Tollwutgefahr im Urlaub: Impfschutz bei Fernreisen dringend empfohlen
Tollwutgefahr im Urlaub: Impfschutz bei Fernreisen

Tollwutgefahr im Urlaub: Impfschutz bei Fernreisen dringend empfohlen

Während Tollwut in Deutschland und Europa kaum noch eine Rolle spielt, stellt die Viruserkrankung in vielen Reiseländern weiterhin eine ernste Bedrohung dar. Für Touristen bedeutet dies: Vor einer Fernreise sollte dringend eine Impfung in Betracht gezogen werden.

Lebensgefährliche Infektion ohne Heilungschancen

Das Tückische an der Tollwut ist, dass es praktisch keine Rettung mehr gibt, sobald die ersten Krankheitssymptome beim Menschen auftreten. Das Centrum für Reisemedizin (CRM) rät daher eindringlich, sich vor Urlaubsantritt in gefährdete Gebiete impfen zu lassen.

Besonders betroffen sind Regionen in Indien, Süd- und Südostasien sowie ganz Afrika. Das Infektionsrisiko ist besonders hoch für Langzeitreisende, Abenteuerurlauber und Personen mit häufigem Tierkontakt. Kinder sind aufgrund ihrer geringeren Körpergröße und weniger vorsichtigen Umgangs mit Tieren besonders gefährdet.

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Hunde als Hauptüberträger weltweit

Weltweit wird das Tollwutvirus fast ausschließlich über Kratzer oder Bisse infizierter Hunde auf Menschen übertragen, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestätigt. Kinder werden laut CRM-Experten viermal häufiger von Hunden gebissen als Erwachsene, was ihr Risiko deutlich erhöht.

Ein guter Impfschutz ist in solchen Fällen von unschätzbarem Wert. In Deutschland stehen zwei Tollwutimpfstoffe zur Verfügung, die beide auf inaktivierten Viren basieren und laut CRM sehr verträglich sind. Die Grundimmunisierung erfolgt durch drei Impfungen im Abstand von zunächst einer und dann zwei oder drei Wochen.

Booster-Impfung bei verdächtigem Tierkontakt

Sollte es zu einem tollwutverdächtigen Tierkontakt kommen, ist eine Booster-Impfung ratsam – idealerweise am selben Tag und eventuell erneut nach drei Tagen. Als Kontakt gelten nicht nur Bisse und Kratzer, sondern auch Hundespeichel, der durch Abschlecken auf die Haut gelangt.

Ohne Grundimmunisierung besteht bei einem Hundebiss in Risikogebieten die Notwendigkeit zusätzlicher passiver Immunisierung. Diese Präparate sind in Endemiegebieten jedoch oft nicht schnell und zuverlässig verfügbar, weshalb die vorbeugende Impfung die sicherere Option darstellt.

Grauzonen in Osteuropa und bei Fledermäusen

Auch in Osteuropa können noch Füchse und Hunde Tollwut übertragen. Selbst in offiziell tollwutfreien Ländern wie Deutschland zirkulieren Viren in Fledermauspopulationen.

Zwar ist eine Übertragung dieser speziellen Viren auf Menschen und andere Tiere laut Experten sehr unwahrscheinlich. Dennoch sollten Personen mit verdächtigen Tierkontakten ärztlichen Rat einholen, um mögliche Risiken abzuklären und geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

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