Gemeinsames Singen im Güstrower Theater: 364 Besucher erleben unvergessliche Momente
Güstrower Rudelsingen: 364 Sänger erleben Gänsehaut-Momente

Gemeinsames Singen schafft Nähe und Gänsehaut-Momente

Im Güstrower Ernst-Barlach-Theater hallten am Sonnabend nicht nur klassische Theaterklänge, sondern auch begeisterte Gesänge von 364 Besuchern wider. Das zweite Güstrower Rudelsingen verwandelte den Theatersaal in einen Ort der puren Freude und unmittelbaren Verbundenheit. Die Zeilen „Oh wie ist das schön“, normalerweise Fußballstadien vorbehalten, erklangen hier mehrfach und unterstrichen die einzigartige Atmosphäre.

Evergreens treffen den Nerv der Massen

Die musikalischen Leiter Simon Bröker und Hauke Quaer wählten mit Bedacht Lieder aus, die im kollektiven Gedächtnis verankert sind. Von Udo Jürgens‘ „Mit 66 Jahren“ über Karats „Über sieben Brücken“ bis hin zu den Partysongs der Toten Hosen und „Cordula Grün“ – jede Melodie fand sofortigen Anklang. Auf einer großen Leinwand projizierte Texte ermöglichten allen Teilnehmern das mühelose Mitsingen, Mitklatschen und sogar Tanzen. Nach jedem Song brandete begeisterter Jubel durch den Saal.

Generationenübergreifende Begeisterung

Annabelle Rothbart, eine Sechstklässlerin, besuchte das Rudelsingen bereits zum zweiten Mal, begleitet von Mutter, Oma und Freundin Janina Westphal. Ihre Oma Andrea Schäwel, Mitglied im Chor „Barlach-Beat“ und ehemalige Bandmusikerin, schwärmte: „Es ist toll für mich, Lieder mitzusingen, die ich einst selbst performt habe.“ Diese generationenübergreifende Freude am gemeinsamen Singen unterstrich den inklusiven Charakter der Veranstaltung.

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Abschalten vom Alltag im gemeinsamen Gesang

Helge Machner, selbst Chormitglied und bereits auf der Güstrower Theaterbühne aufgetreten, betonte die befreiende Wirkung des Rudelsingens: „Man kann einfach mal vom Alltag und dem beruflichen Drumherum abschalten.“ Zusammen mit seiner Frau Bianca genoss er die ausgelassene Stimmung. Auch Armin Koblenz, erstmaliger Besucher, zeigte sich begeistert von der Liedauswahl, insbesondere von einem ganzen Beatles-Medley, das perfekt in die bunte Mischung passte.

Rudelsingen: Eine Erfolgsgeschichte mit bundesweiter Reichweite

Initiiert von David Rauterberg, hat sich das Rudelsingen zu einem deutschlandweiten Phänomen entwickelt. Simon Bröker, der im Norden Deutschlands aktiv ist, leitet etwa 100 Veranstaltungen pro Jahr mit neun verschiedenen Teams. Sein Ziel ist simpel und wirkungsvoll: „Wir wollen den Leuten einfach eine gute Zeit schenken.“ Diese Philosophie spiegelt sich in der ausgelassenen Atmosphäre wider, die Theaterintendantin Johanna Sandberg bereits beim ersten Rudelsingen überzeugte und zur erneuten Buchung bewegte.

Singen als Gemeinschaftsstifter

Johanna Sandberg hob die sozialen Aspekte des gemeinsamen Singens hervor: „Singen hat etwas Gemeinschaftsstiftendes. Wenn die Menschen gemeinsam singen, dann begegnen sie sich anders.“ Sie betonte, dass diese Erfahrung jeden Einzelnen dazu anregen kann, mehr Verbundenheit in den Alltag zu tragen. Das Güstrower Rudelsingen bewies eindrucksvoll, wie Musik Menschen unterschiedlicher Generationen und Hintergründe zusammenführen und unvergessliche Momente schaffen kann.

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