Alphaville verbietet Trump die Nutzung von 'Forever Young' für politische Kampagne
Alphaville wehrt sich gegen Trump-Nutzung von 'Forever Young'

Alphaville verbietet Donald Trump die Nutzung ihres Klassikers 'Forever Young'

Die legendäre Synthie-Pop-Band Alphaville hat sich mit deutlichen Worten gegen die Verwendung ihres Welthits 'Forever Young' durch den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump gewandt. In einem offiziellen Statement, das auf dem Instagram-Account der Band veröffentlicht wurde, untersagt die Gruppe ausdrücklich jede weitere Nutzung ihrer Musik durch die Republikanische Partei und ihren Präsidenten.

KI-Video auf Truth Social sorgt für Empörung

Auslöser für die scharfe Reaktion war ein von Trump auf seiner Plattform 'Truth Social' veröffentlichtes Video, das mit dem bekannten Alphaville-Song unterlegt ist. Das computergenerierte Material zeigt animierte Darstellungen Trumps zu verschiedenen Lebensphasen, beginnend mit einem vermeintlichen Bild aus seinem vierten Lebensjahr. Die Band betonte in ihrer Erklärung, dass sie Trumps politischen Ansichten in keiner Weise zustimme und diese sogar weitgehend verabscheue.

'Wir werden dafür sorgen, dass dieser Beitrag unverzüglich aus dem Internet entfernt wird', heißt es in dem Statement, das von Alphaville-Sänger Marian Gold unterzeichnet wurde. Die abschließende Grußformel 'Mit freundlichen Grüßen aus dem alten Europa' unterstreicht die klare Distanzierung von der politischen Agenda des amerikanischen Politikers.

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Künstlerische Integrität gegen politische Vereinnahmung

Die 1980 in Münster gegründete Band, die neben 'Forever Young' auch mit Hits wie 'Big in Japan' internationale Bekanntheit erlangte, positioniert sich damit deutlich gegen die politische Instrumentalisierung ihrer Kunst. Dieser Schritt reiht sich ein in eine wachsende Zahl von Musikern und Künstlern, die sich gegen die unerlaubte Nutzung ihrer Werke für Wahlkampfzwecke wehren.

Die rechtlichen Schritte, die Alphaville nun einleiten wird, zielen darauf ab, das Video mit ihrem Song dauerhaft aus dem digitalen Raum zu entfernen. Die Band betont dabei nicht nur ihre künstlerischen, sondern auch ihre moralischen Rechte an ihrem Werk, das nicht für politische Botschaften genutzt werden darf, die im Widerspruch zu ihren eigenen Überzeugungen stehen.

Diese klare Haltung der deutschen Pop-Ikone unterstreicht die wachsende Sensibilität von Künstlern gegenüber der politischen Vereinnahmung ihrer Werke in einer zunehmend polarisierten Medienlandschaft.

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