MVG-Streik in München: So kommen Sie am Mittwoch und Donnerstag trotzdem ans Ziel
MVG-Streik München: Alternativen für Mittwoch und Donnerstag

MVG-Streik legt Münchner Nahverkehr lahm: Diese Alternativen gibt es

Am Mittwoch, dem 18. März 2026, ab 11 Uhr und am Donnerstag, dem 19. März 2026, ganztägig wird der öffentliche Nahverkehr in München erneut durch einen Streik der Beschäftigten der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) und der Stadtwerke München (SWM) im Ressort Mobilität massiv beeinträchtigt. Die Gewerkschaft Verdi hat zu diesem Arbeitskampf aufgerufen, der voraussichtlich bis Freitag, den 20. März 2026, 4 Uhr andauern wird. Betroffen sind die U-Bahn, die Trambahn und alle Buslinien bis zur Nummer 199. Ein regulärer Betrieb wird erst wieder mit dem Betriebsbeginn am Freitag erwartet, sofern der Streik beendet ist.

Auswirkungen auf den Verkehr

Die Streikmaßnahmen führen zu erheblichen Einschränkungen: U-Bahnen fahren nur eingeschränkt, Trambahnen und Busse kaum bis gar nicht. Erste Auswirkungen könnten bereits am Dienstag spürbar sein, da der verfügbare Personaleinsatz ungewiss ist. Die MVG warnt vor starken Beeinträchtigungen im gesamten Netz. Für Pendler und Reisende bedeutet dies, dass sie auf alternative Verkehrsmittel zurückgreifen müssen, um in der Stadt mobil zu bleiben.

Alternativen im Überblick

Glücklicherweise bleiben mehrere Optionen erhalten, die nicht vom Streik betroffen sind. Hier ein detaillierter Blick auf die verfügbaren Alternativen:

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S-Bahn und Regionalzüge

Da die S-Bahn zur Deutschen Bahn gehört, ist sie vom Streik nicht betroffen und soll fahrplanmäßig verkehren. Auch Regionalzüge bieten Verbindungen innerhalb Münchens:

  • Süden: Regionalbahnen aus dem Oberland (RB 55/56/57) halten in Solln, bei den Siemenswerken, Harras, Donnersbergerbrücke und Hauptbahnhof. Die RB 58 aus Rosenheim bedient Deisenhofen, Solln, Siemenswerke, Mittersendling, Harras, Heimeranplatz, Donnersbergerbrücke und Hauptbahnhof.
  • Osten: RE 5 und RB 58 verkehren zwischen Grafing, Ostbahnhof und Hauptbahnhof. Die RB 40 verbindet Markt Schwaben mit dem Hauptbahnhof über den Ostbahnhof.
  • Norden: RE 3 aus Passau oder Landshut hält in Freising und am Hauptbahnhof. RB 33 hält zusätzlich in Unterschleißheim, Feldmoching und Moosach. RE 1 aus Nürnberg oder Ingolstadt fährt von Petershausen direkt zum Hauptbahnhof, RB 16 hält auch in Dachau.
  • Westen: RB 87, RE 80 und RE 89 aus Augsburg halten in Pasing und fahren zum Hauptbahnhof. RE 72 aus Geltendorf bedient Pasing und Hauptbahnhof, RB 74 hält auch in Fürstenfeldbruck.

Busse und Regionalbusse

Nicht alle Busse werden von MVG-Fahrern gesteuert; einige Linien werden von privaten Unternehmen betrieben. Daher wird erwartet, dass Busse unregelmäßig fahren und nur ein Teil der Linien bedient wird. Bestreikt werden nur Busse mit Nummern bis 199. Regionalbusse, die von Umlandlandkreisen betrieben werden, sind nicht vom Streik betroffen und können als Alternative dienen.

Leihräder und E-Scooter

Für Kurzstrecken bieten Leihräder und E-Scooter eine flexible Lösung. Hier die wichtigsten Anbieter:

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  • Call a Bike: Über 270 Stationen in München mit mehr als 1000 Rädern. Tarife reichen von „Starter“ (1 Euro Freischaltgebühr, 1 Euro pro 15 Minuten, max. 12 Euro/Tag) über „Basic“ (4,90 Euro/Jahr, 50 Cent Freischaltgebühr, max. 7 Euro/Tag) bis zu „Premium“ (5,90 Euro/Monat, keine Freischaltgebühr, 30 Minuten inklusive). Rückgabe an Stationen, Registrierung über App oder Webseite, Bezahlung per Kreditkarte.
  • Dott: Bietet E-Bikes und E-Scooter an. Preise variieren je nach Region und sind in der App einsehbar. Rückgabe auf blau markierten Parkflächen, Registrierung über App oder MVG-Go-App, Bezahlung per PayPal, Kreditkarte oder Apple Pay.
  • Emmy: Elektroroller in roter Farbe. Registrierung kostet 4,95 Euro (als Guthaben rückerstattet), Freischaltung 1 Euro, 36 Cent pro Fahrminute. Rückgabe auf öffentlichen Parkplätzen im Geschäftsgebiet, Registrierung per App mit Führerscheinverifikation, Bezahlung per Lastschrift oder Kreditkarte.
  • Voi: Schwedischer Anbieter mit E-Bikes und E-Scootern. Freischaltgebühr 99 Cent, 24 Cent pro Minute, Option für Minutenpakete oder Abo. Rückgabe auf ausgewiesenen Abstellplätzen, Registrierung über App oder MVG-Go-App, Bezahlung per Kreditkarte, Google Pay, Apple Pay, PayPal oder Klarna.
  • Lime: E-Scooter und E-Bikes mit austauschbaren Batterien. Freischaltgebühr 1 Euro, ca. 25 Cent pro Minute, Preise variieren. Rückgabe per App mit Foto, Parken nur auf ausgewiesenen Flächen im Altstadtring, Registrierung über App, Bezahlung per Apple Pay, Google Pay, PayPal, Kreditkarte oder Klarna.

Praktische Tipps für die Streiktage

Planen Sie Ihre Fahrten im Voraus, nutzen Sie Apps wie MVG-Go für Echtzeit-Informationen und kombinieren Sie verschiedene Verkehrsmittel. Beachten Sie, dass während des Streiks mit erhöhtem Verkehrsaufkommen und längeren Wartezeiten zu rechnen ist. Frühzeitiges Buchen von Leihfahrzeugen kann Engpässe vermeiden.

Insgesamt bietet München trotz des MVG-Streiks eine Vielzahl an Alternativen, um mobil zu bleiben. Von der zuverlässigen S-Bahn über Regionalzüge bis hin zu modernen Leihsystemen gibt es für jeden Bedarf eine passende Lösung. Bleiben Sie informiert und passen Sie Ihre Routen an, um die Streiktage möglichst reibungslos zu überstehen.