Vom Parodisten zum Tatort-Star: Max Giermanns ungewöhnliche Karrierewende
Max Giermann: Vom Fake-Boerne zum echten Tatort-Star

Vom Parodisten zum Tatort-Star: Max Giermanns ungewöhnliche Karrierewende

Vor fast zwei Jahrzehnten machte sich Max Giermann in der ProSieben-Show „Switch Reloaded“ über den beliebten „Tatort“ lustig und parodierte dabei den Münsteraner Ermittler Professor Boerne, gespielt von Jan Josef Liefers. Heute, im Jahr 2026, steht der 50-jährige Komiker selbst vor der Kamera des legendären ARD-Krimis. Im Kölner Fall „Showtime“, der am Sonntag um 20:15 Uhr ausgestrahlt wird, verkörpert Giermann den Kindershow-Moderator Frank Anders.

Eine dramatische Rolle mit komödiantischem Touch

Wer Zweifel an Giermanns schauspielerischen Fähigkeiten hat, sollte unbedingt einschalten. Der frühere „Switch“-Star überzeugt in seiner Rolle mit einer tollen Tolle und Fliege und spielt dabei sogar die erfahrenen TV-Kommissare Dietmar Bär und Klaus J. Behrendt an die Wand. Seine Freude an dieser abgedrehten Figur ist in jedem Moment spürbar.

Giermann betont im Gespräch: „Es ist eine Ehre, im Kölner ‚Tatort‘ mitzuspielen. Das war eine dramatische Rolle, nicht nur eine lustige. Es macht mir auch Spaß, solche Facetten zu zeigen. Und ich habe 15 Jahre in Köln gelebt – jeder dort liebt Ballauf und Schenk. Allein deshalb sprach alles dafür.“

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Vom gelernter Schauspieler zum gefragten Komiker

Obwohl die meisten ihn als Komiker kennen, ist Giermann eigentlich gelernter Schauspieler. „Ich frage mich seit 20 Jahren, was ich eigentlich bin“, gesteht er. „Ich mache beides gern. Außerdem muss man da nicht in Schubladen denken, da sollte man sich frei machen.“

Interessanterweise zählt Giermann selbst nicht zu den Millionen „Tatort“-Fans. „Ich bin gar kein Krimi-Gucker, aber mein Vater hat immer gesagt, ich soll mal im ‚Tatort‘ mitspielen. Der freut sich jetzt“, verrät der Schauspieler.

Wunschkandidat der Regisseurin

Giermann war der absolute Wunschkandidat der Regisseurin Isabell Šuba für diese Rolle und musste deshalb nicht einmal ein Casting bestehen. Seine früheren Erfahrungen kamen ihm dabei zugute: „Ich habe bei RTL die Kindershow ‚Einstein Junior‘ moderiert und davor öfter als Clown gearbeitet. Deshalb wusste ich, dass dieser Teil der Rolle mir leicht fallen würde.“

Die Verwandlung in seine Figur war dennoch aufwendig: „Ich habe in der Maske eine halbe Stunde für die Verwandlung gebraucht“, erklärt Giermann. „Ich würde das privat nicht so tragen – aber ich liebe es, mich zu verkleiden.“

Familienleben und Zukunftsperspektiven

In seiner Familie sind andere für die Witze zuständig. „Meine Kinder bringen eher mich zum Lachen als ich sie. Kinder sind da unschlagbar“, schmunzelt der Vater.

Sein Fazit zur „Tatort“-Erfahrung fällt positiv aus: „Ich würde so etwas gern häufiger machen. Wenn es ein guter Stoff ist, komme ich jederzeit gern wieder zum ‚Tatort‘ zurück.“

Die ungewöhnliche Karrierewende des Max Giermann zeigt, dass Talent und Leidenschaft oft unerwartete Wege ebnen können – vom Parodisten zum gefeierten Schauspieler in einem der beliebtesten Krimiformate Deutschlands.

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