Torgelow: DDR-Plattenbau in Kopernikusstraße wird nach Vorbereitungen abgerissen
Torgelow: DDR-Plattenbau wird nach Vorbereitungen abgerissen

Torgelow: Abriss eines DDR-Plattenbaus in der Kopernikusstraße beginnt

In Torgelow stehen die letzten Tage eines fast hundert Meter langen Wohnblocks aus DDR-Zeiten bevor. Ab Montag, dem 13. April 2026, werden die Abrissbagger anrücken, um das Gebäude in der Kopernikusstraße 39 bis 46 vollständig abzubrechen. Dies teilte Uta Meckert vom Vorstand der Torgelower Gemeinnützigen Wohnungsgenossenschaft (TGW) mit.

Vorbereitungen abgeschlossen und Abrisszeitraum festgelegt

Der große Gebäudekomplex wurde in den vergangenen Monaten bereits entkernt und für den Abriss vorbereitet. Große Container stehen bereit, um die Abbruchmaterialien aufzunehmen. Die Abrissarbeiten sollen planmäßig am 13. April beginnen und voraussichtlich bis zum 30. September 2026 andauern, wie Uta Meckert erläuterte. Mit der Durchführung ist das Unternehmen DC Demolition GmbH aus Alt Käbelich beauftragt worden.

Verkehrseinschränkungen und Förderung durch das Land

Während der Bauphase wird die Kopernikusstraße im betroffenen Bereich einseitig gesperrt, sodass der Verkehr nur in einer Fahrtrichtung möglich sein wird. Zusätzlich wird der Mittelstreifen für das Parken vollständig gesperrt. Verkehrsteilnehmer werden um besondere Aufmerksamkeit und Verständnis gebeten. Das Vorhaben wird durch das Land Mecklenburg-Vorpommern mit 533.946 Euro gefördert, wobei die Mittel von Land und Bund aus dem Programm "Rückbau von Wohnungen" stammen. Die Förderung wurde durch die Stadt Torgelow für die zuständige Genossenschaft beantragt, und ein entsprechender Fördervertrag wurde bereits geschlossen.

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Gründe für den Abriss und positive Auswirkungen auf das Wohnumfeld

Der Abbruch des Gebäudes ist aufgrund der ungünstigen Lage im Wohngebiet sowie der rückläufigen Bevölkerungsentwicklung und der damit verbundenen fehlenden Nachfrage notwendig geworden. Die insgesamt 85 Wohnungen stehen seit Längerem leer, nachdem die letzten Mieter bereits im März 2022 ausgezogen sind. Mit dem Rückbau ist zugleich eine städtebauliche Aufwertung des mittelbaren Wohnumfeldes verbunden. Durch die entstehenden Freiflächen wird mehr Raum geschaffen, was die Wohnqualität in der direkten Umgebung nachhaltig verbessern soll.

Lärm- und Staubbelästigungen sowie naturschutzrechtliche Vorgaben

Während der Bauphase kann es zu Lärm- und Staubbelästigungen kommen, wofür die Anwohner um Verständnis gebeten werden. Das ausführende Unternehmen wird bemüht sein, die Beeinträchtigungen auf ein Minimum zu reduzieren. Im Vorfeld wurden alle naturschutzrechtlichen Vorgaben geprüft und bei der Planung sowie Umsetzung der Maßnahme berücksichtigt, wie Uta Meckert betonte.

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