Jean Smart verabschiedet sich emotional: Das Ende von „Hacks“ markiert Wandel in Hollywood
Jean Smart: Emotionaler Abschied von „Hacks“-Serie

Jean Smart verabschiedet sich emotional: Das Ende von „Hacks“ markiert Wandel in Hollywood

Seit Jahrzehnten zählt Jean Smart zu den festen Größen in der Film- und Fernsehwelt. Mit der Erfolgsserie „Hacks“ hat die 74-jährige Schauspielerin jedoch ein ganz besonderes Kapitel aufgeschlagen. Für ihre Darstellung der scharfzüngigen Komikerin Deborah Vance erhielt sie insgesamt vier Emmy-Auszeichnungen. Nun geht die Serie in ihre finale Staffel, und für Smart beginnt ein Abschied, der persönlicher kaum sein könnte.

Wandel in Hollywood: Mehr interessante Rollen für Frauen

Jean Smart sieht ihre aktuelle Beliebtheit als deutliches Zeichen für einen grundlegenden Wandel in der Unterhaltungsbranche. Über Jahrzehnte hinweg seien Geschichten vor allem über Männer erzählt worden, während Frauen oft keine vergleichbar komplexen Rollen erhalten hätten. Diese Situation verändere sich nun – langsam, aber spürbar.

„Ich bin unendlich dankbar für die Rollen, die ich in den letzten Jahren bekommen habe“, erklärt Smart in einem aktuellen Interview. Ein entscheidender Moment sei für sie die Besetzung als First Lady in der Actionserie „24“ im Jahr 2006 gewesen. Damals habe sie zum ersten Mal gespürt, dass sich neue Türen öffnen.

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„Es gibt heute viel interessantere Rollen für Frauen, die nicht mehr 25 sind“, betont die Schauspielerin. „Früher war es ganz einfach so: Geschichten wurden hauptsächlich über Männer erzählt. Irgendwann hat man erkannt, dass Frauen eigentlich schon immer da waren. Dass sie Dinge erlebt haben, dass sie komplex sind. Und dann hat man angefangen, Figuren zu schreiben, die ungewöhnlicher sind – rebellischer, ihrer Zeit voraus.“

Smart galt schon früher nicht als typischer Hollywood-Typ – und genau das betrachtet sie heute als großen Vorteil: „Ich war nie das klassische junge Starlet – Gott sei Dank.“

Emotionaler Abschied von „Hacks“ und der Figur Deborah Vance

In „Hacks“ fand Jean Smart über fünf Staffeln hinweg ihre künstlerische Erfüllung. Der bevorstehende Abschied von der Serie trifft sie daher besonders hart. Besonders emotional wurde es, als nach und nach die Filmsets abgebaut wurden – allen voran das Haus ihrer Charakterfigur.

„Ich habe dieses Set geliebt – es war wie ein riesiges Puppenhaus“, erinnert sich Smart. „Und dann hieß es plötzlich: ‚Das war’s – das ist der letzte Drehtag in ihrem Schlafzimmer.‘ (...) Und plötzlich wurde mir klar: Das ist jetzt wirklich vorbei.“

Was bleibt, sind wertvolle Erinnerungen und die enge Verbindung zum gesamten Produktionsteam. „Diese Serie war so eine große Freude – und diese Crew ist uns unglaublich ans Herz gewachsen“, erklärt die Schauspielerin.

Am schwersten fällt ihr jedoch der Abschied von ihrer Figur Deborah Vance selbst. „Dass ich sie nie wieder spielen werde… das fühlt sich fast unmöglich an“, gesteht Smart. Dennoch zieht sie aus dieser Erfahrung eine wichtige Erkenntnis, die sie auch ihrer Figur mit auf den Weg geben würde: „Man sollte niemals glauben, dass etwas endgültig ist.“

Ein neues Kapitel für Frauen im Filmgeschäft

Das Ende von „Hacks“ markiert nicht nur das Finale einer erfolgreichen Serie, sondern steht symbolisch für den fortlaufenden Wandel in Hollywood. Jean Smart hat mit ihrer Rolle als Deborah Vance gezeigt, dass komplexe Frauenfiguren jenseits der 25 erfolgreich sein können und beim Publikum Anklang finden.

Ihre vier Emmy-Auszeichnungen sind ein deutlicher Beweis dafür, dass Qualität und Tiefe in der Charakterdarstellung honoriert werden – unabhängig vom Alter der Schauspielerin oder ihrer Figur. Smart selbst bleibt optimistisch: „Die Branche verändert sich, und das ist gut so. Es gibt Raum für mehr Geschichten, mehr Perspektiven und mehr Vielfalt.“

Während die letzte Staffel von „Hacks“ ihren Lauf nimmt, blickt Jean Smart bereits nach vorne – mit der Gewissheit, dass ihre Arbeit einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat und die Tür für weitere interessante Rollen offensteht.

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