Erwin Bach spricht erstmals nach Tina Turners Tod: „Der Altersunterschied war nie ein Thema“
Erwin Bach spricht nach Tina Turners Tod über ihre Liebe

Erwin Bach erinnert sich an Tina Turner: „Der Altersunterschied beschäftigte andere mehr“

Fast drei Jahre nach dem Tod der amerikanischen Rock-Legende Tina Turner (†83) spricht ihr Witwer Erwin Bach (70) jetzt so offen wie selten über ihre fast 40-jährige Liebesgeschichte. Im exklusiven Interview mit der NZZ am Sonntag erzählt der deutsche Musikmanager von intimen Erinnerungen an die Ehe mit der weltberühmten Sängerin – und davon, warum der Altersunterschied von 16 Jahren für das Paar niemals eine Rolle spielte.

Zufallsbegegnung am Kölner Flughafen wurde zur großen Liebe

Die ikonische Rock-Sängerin aus den USA und der Musikproduzent aus Köln begegneten sich erstmals im Jahr 1985 ganz zufällig am Kölner Flughafen. Bach, der damals für die renommierte Plattenfirma EMI tätig war, hatte den Auftrag, die bereits berühmte Tina Turner persönlich abzuholen. Aus dieser beruflichen Begegnung entwickelte sich jedoch schnell eine tiefe persönliche Verbindung, die bis zu Turners Tod im Jahr 2023 andauerte. „Meine verstorbene Frau ist natürlich in dieser Hinsicht in meinen Erinnerungen präsent“, erklärt Bach im Interview. „Wenn ich im Radio zufällig einen Song von ihr höre. Wenn ich sie in Gedanken vor mir sehe.“

Vertrauen als Fundament der Beziehung

Besonders betont Bach das gegenseitige Vertrauen als tragende Säule ihrer langjährigen Partnerschaft. „In einer guten und funktionierenden Beziehung, egal ob es sich um eine Liebesbeziehung oder auch um eine freundschaftliche Beziehung handelt, übernimmt das Vertrauen“, sagt der 70-Jährige. „Das empfinde ich nicht nur als vollkommen normal, sondern auch als ein Privileg des gegenseitigen Vertrauens.“ Diese tiefe Verbundenheit ermöglichte es dem Paar, auch schwierige Zeiten gemeinsam zu überstehen.

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Tinas innere Sonne als Kraftquelle

Besonders berührend sind Bachs Worte darüber, woher Tina Turner ihre außergewöhnliche Stärke nahm. Die Sängerin musste in ihrem Leben zahlreiche schwere Schicksalsschläge verkraften: eine distanzierte Mutterbeziehung, eine toxische Ehe mit Ike Turner, einen Schlaganfall, Darmkrebs, Nierenversagen und schließlich den tragischen Tod ihres ersten Sohnes. Bach erklärt: „Diese innere Sonne war Tinas Kraftquelle.“ Trotz aller Widrigkeiten bewahrte sich die Künstlerin stets ihre positive Ausstrahlung und Lebensfreude.

Altersunterschied nie ein Thema für das Paar

Obwohl Tina Turner 16 Jahre älter war als ihr Ehemann, spielte dieser Altersunterschied in ihrer Beziehung laut Bach keine wesentliche Rolle. „Manchmal hatte und habe ich den Eindruck, dass der Altersunterschied andere deutlich mehr beschäftigt als uns selbst“, gesteht der Musikmanager. „Für Tina und mich war das eigentlich nie ein wirklich wichtiges Thema.“ Das Paar heiratete schließlich im Jahr 2013 nach fast drei Jahrzehnten des Zusammenlebens in einer privaten Zeremonie.

Musical als bewegende Hommage

Der Anlass für das aktuelle Interview ist die Schweizer Premiere von „TINA – Das Tina Turner Musical“ in Zürich. Die Schweiz galt für die Sängerin als zweite Heimat, wo sie viele Jahre ihres Lebens verbrachte. Zum Musical findet Erwin Bach besonders warme Worte: „Es ist ein ganz besonderer Moment für mich, und ich bin mir sicher, dass es auch ein solch besonderer Moment für Tina gewesen wäre.“ Die Produktion stellt eine würdige Hommage an das Leben und Werk der unvergesslichen Musik-Legende dar.

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