Osterferien starten in zehn Bundesländern: Massive Verkehrsbehinderungen drohen
Autofahrer müssen zum Start der Osterferien am Wochenende vom 27. bis 29. März 2026 viel Geduld mitbringen. In zehn deutschen Bundesländern beginnen gleichzeitig die Schulferien – und auch in weiten Teilen Österreichs und der Schweiz startet die Ferienzeit. Dieses zeitliche Zusammentreffen führt zu einer besonderen Brisanz: Millionen Menschen brechen zeitgleich in den Urlaub auf, was erhebliche Verkehrsprobleme auf Deutschlands Autobahnen verursachen wird.
Kritische Tage für den Verkehr: Freitag und Samstag besonders betroffen
Laut ADAC wird der Freitag zum verkehrsreichsten Tag des Wochenendes. Bereits ab Mittag ist mit stockendem Verkehr zu rechnen, wenn Berufsverkehr und Urlaubsreisende aufeinandertreffen. Der ACE warnt vor einer stark ansteigenden Staugefahr. Besonders lange Wartezeiten erwarten die Experten auf den Hauptverbindungen Richtung Nord- und Ostsee sowie in die Alpen und Mittelgebirge. Erst am späten Abend wird sich die Lage voraussichtlich entspannen.
Der Samstag wird zum Hauptreisetag. Ab dem Vormittag ist die Staugefahr extrem hoch, so der ACE. Ruhiger wird es erst am Nachmittag. Besonders betroffen sind die Nord-Süd-Verbindungen und die Transitrouten Richtung Alpen. Auch an den Flughäfen herrscht Hochbetrieb – Reisende sollten deutlich mehr Zeit einplanen.
Der Sonntag bleibt vergleichsweise ruhig. Zwar kann Ferienverkehr stellenweise für Behinderungen sorgen, insgesamt ist aber weniger los als an den beiden Vortagen.
Diese Autobahnen sind besonders betroffen
ADAC und ACE rechnen auf folgenden Strecken mit erhöhtem Verkehrsaufkommen und Verkehrsbehinderungen:
- A 1 (Hamburg – Köln)
- A 7 (Hamburg – Füssen)
- A 8 (Stuttgart – Salzburg)
- A 5 (Kassel – Frankfurt – Karlsruhe – Basel)
- A 3 (Arnheim – Oberhausen – Köln – Frankfurt/Main – Würzburg – Nürnberg – Passau)
Weitere wichtige Verbindungen wie A 2 (Oberhausen – Dortmund – Hannover – Berliner Ring), A 9 (Halle/Leipzig – Nürnberg – München) und A 99 (Autobahnring München) sind ebenfalls überlastet. Auch die Zufahrten zu den Küsten werden voll sein.
Hauptsächlich betroffen sind die Ballungsräume Berlin, Hamburg, München, Stuttgart, Frankfurt und das Rhein-Ruhr-Gebiet. Hier kommt es zu erheblichen Wartezeiten auf den Zufahrtsstraßen und Autobahnen.
Besonders viel Geduld brauchen Reisende auf den Hauptrouten in die Alpen: A 7, A 8, A 93 (Kiefersfelden – Rosenheim), A 95 (München – Garmisch-Partenkirchen) und A 96 (München – Lindau).
Baustellen und Sperrungen verschärfen die Situation
Aktuell zählt der ADAC 785 Baustellen auf deutschen Autobahnen. Wichtige Autobahnteilstücke sind am Wochenende gesperrt. Reisende sollten sich vor der Fahrt über aktuelle Sperrungen informieren, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.
Probleme auch in Österreich und der Schweiz
In Österreich sind die Tauernautobahn (A 10), die Inntalautobahn (A 12) und die Brennerautobahn (A 13) zwischen Innsbruck und dem Brennerpass laut ACE mit hohem Verkehrsaufkommen belastet. Da auch in weiten Teilen Österreichs Osterferien sind, kommt es zu zusätzlichem Verkehr.
Besondere Vorsicht gilt auf der Brennerautobahn wegen der Generalsanierung der Luegbrücke. Trotz temporärer zweistreifiger Verkehrsführung kommt es zu Stoßzeiten zu stockendem Verkehr. Auf dem Reschenpass (B 180) ist mit Behinderungen zu rechnen.
Wichtig: In Tirol und Vorarlberg gelten Wochenend-Fahrverbote für Ausweichverkehr. Die betroffenen Strecken und Zeiten finden sich auf den Informationsseiten der Bundesländer. Die Website der Asfinag zeigt zudem Reisezeiten in Echtzeit für wichtige Transitkorridore.
Wartezeiten an Grenzen und in der Schweiz
Wegen stichprobenhafter Einreisekontrollen an der deutschen Grenze kann es vor allem an den Übergängen Suben (A 3), Walserberg (A 8) und Kiefersfelden (A 93) zu Wartezeiten kommen. Reisende sollten zusätzliche Zeit einplanen.
Auch in weiten Teilen der Schweiz ist Osterferienzeit. Das belastet vor allem die Transitstrecken – mit Verkehrsbehinderungen ab Freitag. Die Zufahrten in die Schweizer Wintersportgebiete erreichen am Samstag ihre Kapazitätsgrenzen.
Auf der Gotthardroute (A 2) rechnet der ACE mit einer massiven Zunahme des Verkehrs. Vor dem Gotthardtunnel sollten Reisende deutlich mehr Zeit einplanen. Als Alternative ab einer Wartezeit von über einer Stunde vor dem Nordportal gilt die San-Bernardino-Route (A 13). Aber auch hier ist mit hohem Verkehrsaufkommen zu rechnen. Überlastet sind außerdem die A 1 zwischen Bern, Zürich und St. Margrethen sowie die A 3 von Basel nach Chur.
Empfehlung: Informieren Sie sich vor der Abfahrt über die aktuelle Verkehrslage und starten Sie möglichst außerhalb der Stoßzeiten – so kommen Sie entspannter ans Ziel.



