Karin Thaler enthüllt in Biografie: Spielsucht der Mutter, Affäre mit Sascha Hehn und Zukunft der Rosenheim-Cops
Karin Thaler: Spielsucht der Mutter, Affäre und Rosenheim-Cops

Karin Thaler bricht ihr Schweigen: Biografie enthüllt bewegtes Leben

Seit fast einem Vierteljahrhundert verkörpert Karin Thaler die Rolle der Marie Hofer in der erfolgreichen ZDF-Serie "Die Rosenheim-Cops". In ihrer nun erscheinenden Autobiografie "Stark, weil ich stark sein musste – Die Doppelrolle meines Lebens" zeigt sich die 60-jährige Schauspielerin jedoch von einer ganz anderen, persönlichen Seite. Im exklusiven Interview gewährt sie tiefe Einblicke in ihre Familiengeschichte, Liebesleben und Karriere.

Entdeckung durch Senta Berger und der Beginn einer Karriere

Ihre Schauspiellaufbahn begann mit einem mutigen Schritt: Als junge Frau schrieb Thaler einen Bewunderungsbrief an Senta Berger, adressiert nur mit "Senta Berger, Grünwald". Unglaublicherweise antwortete Berger zwei Wochen später und lud sie zum Casting für den Fernsehfilm "Gundas Vater" ein, wo Thaler prompt die Hauptrolle erhielt. "Senta brachte mich zu ihrer Agentin Carla Rehm, ich landete bei einer der führenden Schauspielagenturen Deutschlands und meine Karriere ging beständig bergauf", erinnert sich Thaler dankbar.

Das Familiengeheimnis: Spielsucht der Mutter

Hinter ihrem öffentlichen Image als "Sonnenschein" verbarg sich jahrelang ein schweres Familiengeheimnis. Thalers Mutter Hedwig litt unter einer manisch-depressiven Störung und war spielsüchtig. Um ihre Sucht zu finanzieren, unterschlug sie größere Geldsummen und landete sogar im Gefängnis. "Ich habe mich schon früh für meine Mama verantwortlich gefühlt, sie war meine große Liebe", erklärt Thaler. Über zwei Jahrzehnte half sie ihrer Mutter aus der Patsche, übernahm Bürgschaften im sechsstelligen Bereich und arbeitete rund um die Uhr.

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Erst nach dem Tod ihrer Mutter vor vier Jahren erkannte Thaler das ganze Ausmaß der Spielsucht, als sie deren Aufzeichnungen fand. "Als ich das gelesen habe, habe ich mich gefühlt, als hätte man mir einen Gedanken in den Kopf implantiert!", beschreibt sie den erschütternden Moment. Dennoch betont sie: "Meine Mutter war ein grundguter, liebevoller Mensch, aber krank."

Die heilsame Affäre mit Sascha Hehn

In ihrer Biografie thematisiert Thaler auch ihre zweite große Liebe: eine eineinhalb Jahre dauernde Beziehung mit Schauspielkollege Sascha Hehn, mit dem sie 1992 "Ein Engel für Felix" drehte. "Die eineinhalb Jahre mit dem Sascha waren für mich eine positive Zeit nach meiner unglücklich verlaufenen ersten Liebe", gesteht Thaler. "Er hat mein Selbstwertgefühl gesteigert, ich habe mich mit ihm wohlgefühlt, er hat mir gutgetan!" Leider haben sich die beiden inzwischen aus den Augen verloren.

Die große Liebe: Ehemann Milos Malesevic

Ihre wahre Lebensliebe fand Thaler jedoch im Musiker Milos Malesevic, den sie 1997 standesamtlich und 2019 nochmals auf den Malediven heiratete. "Wir haben mit den schlechten Zeiten angefangen!", erzählt sie. Die ersten Jahre seien von Existenzängsten geprägt gewesen. "Er ist ein wahrhaftiger, ein richtiger Mann, der mich beschützt, auch manchmal vor mir selbst", schwärmt Thaler. Als die Situation mit ihrer Mutter überhandnahm, wollte sie alles aufgeben, doch Milos kämpfte um ihre Beziehung.

Warum sie nie Kinder wollte

Thaler erklärt, warum sie sich bewusst gegen eigene Kinder entschied: "Ich war immer so extrem in der mir selbst aufgebürdeten Pflicht - als es ein bisschen leichter wurde, hätte ich es mir gar nicht vorstellen können, nochmals alles zu geben." Ihr Mann respektierte diese Entscheidung mit den Worten: "Das entscheidest du, es ist dein Körper!"

Zukunft der Rosenheim-Cops

Für Fans der beliebten ZDF-Serie hat Thaler gute Nachrichten: Ab Mitte April werden 24 neue Folgen der "Rosenheim-Cops" gedreht. Allerdings wird Thaler etwas weniger drehen, was dem Zuschauer aber kaum auffallen soll. Sie zeigt sich zufrieden mit der Entwicklung: "Ich wurstel mich noch ein bisschen durch, solange sie mich haben wollen und solange ich mich anschauen mag!"

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Persönliches Resümee einer Kämpferin

Heute blickt Thaler mit einem Mix aus Dankbarkeit und Erleichterung auf ihr Leben. "Ich bin dankbar, dass wir so die Kurve gekriegt haben", sagt sie. Mit ihrem Mann verbringt sie viel Zeit in Slowenien, wo sie sich eine kleine Wohnung am Meer erarbeitet haben. Beim Tauchen falle jeglicher Druck von ihr ab. "Ich bin eine Durchhalterin und eine treue Seele", resümiert die Schauspielerin, die seit 40 Jahren vor der Kamera steht und seit über 30 Jahren mit Milos zusammen ist. Ihre Botschaft an andere: "Verzeihen und vergeben, anderen und vor allem auch sich selbst."