Lufthansa-Warnstreik legt norddeutsche Flughäfen lahm
Ein ganztägiger Warnstreik bei der Lufthansa hat am Donnerstag zu massiven Flugausfällen an den Flughäfen Bremen und Hannover geführt. Sowohl Piloten als auch Kabinenpersonal folgten dem Aufruf der Gewerkschaften Vereinigung Cockpit und Ufo zur Arbeitsniederlegung, was den Flugbetrieb der Airline in beiden Städten nahezu komplett zum Erliegen brachte.
Kompletter Ausfall in Bremen
Am Flughafen Bremen wurden sämtliche Starts und Landungen der Lufthansa gestrichen. Ein Sprecher des Flughafens bestätigte, dass insgesamt neun Abflüge und neun Ankünfte abgesagt wurden. Betroffen waren dabei vier Verbindungen von und nach Frankfurt sowie fünf von und nach München. Die betroffenen Passagiere wurden laut Angaben der Fluggesellschaft direkt informiert und über Alternativen in Kenntnis gesetzt.
Hannover mit massiven Einschränkungen
Ähnlich dramatisch stellte sich die Situation am Flughafen Hannover dar. Von den ursprünglich geplanten neun Starts und neun Landungen der Lufthansa wurden bereits am frühen Nachmittag jeweils sechs gestrichen. Lediglich eine Verbindung von und nach Frankfurt am Vormittag sowie zwei Verbindungen von und zwei nach München blieben zunächst im Flugplan. Diese werden jedoch nicht von der Lufthansa selbst, sondern von ihrer Tochtergesellschaft Lufthansa City Airlines durchgeführt und waren daher nicht vom Streikaufruf betroffen.
Gewerkschaften mit ganztägiger Streikaktion
Die Gewerkschaften Vereinigung Cockpit und Ufo hatten für den Donnerstag zu einer ganztägigen Arbeitsniederlegung aufgerufen. Ihr erklärtes Ziel war es, über den gesamten Tag hinweg sämtliche Abflüge der Lufthansa in Deutschland zu verhindern. Der Warnstreik ist Teil laufender Tarifverhandlungen, bei denen es unter anderem um Lohnforderungen und Arbeitsbedingungen geht. Die Auswirkungen beschränkten sich nicht nur auf die norddeutschen Flughäfen, sondern führten bundesweit zu erheblichen Beeinträchtigungen im Flugverkehr der Airline.
Die Passagiere, deren Flüge gestrichen wurden, müssen mit erheblichen Umplanungen rechnen. Die Lufthansa bietet in solchen Fällen üblicherweise Umbuchungen auf alternative Flüge oder die Möglichkeit der Stornierung an. Reisende werden gebeten, sich vor Antritt ihrer Reise über den aktuellen Status ihrer Verbindung zu informieren und gegebenenfalls frühzeitig mit der Fluggesellschaft Kontakt aufzunehmen.



