Wittenberg/MZ. - Die Nachricht hatte Anfang März für erhebliche Besorgnis gesorgt: Bei einem Erzieher im Raum Kemberg wurde eine Tuberkuloseinfektion bestätigt. Die Krankheit wird durch Bakterien übertragen und zählt zu den tödlichsten Infektionskrankheiten weltweit. Die Behörden reagierten umgehend und umfassend. Am Montagabend zog Landrat Christian Tylsch (CDU) während der Sitzung des Kreistages eine erste Bilanz der Maßnahmen.
Stand der Untersuchungen und Tests
Nach dem bestätigten Fall wurden zahlreiche Untersuchungen, Tests und Antibiotikagaben durchgeführt. Nach Angaben der Behörden sind die weiteren Infizierten „nicht ansteckungsfähig“. Dies bedeutet, dass von ihnen keine unmittelbare Gefahr für die Allgemeinheit ausgeht. Die genauen Zahlen der Betroffenen und der durchgeführten Tests wurden in der Sitzung nicht im Detail genannt, jedoch betonte Tylsch, dass die Lage unter Kontrolle sei.
Weiteres Thema: Neuer Kreisbrandmeister
Ebenfalls auf der Tagesordnung des Kreistages stand die Ernennung eines neuen Kreisbrandmeisters. Oliver Hoppe übernimmt dieses Amt ab dem 17. Juni. Im Rahmen der Sitzung erhielt er Glückwünsche, die Ernennungsurkunde und Blumen unter anderem von Landrat Christian Tylsch, Kreistagsvorsitzendem Enrico Schilling und Landesbrandmeister Roland Karthäuser. Die feierliche Übergabe unterstreicht die Bedeutung des Ehrenamts im Brandschutz.
Die Kombination aus dem Tuberkulose-Ausbruch und der Neubesetzung des Kreisbrandmeisteramts prägte die aktuelle Kreistagssitzung, die insgesamt von sachlichen Diskussionen und konstruktiven Entscheidungen geprägt war. Die Behörden bleiben wachsam und werden die Entwicklung der Tuberkulosefälle weiterhin engmaschig überwachen.



