in Tee und dunkler Schokolade vorkommen. Dazu zählen Äpfel, Orangen, Beeren, Paprika, Zwiebeln, grüner und schwarzer Tee sowie dunkle Schokolade. Die Forscher berechneten anhand eines Ernährungsfragebogens einen sogenannten „Flavodiet Score“, der den Verzehr dieser Lebensmittel erfasst.

Studienergebnisse: 15 Prozent geringeres Risiko

Frauen mit der flavonoidreichsten Ernährung hatten ein um 15 Prozent geringeres Brustkrebsrisiko als Teilnehmerinnen mit der geringsten Aufnahme. Besonders deutlich zeigte sich der Zusammenhang für Flavanone aus Zitrusfrüchten sowie für Proanthocyanidine, die unter anderem in Äpfeln, Beeren und Trauben vorkommen. Unter den einzelnen Lebensmitteln waren vor allem Orangen und Äpfel mit einem geringeren Erkrankungsrisiko verbunden.

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Besonders effektiv bei genetischer Vorbelastung

Wie erwartet erkrankten Frauen mit einer hohen genetischen Veranlagung häufiger an Brustkrebs. Auffällig war jedoch: Vor allem in dieser Gruppe war der Effekt der flavonoidreichen Ernährung statistisch belegbar. Für die Autoren ist dies ein klarer Hinweis, dass auch bei genetischer Vorbelastung ein gesunder Lebensstil das Erkrankungsrisiko möglicherweise senken kann.

Einschränkungen der Studie

Bei der Studie handelt es sich um eine Beobachtungsstudie, die keinen ursächlichen Zusammenhang nachweisen kann, sondern nur einen statistischen. Zudem beruhen die Ernährungsangaben auf Fragebögen und können daher ungenau sein. Die Forscher berücksichtigten jedoch weitere Einflussfaktoren wie Alter, Gewicht, Bewegung, Rauchen und Familiengeschichte.

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