Tankpreise in Templin erreichen Rekordhöhen: Pendler und Betriebe leiden unter steigenden Spritkosten
Tankpreise in Templin auf Rekordniveau: Spritkosten belasten alle

Tankpreise in Templin erreichen historische Höchststände

Die Kraftstoffpreise in der Uckermark haben am Montag, den 23. März 2026, ein neues Rekordniveau erreicht. An den Zapfsäulen in Templin wurden bis zu 2,399 Euro pro Liter Diesel verzeichnet, was bei Berufskraftfahrern und Pendlern für erhebliche Verärgerung sorgt.

Speditionen sehen sich gezwungen, Preise weiterzugeben

Thomas Neubauer, Berufskraftfahrer einer großen Spedition, musste für 350 Liter Diesel über 700 Euro bezahlen. „Wenn ich das selbst bezahlen müsste, würde ich eingehen“, erklärt er deutlich. Seine Firma habe keine Alternative, da sie ihr Geld auf der Straße verdiene. Letztlich würden die gestiegenen Kosten auf die Kunden umgelegt, was sich beispielsweise bei Spargelpreisen bemerkbar mache. Neubauer kritisiert die Politik scharf: „Die Preise werden uns auffressen, wenn die Politik keine Einsicht zeigt und die Steuern senkt.“ Früher sei sein Unternehmen viel für private Bauherren unterwegs gewesen, doch diese Aufträge seien mittlerweile stark zurückgegangen, da sich viele Menschen das Bauen kaum noch leisten könnten.

Pendler haben keine Alternative zum teuren Tanken

Marco Kruschke aus Templin ist Berufspendler und muss täglich 35 Kilometer nach Prenzlau und zurück fahren. Er tankte Super für 2,19 Euro pro Liter. „Homeoffice im Handel funktioniert nicht“, stellt er klar. Zwar komme er aktuell noch über die Runden, aber die steigenden Kosten schmerzten. Auch er wünscht sich eine Senkung der Kraftstoffsteuern durch die Politik, um die finanzielle Belastung zu mildern.

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Rentner müssen auf Urlaube verzichten

Ein Rentner namens Wolle aus Templin berichtet, dass er zu Ostern Tankgutscheine verschenke, während er selbst nur noch das Nötigste mit dem Auto fahre. Eigentlich hatte er geplant, im Ruhestand vermehrt zu verreisen, doch davon sehe er aktuell ab. „1500 Euro für eine Woche Ostsee, da vergeht mir die Lust“, erklärt er. Nicht nur die Benzinpreise, sondern auch die Energie- und Lebensmittelkosten stiegen kontinuierlich an. Wolle versuche, nur noch Sonderangebote zu kaufen, doch da müsse man früh aufstehen, da viele Verbraucher diese Strategie verfolgten.

Tankstellen bemerken deutlichen Rückgang der Kunden

René Ebling, Mitarbeiter einer Tankstelle in der Zehdenicker Straße in Templin, bestätigt, dass deutlich weniger Menschen zum Tanken kämen. „Es kommen nur noch Leute tanken, die wirklich fahren müssen“, stellt er fest. Der Frust der Kunden halte sich zwar in Grenzen, aber gelegentlich seien einige Kraftfahrer gereizt. Die Suche nach günstigen Zeitpunkten zum Tanken gleiche momentan einer Lotterie, da die Preisschwankungen unberechenbar seien.

Insgesamt zeigt sich, dass die steigenden Tankpreise in Templin alle Lebensbereiche durchdringen und zu erheblichen finanziellen Einschnitten bei Pendlern, Unternehmen und Rentnern führen. Die Forderung nach politischen Maßnahmen zur Entlastung wird immer lauter.

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