Jodie Foster entdeckt neue Facetten durch französische Sprache in 'Paris Murder Mystery'
Die Oscar-prämierte Schauspielerin Jodie Foster offenbart im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur, dass sie sich beim Sprechen der französischen Sprache wie ein völlig anderer Mensch fühlt. In Rebecca Zlotowskis neuestem Werk Paris Murder Mystery nutzt Foster genau diese Verletzlichkeit, um die komplexe Rolle der Psychiaterin Lilian Steiner zu verkörpern.
Eine psychologische Reise in die französische Fantasiewelt
Der Film, der in Cannes seine Premiere feierte, erzählt die Geschichte der Psychiaterin Steiner, die nach dem mysteriösen Tod einer Patientin selbst zu ermitteln beginnt. Foster beschreibt die Herausforderung des Drehens in einer Fremdsprache als entscheidend für ihre Darstellung. Sie fühle sich unsicherer und ungeschickt, was ihrer Figur, die sich hinter professioneller Distanz verbirgt, eine authentische Tiefe verleiht.
Steiners Leben gerät aus den Fugen, als die Grenzen zwischen ihrer Arbeit und persönlicher Verstrickung verschwimmen. Paris Murder Mystery kombiniert Elemente des Thrillers mit komödiantischen Momenten und einer intensiven Charakterstudie, die durch Fosters spröde, aber mitreißende Performance getragen wird.
Die vielen Schichten von Mutterschaft und Identität
Ein zentrales Thema des Films ist die ambivalente Darstellung von Mutterschaft. Foster, selbst Mutter zweier Söhne, betont die Bedeutung solcher Perspektiven im Kino. Sie wünscht sich mehr Filme, die die komplexen Gefühle von Müttern ohne Klischees zeigen. Im Film spiegelt sich dies in Steiners angespannter Beziehung zu ihrem Sohn wider, die durch unerwartete Plotwendungen, darunter Hypnoseszenen mit surrealen Erkenntnissen, weiter vertieft wird.
Foster erklärt, dass das Drehbuch sie besonders gereizt habe, nicht nur wegen der französischen Dialoge, sondern auch wegen der freudschen Psychoanalyse-Thematik. Ihre Figur handelt oft aus unbewussten Motiven, was die Handlung vorantreibt und den Zuschauer in eine Welt voller Rätsel und Überraschungen führt.
Eine Premiere mit persönlicher Note
Die Premiere in Cannes unterstrich die vollständige Immersion in die französische Kultur, die für Foster sowohl persönlich als auch beruflich bedeutsam ist. Ihre frühere Ausbildung auf einer französischen Privatschule in Los Angeles kommt ihr dabei zugute, doch betont sie, dass diese Rolle eine neue Intensität in ihrer Karriere darstellt.
Fans von Jodie Foster und Krimi-Enthusiasten werden den Film für seine spannende Handlung und das überraschende Ende schätzen. Trotz einiger abwegiger Wendungen bleibt Paris Murder Mystery dank Fosters Präsenz ein sehenswertes Kinoerlebnis, das die Grenzen von Sprache und Identität erkundet.



