Pasewalk: SMP-Fraktion fordert Prüfung für innerstädtischen Stadtbus-Verkehr
Pasewalk: Prüfung für Stadtbus-Verkehr gefordert

Pasewalk: SMP-Fraktion fordert Prüfung für innerstädtischen Stadtbus-Verkehr

Die Idee eines innerstädtischen Stadtbusses für Pasewalk wird erneut aufgegriffen. Nachdem das Thema bereits vor Jahren diskutiert wurde, bringt die SMP-Fraktion nun einen konkreten Antrag in die nächste Stadtvertretersitzung am 26. Februar ein. Der Bürgermeister soll damit beauftragt werden, die Einrichtung eines umfassenden Buslinienangebots innerhalb der Stadtgrenzen zu prüfen und einen detaillierten Projektvorschlag zu erarbeiten.

Umfassende Prüfung mit konkreten Zielen

Der Antrag der SMP-Fraktion sieht eine gründliche Untersuchung mehrerer zentraler Aspekte vor. Im Fokus stehen dabei mögliche Linienführungen, die wichtige Einrichtungen wie das Krankenhaus, Arztpraxen, Apotheken, Pflegeeinrichtungen, Einkaufsmöglichkeiten in der Innenstadt, Einkaufszentren sowie den Bahnhof optimal anbinden sollen. Zusätzlich sollen die jährlichen Betriebs- und Investitionskosten genau benannt und Fördermöglichkeiten durch das Land, den Bund oder europäische Programme geprüft werden.

Weitere wichtige Punkte der geplanten Prüfung sind mögliche Kooperationen mit dem Landkreis Vorpommern-Greifswald beziehungsweise der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Greifswald sowie die Berücksichtigung von Erfahrungen aus vergleichbaren Projekten in der Region. Der Bürgermeister soll die Ergebnisse dieser umfassenden Untersuchung spätestens in der übernächsten Stadtvertreterversammlung vorlegen, damit auf dieser Grundlage eine fundierte Entscheidung über die Umsetzung getroffen werden kann.

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Soziale Teilhabe und Lebensqualität im Fokus

In der Begründung ihres Antrags betont die SMP-Fraktion die zentrale Bedeutung einer guten innerörtlichen Mobilität für die soziale Teilhabe der Bürger, deren Lebensqualität und die allgemeine Attraktivität der Stadt Pasewalk. Besonders ältere Bürger, Jugendliche sowie Menschen ohne eigenes Fahrzeug würden von einem verlässlichen Nahverkehrsangebot innerhalb der Stadt profitieren.

Ein wichtiger Bezugspunkt ist dabei das derzeit im Landkreis laufende ILSE-Pilotprojekt mit dem Namen „Bus zum Arzt“. Dieses Projekt habe deutlich gezeigt, dass der Bedarf an bezahlbarer und verlässlicher Mobilität gerade bei älteren Menschen besonders hoch ist. Aus dieser Erkenntnis leitet die SMP-Fraktion die klare Aufgabe für die Stadt Pasewalk ab, den Zugang zu zentralen Einrichtungen zu erleichtern und die Mobilität aller Bürger zu verbessern.

Anstoß durch Medizinerin und finanzielle Transparenz

Den initialen Anstoß für den Antrag gab Dr. Christine Bahr, die sich vor einigen Wochen mit der Idee eines Stadtbusses an die SMP-Fraktion gewandt hatte. Dabei verwies sie unter anderem auf die positiven Erfahrungen mit dem ILSE-Pilotprojekt sowie auf erfolgreiche Beispiele aus anderen Regionen. Henrik Rodewald, Vorsitzender des Bürgerbündnisses SMP, griff diesen Vorschlag auf und arbeitete ihn inhaltlich weiter aus.

Als Vorsitzender des Finanzausschusses ist sich Rodewald der angespannten Haushaltslage der Stadt Pasewalk sehr bewusst. Gerade deshalb hält er es für besonders wichtig, zunächst vollständige Transparenz über die tatsächlichen finanziellen Rahmenbedingungen zu schaffen. „Nur mit belastbaren Zahlen können wir darüber verantwortungsvoll entscheiden“, betont Rodewald. Trotz aller finanziellen Herausforderungen sieht er in einem solchen Projekt die Chance auf einen echten Mehrwert für die Bürger der Stadt.

Das Projekt „Stadtbus Pasewalk“ war in der Vergangenheit bereits einmal diskutiert worden, kam damals aber nicht zustande, unter anderem weil der Bedarf als nicht ausreichend eingeschätzt wurde. Die aktuelle Initiative der SMP-Fraktion will diese Frage nun erneut und mit einer fundierten Prüfung angehen, um eine solide Entscheidungsgrundlage für die Stadtvertreter zu schaffen.

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