Goldhelm nach spektakulärem Kunstraub zurück: Deal mit mutmaßlichen Tätern ermöglicht Rückgabe
Goldhelm nach Kunstraub zurück: Deal mit Tätern ermöglicht Rückgabe

Goldhelm nach spektakulärem Kunstraub zurück: Deal mit mutmaßlichen Tätern ermöglicht Rückgabe

Mehr als ein Jahr nach dem spektakulären Kunstraub aus einem niederländischen Museum ist der Großteil der gestohlenen Beute wieder in Sicherheit. Das wertvollste Stück, ein rund 2.500 Jahre alter Goldhelm aus Rumänien, sowie zwei antike Goldarmreifen wurden der Staatsanwaltschaft übergeben. Die niederländische Staatsanwältin Corien Fahner bestätigte in Assen, dass die Rückgabe durch Vermittlung der Verteidiger der Tatverdächtigen erfolgte. Der Prozess gegen drei mutmaßliche Täter beginnt in etwa zehn Tagen.

Kunstschätze unter strengem Polizeischutz präsentiert

Die zurückgegebenen Kunstschätze wurden im Museum in Assen unter strengem Polizeischutz der Öffentlichkeit präsentiert. Museumsdirektor Robert van Langh erklärte, dass der Helm aus der Zeit um 450 vor Christus leicht eingedrückt, aber nicht dauerhaft beschädigt sei. „Die beiden Armreifen sind in perfektem Zustand“, betonte er. Ein dritter Armreifen fehlt jedoch noch, und die Suche danach wird fortgesetzt. Wo sich die Kunstschätze in den vergangenen 14 Monaten befanden, wurde nicht mitgeteilt.

Deal mit Tätern als Schlüssel zur Rückgabe

Die Staatsanwältin Fahner erklärte, dass die Verdächtigen selbst den Schlüssel für die Rückgabe der Beute gehabt hätten. Die Justiz habe einen Deal mit den mutmaßlichen Tätern gemacht, wobei Einzelheiten nicht genannt wurden. Es wird vermutet, dass ihnen eine geringere Strafe in Aussicht gestellt wurde. Rumänische Ermittler arbeiteten eng mit ihren niederländischen Kollegen zusammen. Die rumänische Staatsanwältin Daniela Buruiana betonte in Assen: „Dadurch bekommen wir nicht nur rumänisches Kulturerbe zurück, sondern auch europäisches.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Hintergrund des spektakulären Raubs

In der Nacht zum 25. Januar 2025 hatten Einbrecher den Eingang des kulturhistorischen Museums in Assen in der nördlichen Provinz Drente gesprengt. Sie zielten auf Kulturschätze der Sonderausstellung „Dakien - das Reich aus Gold und Silber“ ab. Die Objekte aus dem Nationalmuseum für die Landesgeschichte in Bukarest sollten kurz darauf nach Rumänien zurückgebracht werden. Bereits einige Tage nach der Tat wurden vier Verdächtige etwa 50 Kilometer nördlich von Amsterdam festgenommen. Drei von ihnen, Männer im Alter von 21 bis 36 Jahren, müssen sich nun vor Gericht verantworten.

Schock in Rumänien und finanzielle Folgen

Der Kunstraub hatte vor allem in Rumänien einen Schock ausgelöst. Der Goldhelm aus fast reinem Gold gilt als Kulturgut von unschätzbarem Wert und Symbol für die Geschichte des Landes. Die Kunstschätze sollen nun so schnell wie möglich nach Rumänien zurückkehren. Die Versicherung hatte dem Museum in Rumänien eine Entschädigung von 5,7 Millionen Euro bezahlt, eine Summe, die von der niederländischen Regierung erstattet wurde. Dieser Fall unterstreicht die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit bei der Sicherung kulturellen Erbes.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration