Wariner Bürger lernen lebensrettende Sofortmaßnahmen bei Herzstillstand
Wariner lernen Herz-Lungen-Wiederbelebung bei Schulung

Lebensrettung in Warin: Bürger frischen Erste-Hilfe-Kenntnisse auf

Alle acht Minuten stirbt in Deutschland ein Mensch am plötzlichen Herztod. Um dieser alarmierenden Statistik entgegenzuwirken, fand in der Wariner Stadthalle eine spezielle „HerzSicher“-Schulung statt. Die Freiwillige Feuerwehr Warin mit ihrer neu etablierten First-Responder-Einheit hatte zu dieser wichtigen Veranstaltung eingeladen.

First Responder: Neue Einheit der Feuerwehr Warin

Die First Responder, eine Gruppe von Ersthelfern innerhalb der Freiwilligen Feuerwehr Warin, existiert seit einem Jahr und zählt bereits 17 Mitglieder. Unter der Leitung des 27-jährigen Tom Krege und seiner Stellvertreterin Conny Jeschke, die für Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich ist, haben sie sich zum Ziel gesetzt, die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungswagens zu überbrücken.

„Die Zugehörigkeit zur Feuerwehr ist sinnvoll. Denn bei Unfällen, ob häusliche oder auf der Straße, ist in der Regel die Feuerwehr zuerst vor Ort“, erklärt Tom Krege. „Wir First Responder führen lebensrettende Sofortmaßnahmen durch und warten nun darauf, dass wir offiziell mit ausrücken dürfen.“

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Die Anforderungen für den Einsatz sind hoch: medizinische Ausrüstung, spezielle Kleidung, ein geeignetes Fahrzeug und ein Hygienekonzept müssen bereitstehen. Zudem planen die First Responder die Gründung einer Erste-Hilfe-Schule, die dringend benötigt wird.

Praktische Übungen unter Anleitung von Thomas Steinberger

Thomas Steinberger, Ausbilder des Elbe-Notfall-Managements, leitete drei Schulungsrunden à 45 Minuten. Dabei konzentrierte er sich auf die vier entscheidenden Schritte bei einem Herzstillstand: Prüfen, Rufen, Drücken, Schocken.

Zunächst gilt es, die Reaktion und Atmung des Betroffenen zu prüfen. Anschließend muss umgehend Hilfe gerufen und der Notruf 112 abgesetzt werden. Falls keine Reaktion und keine Atmung feststellbar sind, ist eine kontinuierliche Herzdruckmassage erforderlich. Diese muss konsequent durchgeführt werden, bis professionelle Hilfe eintrifft.

„Leben retten ist anstrengend“, betonte Steinberger während der Übungen mit Dummys. „Und aufhören darf man erst, wenn Hilfe da ist. Das kann mindestens zehn Minuten dauern.“ Die Teilnehmer spürten schnell ihre körperlichen Grenzen, was die Bedeutung regelmäßigen Trainings unterstrich.

Motivation der Teilnehmer: Von Auffrischung bis persönlicher Vorsorge

Die Schulung zog Bürger verschiedener Altersgruppen an, deren letzte Erste-Hilfe-Ausbildung oft Jahrzehnte zurücklag. Britt von Falken (55) gab zu: „Meine letzte Prüfung war vor 30 Jahren. Ich muss meine Erste-Hilfe-Kenntnisse dringend auffrischen.“

Persönliche Erfahrungen motivierten ebenfalls zur Teilnahme. Christin Tramms (37) erklärte: „Meine Mutti hatte bereits einen Herzinfarkt. Da ist man gern vorbereitet auf alles, was kommen könnte.“ Auch das Ehepaar Birgit (79) und Walter (82) Knebel sah die Schulung als wichtige Vorsorge: „Gerade in unserem Alter steht die Möglichkeit, dass zu Hause etwas passiert.“

Die Schulung behandelte den Einsatz eines Automatisierten Externen Defibrillators (AED) nur kurz, legte den Fokus jedoch auf die korrekte Herz-Lungen-Wiederbelebung. Steinberger resümierte: „Die richtige Druckstärke und Kontinuität müssen immer wieder trainiert werden. Nur so kann man Leben wirklich retten.“

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