Nach Schlaganfall: Unsichtbare Folgen im Alltag bewältigen
Unsichtbare Folgen nach Schlaganfall: Hilfe in Rostock

Ein Schlaganfall verändert das Leben schlagartig – und die Folgen sind längst nicht immer sichtbar. Viele Betroffene kämpfen mit Konzentrationsstörungen, Sprachproblemen oder emotionalen Veränderungen. Das Klinikum Südstadt in Rostock bietet am Mittwoch, 13. Mai, von 13 bis 16 Uhr im Foyer des Hörsaals am Südring 81 eine Informationsveranstaltung zu diesem Thema an.

Wenn die Welt plötzlich anders klingt

Worte fehlen, die Kraft versiegt, die Umwelt wirkt fremd: Die unsichtbaren Folgen eines Schlaganfalls treffen Betroffene oft mitten ins Leben. Außenstehende erkennen diese Beschwerden häufig nicht, was zu Missverständnissen führen kann. Die Veranstaltung am Klinikum Südstadt richtet sich an Patienten, Angehörige und alle Interessierten, die verstehen möchten, was nach einem Schlaganfall wirklich zählt.

Häufige unsichtbare Beeinträchtigungen

Fachleute betonen, dass neuropsychologische Beeinträchtigungen bei vielen Schlaganfallpatienten auftreten. Dazu gehören Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, Sprachprobleme (Aphasie), Schwierigkeiten bei der Handlungsplanung, emotionale Veränderungen und schnelle Erschöpfung. Diese Hürden erschweren den Alltag, den Beruf und die soziale Teilhabe.

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Beratung durch Experten

Am Infostand beraten Ärzte der Stroke Unit gemeinsam mit einer Logopädin, dem Sozialdienst und Vertretern der Selbsthilfegruppe Aphasie und Schlaganfall Rostock. Die Besucher erhalten Informationsmaterial zu Prävention, Akutbehandlung und Nachsorge sowie praktische Tipps zum Umgang mit den unsichtbaren Folgen – von Kommunikationsstrategien bis hin zu Methoden gegen mentale Erschöpfung.

Neuroplastizität als Hoffnung

Dr. Antje Schwesinger und Dr. Stephan Kolbaske vom Stroke Unit-Team stehen für Fragen zur Verfügung. Sie betonen, dass Fortschritte auch Jahre nach einem Schlaganfall möglich sind – dank der Anpassungsfähigkeit des Gehirns (Neuroplastizität). Wer dranbleibt, kann Lebensqualität zurückgewinnen. Ziel der Aktion ist es, Verständnis zu schaffen, Unterstützung im Umfeld zu stärken und Wege aufzuzeigen, wie der Alltag wieder gelingen kann.

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