Schauspieler-Streit um Einschlafserie: Jeftic wehrt sich gegen Lauterbachs Kritik
Ein vermeintlich harmloser Kommentar des renommierten Schauspielers Heiner Lauterbach hat für unerwartete Spannungen in der deutschen TV-Landschaft gesorgt. Der 72-jährige Lauterbach hatte in einem Interview verraten, dass er gemeinsam mit seiner Ehefrau Viktoria die ZDF-Serie "Rosenheim-Cops" regelmäßig zum Einschlafen schaue. Diese Aussage stieß beim langjährigen Serienstar Igor Jeftic auf wenig Begeisterung.
Jeftics deutliche Reaktion auf die "Einschlaf-Beichte"
In einem exklusiven Interview mit der AZ zeigte sich der 54-jährige Jeftic, der seit 17 Jahren Kommissar Sven Hansen verkörpert, deutlich verärgert über die Äußerungen seines Schauspielkollegen. "Dass die Serie, die ich drehe, zum Einschlafen benutzt wird, ist natürlich erst mal beschissen zu hören", gab Jeftic unverblümt zu Protokoll. Besonders die Formulierung Lauterbachs empfindet der Serienstar als herablassend: "Der Kommentar klingt erst mal etwas von oben herab."
Dennoch zeigte Jeftic auch eine gewisse Gelassenheit gegenüber der Kritik und fügte mit einem Augenzwinkern hinzu: "Mir doch egal." Der Schauspieler betonte jedoch, dass er grundsätzlich erfreut sei, dass das Ehepaar Lauterbach die Serie überhaupt schaue - und dies sogar gemeinsam im Ehebett. "Schade nur, dass die Wirkung da beruhigend und nicht 'anregend' ist", merkte Jeftic mit einem Hauch von Ironie an.
Verteidigung des Serienkonzepts und charakterfokussierter Erzählweise
In seiner Reaktion verteidigte Jeftic nachdrücklich das Konzept der erfolgreichen ZDF-Serie, die sich aktuell auf die 26. Staffel vorbereitet. "So sehr setzen wir gar nicht auf Action", erklärte der Schauspieler. "Es geht mehr um Charaktere, die Mist gebaut haben und die alle irgendwie in den Fall verstrickt sind. Und ich entwirre dann mit meinen Kollegen zusammen die ganze Geschichte."
Besonders hob Jeftic die menschlichen Qualitäten der Serie hervor: "Dann gibt es noch die Nebengeschichten, die auch sehr menschlich und süß erzählt sind." Der Seriendarsteller räumte jedoch ein, dass die "Rosenheim-Cops" nicht unbedingt als Wachmacher fungierten: "Wenn man beim Schauen sowieso schon müde ist, oder sich zusammen langweilt, und dann anfängt zu gucken, wird man dadurch nicht unbedingt wacher!"
Praktischer Tipp für das Ehepaar Lauterbach
Für Heiner Lauterbach und seine Frau Viktoria hatte Jeftic sogar einen praktischen Ratschlag parat. Mit einem Schmunzeln empfahl der Schauspieler: "Wenn die beiden die Folgen nicht vom Anfang, sondern von der Mitte an nach hinten schauen, wird es etwas spannender." Dieser humorvolle Vorschlag zeigt, dass Jeftic die Situation trotz aller Kritik nicht allzu ernst nimmt.
Die Kontroverse fällt in eine sensible Phase für die "Rosenheim-Cops", nachdem der Abgang von Zuschauerliebling Marisa Burger viele Fans schwer getroffen hat. Trotzdem steigt bereits die Vorfreude auf die neue Staffel, deren Dreharbeiten im April beginnen werden, wie Produzentin Karin Thaler bestätigte.
Letztlich betonte Jeftic, dass er Lauterbachs "Rosenheim-Cops"-Beichte nicht als durchweg positives Kompliment verstehe, aber dennoch darüber lachen könne. Die Diskussion wirft interessante Fragen über die unterschiedlichen Erwartungen an Fernsehunterhaltung und die subjektive Wahrnehmung von Serienqualität auf.



